Funktionsumfang

In einigen Punkten bietet die 450D recht beeindruckende Spezifikationen, besonders mit dem 12-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format (für den herkömmlichen 1,6-fachen Brennweitenmultiplikator von Canon) und dem benutzerdefinierten 9-Punkt-Autofokus. Letzterer wäre nicht weiter erwähnenswert, hätte nicht Nikon bei der D60 einen Dreifeld-Autofokus eingesetzt.

Positiv zu vermerken ist auch der Wechsel von Compactflash zu SDHC. Die Kamera besitzt außerdem den gleichen Tonwert-Priorität-Modus wie die EOS-1D Mark III. Damit lässt sich auch in besonders hellen Bildbereichen eine gute Detailtreue erreichen. Darüber hinaus verfügt die 450D über den Auto-Lighting-Optimiser von Canon, der bei nicht ganz perfekten Aufnahmen automatisch Kontrast und Helligkeit korrigiert. Letztes Jahr mit der 40D eingeführt, ist der Auto-Lighting-Optimiser jetzt in allen Belichtungsmodi verfügbar. Er setzt auch eine Gesichtserkennung ein, um bei von hinten beleuchteten Gesichtern eine Unterbelichtung zu vermeiden.

Die übrigen Spezifikationen entsprechen denen des Vorgängermodells. So reichen beispielsweise die Verschlussgeschwindigkeiten von 30 Sekunden bis zu 1/4000 Sekunde, bei einer Blitzsynchronisationszeit von 1/200 Sekunde. Die Kamera verwendet eine TTL-Messung mit 35 Feldern. Canon bietet außerdem auch den Akkugriff BG-E5 an.

Auf der anderen Seite fehlen der 450D gängige Funktionen, die Sony, Pentax und Olympus bei ihren Kameras sehr wohl bieten. Dazu zählen eine im Gehäuse integrierte mechanische Stabilisierung oder eine drahtlose Blitzsteuerung, die sich oft als recht nützlich erweist. Auch das mitgelieferte Objektiv mit Bildstabilisator gleicht das nicht ganz aus. Denn weitere optisch stabilisierte Objektive gehen auf längere Sicht ins Geld. Die maximale ISO-Empfindlichkeit der 450D beträgt 1600. Andere Kameras haben dagegen häufig sogar ISO 3200 zu bieten. Und schließlich belegt die Spotmessung ganze vier Prozent des Bildsuchers – also noch mehr als die 3,8 Prozent, die wir bereits im Test der EOS 40D bemängeln mussten.

Der Nutzen des Live-View-Aufnahmemodus mit kontrastabhängigem Autofokus wird durch das Fehlen eines beweglichen LCD geschmälert. Zudem scheinen alle Hersteller fälscherlicherweise anzunehmen, dass Funktionen wie Canons Picture-Styles, also benutzerdefinierte Einstellungen für Kontrast, Schärfe, Sättigung und Farbtöne, in diesem Marktsegment wichtiger sind als die Möglichkeit, individuell gruppierte Voreinstellungen für Belichtung, Weißausgleich, Messung und Serienmodus abspeichern zu können.

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