Eleganter 32-Zoll-LCD-TV: LG 32LG5000

von Ian Morris am , 00:00 Uhr

Pro
  • elegantes Design
  • ordentliche Bild- und Tonqualität
  • fairer Preis
Con
  • standardmäßige Bildeinstellungen müssen nachjustiert werden
Hersteller: LG Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,0 von 10 Punkte
Fazit:

Ein einfaches, benutzerfreundliches Fernsehgerät, das Videosignale aus vielen verschiedenen Quellen wiedergeben kann.

Beim LG 32LG5000 gibt es keine weltbewegenden Extrafunktionen, dafür aber ein beachtliches Bild und hervorragenden Ton. Der Fernseher ist perfekt für alle, die ein einfaches Gerät suchen, das benutzerfreundlich ist und Videosignale aus den verschiedensten Quellen wiedergeben kann.

LG [1] hofft mit dem LG5000 und seiner 32-Zoll-Bildschirmdiagonale, all jene überzeugen zu können, die einen guten Fernseher mit elegantem Äußeren suchen, aber ihr schwer verdientes Geld nicht für Kinkerlitzchen ausgeben wollen.

Das Gerät bewegt sich mit 32 Zoll am unteren Ende des HDTV-Spektrums. Dennoch dürfte es für jene interessant sein, die einen guten Fernseher zu einem vernünftigen Preis suchen. Denn in den meisten Fällen soll er sicherlich im Wohnzimmer ein alterndes Röhrengerät ersetzen. Der LG ist im Online-Handel schon für deutlich unter 600 Euro erhältlich.

Design

Das Äußere des LG5000 ist in der Tat sehr hübsch. Da gibt es keinen Schnickschnack, vielmehr sieht der schwarze Rahmen einfach hervorragend aus. Rechts außen am Bildschirm befindet sich ein einfacher Knopf zum Einschalten des Geräts. Unter der Kunststoffblende verbirgt sich außerdem noch eine LED. Wenn sich das Gerät im Standby-Modus befindet, leuchtet sie rot; ist der Fernseher eingeschaltet, blau. Insgesamt ist der LG5000 also ein gutaussehendes TV-Gerät, das nicht protzig wirkt.

Die Fernbedienung ist unkompliziert. Ihre Tasten sind großzügig und sinnvoll verteilt. Der Fernseher reagiert schnell auf die Fernbedienung. Das darf wohl mittlerweile auch als Selbstverständlichkeit gelten. Im Jahre 2008 sollte man erwarten können, beim Drücken einer Taste nicht ewig warten zu müssen.

An der Rückseite des Geräts befinden sich je zwei HDMI- und Scart-Eingänge. Ein dritter HDMI-Anschluss ist an der Seite des Geräts untergebracht. Allerdings liegt er derart nahe bei der hinteren Anschlusstafel, dass man sich fragt, weshalb sich LG überhaupt die Mühe gemacht hat, ihn einzubauen. Außerdem gibt es Komponenten-Eingänge, eine VGA-Anbindung für Media-Center-PCs oder Laptops sowie S-Video- und Composite-Eingänge.

Funktionsumfang

Es lässt sich nicht viel darüber sagen, was dieser Fernseher kann. Das Gerät ist klar auf eine Käufergruppe ausgerichtet, die von einem TV-Gerät vor allem erwartet, TV-Sendungen wiederzugeben. Die Benutzer wollen aber möglicherweise auch HD-Material sehen. Der LG5000 verfügt daher auch über diese Fähigkeit.

Einige Dinge sind jedoch der Erwähnung wert. Es gibt beispielsweise einen ‚Standard-Modus‘. Dabei handelt es sich im Grunde um eine Sammlung an Einstellungen für die unterschiedlichen Arten von Bildmaterial, die normale Nutzer wahrscheinlich anschauen möchten. Der ‚Film-Modus‘ versucht, Weißabgleich und Farbbalance akkurat wiederzugeben. Der ‚Sport-Modus‘ optimiert die Primärfarben und vermindert Bewegungsunschärfen. Der ‚Spiele-Modus‘ hebt hingegen die Details in dunklen Bildern hervor und passt den Ton dynamisch an.

Das Fernsehgerät ist so gebaut, dass die Lautsprecher unsichtbar bleiben. Deshalb musste LG sichergehen, dass die Klangqualität so gut wie möglich ausfällt und die Wiedergabe der Sprache präzise ist. Also hat man eine Funktion namens ‚Clear Voice‘ eingebaut. Sie soll Sprache besser hörbar machen. Der Grundgedanke dabei ist, dass Stimmen für die meisten Menschen die wichtigsten vom Fernseher wiedergegebenen Geräusche sind.

