Einige Funktionen sind einfach nur bizarr. Klingelt das Handy, kann man es beispielsweise stumm schalten, in dem man es einfach umdreht. Das ist zwar eine nette Spielerei, aber wo ist der Vorteil gegenüber einer Mute-Taste? Genauso unsinnig wirkt die analoge Uhr, die das Arte nach zweifachem Antippen des Displays anzeigt. Tippt man nicht, befindet sich eine Digitaluhr oben rechts.

Auch die Speicherausstattung ist nicht wirklich Premium. Zwar kommt das Gerät mit einem Gigabyte internem Flash, doch eine Erweiterungsmöglichkeit gibt es nicht. Ohnehin ist das 8800 kein Ipod-Konkurrent: So fehlt ihm auch eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse.

Leistung

Die Audioqualität des Arte passt zum preislichen Umfeld – es ist eher etwas für eine zivilisierte Cocktailparty denn für das Oktoberfest. Es ist frei von Störungen und klingt gut, tönt aber nicht besonders laut. Fürs Auto empfehlen wir ein Bluetooth-Headset.

Solange bei der Cocktailparty nicht alle Lichter eingeschaltet sind, wird es dort aber nichts mit dem Fotografieren. Wie bereits angesprochen gibt es keinen Blitz, und Fotos in dunklen Umgebungen sind voll von Bildrauschen. Für einen kleinen Schnappschuss oder einen kurzen Urlaubsgruß per MMS reicht die integrierte Kamera immerhin aus.

Aufgrund des kleinen Displays und des fehlenden Kopfhöreranschlusses haben wir das Arte beim Test nur selten für Ausflüge ins Netz beziehungsweise als MP3-Player eingesetzt – das kommt der Akkulaufzeit zugute. Bei mäßiger Nutzung hält das Gerät in der Praxis gut zwei Tage durch. Nokia gibt 300 Stunden Standby beziehungsweise 3 Stunden Dauergespräch an.

Fazit

Bei so einem teuren Handy erwarten wir eigentlich etwas Besonderes. Insgesamt sind wir vom 8800 Arte etwas enttäuscht. Zwar überzeugen Verarbeitung, Materialqualität und Design auf Anhieb, aber dem Premium-Preis und den Premium-Materialien sollten auch Premium-Features folgen. Dennoch dürfte der Luxus-Slider im entsprechenden Umfeld – zumindest unter Kennern – für neidische Blicke sorgen.

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