Categories: Tests

Kleines Video-Wunder: Cowon A3

Performance

Zuerst die schlechten Nachrichten: Die Navigation erscheint auf den ersten Blick einfach. Doch an den extrem nervigen Mini-Joystick wird sich wohl kaum jemand gewöhnen. ID3-Tag-Informationen werden aus unersichtlichen Gründen nicht aus den Musikdateien ausgelesen. Deshalb muss man seine Musik mittels Ordner- und Dateinamen sortieren. Auch eine übergangslose Wiedergabe unterstützt der A3 leider nicht.

Die Audioqualität hingegen ist praktisch perfekt. Das gilt besonders für die Wiedergabe verlustfreier Formate. Doch seine wahren Stärken spielt der Player bei Videos aus. Erst einmal verfügt er über das beste Display, das man bislang bei einem Media-Player gesehen hat. Es ist an Schärfe kaum zu überbieten – eine wahre Freude!

Die Wiedergabe der meisten Videos erfolgt gleichmäßig und ohne Ruckler. Bedauerlicherweise liefert HD-Material jedoch eher schlechte Ergebnisse. Bei einigen HD-XviD-Videos, die mit 1280 mal 720 Pixeln bei 6 MBit/s codiert sind, geht im Test der Ton zwar in Ordnung, aber das Bild ruckelt. Dasselbe passiert mit HD-WMV und H.264 – eine echte Enttäuschung.

Doch bei Material in Standardauflösung kann diesem Player niemand das Wasser reichen, weder der Q5W noch Archos‘ 605 WiFi. Sogar der Ipod Touch verblasst dagegen. Divx- und Xvid-Videos wirken überwältigend. Ihre Wiedergabe über einen Fernseher ist gleichermaßen einfach wie auch lohnend.

Die Aufzeichnung von Videos liefert ebenfalls ansprechende Ergebnisse. Unter Verwendung des mitgelieferten Composite-AV-Kabels nehmen wir im Test „Mission: Impossible“ in voller Länge mit einer Auflösung von 720 mal 480 Pixeln bei 3 MBit/s von DVD auf. Dabei erreicht der Cowon eine durchaus akzeptable Qualität. Dennoch dürfte das direkte Übertragen der DVD mithilfe von VOB-Dateien wohl die bessere Methode sein.

Fazit

Der Cowon A3 ist anscheinend wirklich der derzeit anspruchsvollste tragbare Videoplayer auf dem Markt. Angesichts seines Preises bleibt er vorerst unschlagbar. Der Benutzer muss allerdings irgendwie mit der Joystick-Navigation klarkommen. Was Preis und Funktionalität angeht, schlägt der A3 seinen Vetter, den Q5W, bei Weitem. Dem Archos ist er in Sachen Performance und Dateiunterstützung überlegen. Und er hängt den Ipod Touch bei der Bildqualität ab.

Es gibt aber auch Bereiche, in denen die Konkurrenz stark ist: Wer mehr Speicherplatz wünscht, der sollte sich den Archos 605 Wifi anschauen. Wer eine kinderleichte Bedienung möchte, ist mit dem Ipod Touch gut bedient. Doch wer den leistungsfähigsten mobilen Videoplayer der Welt haben möchte, sollte sich den Cowon A3 gönnen.

Page: 1 2

CNET.de Redaktion

View Comments

  • günstere und bessere Alternative !
    Das der Cowon PMA gut ist will ich nicht leugnen-dennoch ist der Preis recht hoch, besonders bei grösseren integrierten Festplatten ab 30GB

    Zum Vergleich bietet der französische Hersteller ARCHOS mit seinen Modellen 605 wifi und 705 eine qualitativ gleichwertige, jedoch deutlich günstigere Alternative zu den Modellen von Cowon. Ich habe den 605wifi für 240 Euro erworben als einneuwertiges Ausstellungsstück und mir dann noch die Plugins zum Abspielen von Audio und Video sowie Browserfunktionen für 69 Euro sowie einen MiniDock-Sockel (Netzteil und Ladefunktion, usb2 -Anschluss Video out für TV etc.) für 29 Euro gegönnt.

    Ergebnis: ein Multimedia-Player für nicht mal 340 Euro, wlan-Internet-fähig, video, audio, diaschau und diverse Widget-Funktionen.

    Im Unterschied zum Cowon-Gerät allerdings mit 80Gb-Festplatte-für 350 Euro Grundpreis ist man sogar mit 160Gb Harddisk dabei...

    Das 4,3''-Display hat eine einwandfreie Bildqualität, auch bei Videos oder Filmen gibt es keine Schlieren, das Touchscreen arbeitet einwandfrei und lässt auch eine Bedienung ohne Pen mit kleineren 'Wurstfingern' zu.
    Ich kann den PMA=Personal Media Assistent nur empfehlen, weil er ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

    Frank Cizewitz
    Wolfenbüttel

  • Backstein-Design
    Wer diesem Ziegelstein gutes Design abgewinnen will, ist wohl an russischem U-Boot-Design der 50-iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts orientiert. Mag die Technik auch gut gelungen sein, ästhetisch, vom Gewicht und Format ein Graus.

  • Archos Design
    Hallo,

    nochmal zum Archos-Player:

    ...das Design spielt eine wichtige Rolle-klar , schnörkellos, einfach und gut-es ist wie überall Geschmackssache. was/wer ist 'schön' was ist 'hässlich'...mir passt das Design sehr gut in den Kram...was nützt schon Klavierlack-Optik, wenn das Innere nicht halten kann was die Hülle verspricht....
    Immer noch sehr zufrieden nach 6 Monaten Nutzung bin ich mit dem Player!

    Gruss

    Frank Cizewitz, Wolfenbüttel

Recent Posts

Das Smartphone schützen: Das bringen Handyhüllen und Co.

Die Kosten für ein neues Mittelklasse-Smartphone liegen oft schon über dem, was die meisten Menschen…

3 Monaten ago

Wenn bei der IT-Sicherheit der Mensch zum Problem wird

Auf den ersten Blick scheint die Überschrift absolut logisch zu sein und nichts Neues bereitzuhalten.…

3 Monaten ago

5 Ansätze für mehr Kundenzufriedenheit für 2022

Kundenzufriedenheit oder Customer Satisfaction (kurz CSAT) ist ein Maßstab dafür, in welchem Ausmaß ein Unternehmen…

4 Monaten ago

Sicherheit für das Android-Smartphone: Tipps für jeden User

Android-Handys gehören zu den beliebtesten Smartphones auf dem Markt und werden neben Smartphones von Apple…

5 Monaten ago

Deutschland ist online – So nutzen wir das Internet wirklich

Rund 67 Millionen Menschen nutzten 2021 nach Zahlen einer Studie von ARD und ZDF in…

5 Monaten ago

E-Commerce: Effektiv das Unternehmen digital aufwerten

Weltweit lassen sich heutzutage Fortschritte bei der Digitalisierung sehen. Unter den Synonymen Industrie 4.0, Automatisierung,…

5 Monaten ago