LG scheint außerdem begriffen zu haben, dass sich die Lichtverhältnisse im Wohnzimmer ständig verändern. Um das Bild dem Umgebungslicht anzupassen, haben die Entwickler eine Funktion mit Namen ‚Intelligent Sensor‘ integriert. Sie misst das Licht im Raum und passt die Hinterleuchtung des Bildschirms entsprechend an. Die Idee ist zwar nicht neu, aber einfach, und sie funktioniert gut. Immerhin verhilft sie all jenen, die nicht lange in den Menüs herumstöbern möchten, zu einem besseren Fernseherlebnis.

Es bleibt hinzuzufügen, dass die Menüs des LG5000 sehr ansprechend gestaltet sind. Die Benutzeroberfläche entspricht dem aktuellen Stil. Sie wartet mit ansprechenden Logos und gut strukturierten Menüs auf. Das sorgt dafür, dass bei der Konfiguration des Geräts so wenig Verwirrung wie möglich entsteht.

Performance

Im Lieferzustand wirkt die Bildqualität des LG nicht gerade beeindruckend. Mit kleinen Justierungen lässt sie sich jedoch entscheidend verbessern. Das ist leider häufig der Fall, wenn die Hersteller offensichtlich vergessen, wer ihre Geräte letztendlich kauft, und alles so einstellen, dass es vor allem im Laden gut aussieht.

Nach der Justierung haben wir dem Gerät einen Testlauf mit dem Vorabendprogramm unterzogen. Der Benutzer sollte bei der Bildeinstellung darauf achten, dass ein passendes Programm läuft. Besonders die hellen Hauttöne gewisser Fernsehmoderatoren können dazu führen, dass man die Helligkeit falsch einstellt .

HD-Gaming mit der Playstation 3 [2] bietet jede Menge Spielspaß. Das Umschalten des Geräts in den Spiele-Modus erzeugt ein ansprechendes Bild. Und „Colin McRae Dirt“ sorgt für reichlich spannende Unterhaltung in leuchtenden Farben, ohne Bewegungsunschärfen oder andere unerwünschte Artefakte.

Auch die HD-Bildqualität wirkt durchaus gut. Obwohl es sich um ein 720p-Modell handelt, gibt es keine Probleme bei der Darstellung von 1080p-Bildern. Allerdings werden diese heruntergerechnet, um auf den Bildschirm mit 1366 mal 768 Pixeln zu passen. Auch das Abspielen von 24p-Videos von Blu-ray-Medien ist möglich – ein echtes Plus für Filmfans. Auf der PS 3 abgespielte Filme, etwa „Resident Evil: Apocalypse“, gibt der LG mit viel Details und satten Farbtönen wieder. Auch wenn das Bild nicht das schärfste ist, lässt es sich doch als recht angenehm bezeichnen.

Auch die Tonqualität beeindruckt positiv. Die unsichtbaren Lautsprecher sind freilich eben genau das. Bei LCD-Fernsehern, die ja im Allgemeinen nicht gerade für ihre brillante Audioqualität bekannt sind, kann das Probleme bedeuten. Der LG5000 wartet im Test jedoch mit einem erstaunlich vollen und klaren Klang auf. Wer den letzten Resident-Evil-Film noch nicht gesehen hat, weiß auch nicht, wie sorgfältig die Dialogschreiber jede Zeile mit Unmengen von Klischees angereichert haben. Es ist ein Wunder, dass die Schauspieler nicht andauernd Grimassen schneiden. Der Fernseher gibt jedenfalls den Ton getreulich wieder – selbst wenn die Dialoge völlig idiotisch sind.

Fazit

Der LG5000 kann durchaus überzeugen. Auch DVB-T-Bilder gibt er gut wieder. Und wer erst einmal etwas Zeit investiert, um das Gerät richtig einzustellen, erhält ein recht ordentliches Bild. All jene, die nach einem guten Allround-Fernseher suchen, aber keine Verwendung für einen großen 1080p-Bildschirm haben, werden hier fündig. Zu den direkten Alternativen zählen Toshibas 32CV505D und LGs eigener 32LC46, der sogar noch ein wenig preisgünstiger ist.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] LG: http://www.cnet.de/unternehmen/lg/

[2] Playstation 3: https://www.cnet.de/tests/tv/39149356/ambitioniert_+aber+teuer+sony+playstation+3.htm