Preiswerter 24-Zoll-Monitor: Benq G2400W

von Rory Reid am , 00:00 Uhr

Pro
  • attraktives Design
  • günstiger Preis
Con
  • durchschnittliche Farbwiedergabe
  • wenig physische Flexibilität
Hersteller: BenQ Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,0 von 10 Punkte
Fazit:

Der G2400W ist zwar bei der Bildqualität nicht unbedingt der Beste seiner Klasse, bietet dafür aber ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Er ist zwar keineswegs der beste 24-Zoll-Monitor der Welt, aber der Benq G2400W bietet ein außergewöhnliches Preis-Leistungsverhältnis. Daher dürfte er besonders für Benutzer mit schmalem Geldbeutel attraktiv sein.

Heutzutage ist ein großer Monitor auf dem Schreibtisch ein absolutes Muss. Unbedingtes Minimum sind 20 Zoll, inzwischen bilden 22 oder 24 Zoll aber schon fast die Norm. Benq ist einer der beliebtesten Hersteller in der 24-Zoll-Kategorie, vor allem dank des FP241W. Nun versucht der Hersteller mit seinem jüngsten Modell, dem G2400W, auch noch den Rest der Welt zu überzeugen. Der Monitor ist schlicht, attraktiv und kostet nur 375 Euro. Kann er damit die Konkurrenz ernsthaft gefährden?

Stärken

Gleich auf den ersten Blick ist der G2400W ein beeindruckender Monitor. Nicht weil er besonders ausgefallene ästhetische Eigenschaften hätte, sondern weil er im Gegenteil schlicht und funktional wirkt. Das minimalistische Design spricht durchaus an, besonders bei der schwarzen Ausführung. Die Einfassung fällt schmal aus, und es gibt keine modisch glänzenden Teile. Das ganze Gerät sieht einfach bloß gut aus. Der Benq ist auch in Silber erhältlich, doch das ist eigentlich nur für eine Raumschiffkabine zu empfehlen.

Bedenkt man, dass der G2400W nur die Hälfte dessen kostet, was für andere 24-Zöller verlangt wird, können seine technischen Daten durchaus beeindrucken. Er läuft mit einer WUXGA-Auflösung von 1920 mal 1200 Pixeln. Das bietet hinreichend Platz für mehrseitige Dokumente auf dem Bildschirm. Die Reaktionszeit von fünf Millisekunden ist zwar nicht die kürzeste, aber flott genug, um Ghosting oder Unschärfe zu verhindern. Im Test können wir diese Probleme jedenfalls nicht feststellen.

Drei Arten von Videoanschlüssen stehen an der Unterseite des G2400W zur Verfügung. Der analoge D-Sub-Anschluss dürfte für alle Besitzer einer älteren Grafikkarte oder eines Laptops mit analogem Ausgang nützlich sein. Besitzer neuerer Laptops oder PCs werden den HDMI- und den DVI-Anschluss zu schätzen wissen. Beide sind Vista-tauglich, so dass man darüber HDCP-verschlüsselte Blu-ray- oder HD-DVD-Filme anschauen kann.

Als Benq-Monitor bringt der G2400W natürlich die patentierte Senseye+Photo-Technologie des Unternehmens mit. Diese modifiziert die Einstellungen des Monitors so, dass die Bildqualität an die jeweilige Verwendung optimal angepasst wird. Es gibt die Modi ‚Standard‘ für den Normaleinsatz, ‚Movie‘ zum Anschauen von Filmen und ‚Photo‘. Letzterer ist besonders praktisch zum Betrachten der letzten Partybilder auf Facebook. Ein vierter Modus, ‚Dynamic‘ genannt, soll automatisch zwischen den anderen drei Modi umschalten. Das gelingt ihm jedoch nicht besonders gut.

Der G2400W liefert eine ordentliche Bildqualität. Die Displaymate-Tests, eine harte Prüfung für Monitore, schafft er ohne Probleme. Die Farbtrennung wirkt so gut, wie man es von einem modernen Monitor erwartet, ebenso die Grauabstufung.

Schwächen

Der G2400WA kostet nicht besonders viel, was sich dann doch in den technischen Werten niederschlägt. Am auffälligsten ist das dürftige Kontrastverhältnis von 1000:1. Das ist zwar nicht wirklich ein Grund zur Klage, denn die Bilder des G2400WA wirken keineswegs alle Grau in Grau. Doch der Unterschied in der Bildhelligkeit zwischen Schwarz- und Weißtönen ist nicht so gut wie bei anderen Monitoren. Deshalb hier ein Hinweis für Benq: LG [1] hat Monitore mit einem Kontrastverhältnis von 10.000:1 im Angebot. Zahlen sind zwar nicht alles, aber die Anwender achten darauf.

Die Farbtrennung des G2400WA wirkt durchaus solide. Aber die tatsächliche Farbskala, also die Anzahl von Farben, die der Monitor anzeigen kann, reicht nicht aus, um zwischen dem Gelb eines Sonnenaufgangs und dem einer goldenen Mohnblume zu differenzieren. Im Direktvergleich mit unserem Dell Ultrasharp 3007WFP wirken die Farben wie blasse Imitationen des eigentlich Gemeinten. Alles ist einfach weniger spektakulär, etwa so, als würde man ein Feuerwerk mit zusammengekniffenen Augen betrachten.

Die physische Flexibilität des G2400WA ist auch nicht so berauschend. Er lässt sich nicht in der Höhe verstellen. Deshalb muss man entweder das Niveau von Stuhl oder Tisch anpassen oder den Monitor auf einen Stapel Zeitschriften stellen, um die richtige Position zu erreichen. Außerdem lässt er sich nicht ins Hochformat drehen, sondern lediglich etwas nach vorn oder hinten kippen.

Fazit

Der G2400WA ist zwar keineswegs der beste 24-Zoll-Monitor der Welt, bietet aber ein außergewöhnliches Preis-Leistungsverhältnis. Wer nicht mindestens 500 Euro für einen Dell 2408WFP aufbringen kann, sollte hier zugreifen. Aber nicht nur Benutzer mit schmalen Geldbeuteln werden durchaus zu schätzen wissen, was ihnen der G2400WA zu bieten hat.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39189527/preiswerter-24-zoll-monitor-benq-g2400w/

URLs in this post:

[1] LG: http://www.cnet.de/unternehmen/lg/