Handy-Muschel zum Aufklappen: Motorola U9

von Andrew Lim am , 00:00 Uhr

Pro
  • elegantes und kompaktes Design
  • Tastenfeld mit hochstehenden Kanten
Con
  • kein Blitz
  • mäßiger Funktionsumfang
Hersteller: Motorola Listenpreis: 269 Euro
ZDNet TESTURTEIL: GUT 6,8 von 10 Punkte
Fazit:

Wer ein modisches Handy sucht, das alle grundlegenden Funktionen bietet, kann sich das Motorola U9 einmal anschauen. Beim Funktionsumfang lässt es aber einiges zu wünschen übrig.

Es ist rund, kommt poppig daher und lässt sich aufklappen. Von Außen wirkt das Motorola U9 somit ziemlich überzeugend. Wie es mit seinen inneren Werten steht, zeigt der Test.

Motorola pflegt schon immer einen ganz eigenen Stil. Auch das das Motorola U9 entspricht dem mit einem geschwungenen Design und einer trendigen Farbpalette. Aber hat es mehr zu bieten als nur schmucke Äußerlichkeiten?

Derzeit ist das Handy für etwa 269 Euro erhältlich. Bei O2 und Vodafone kostet es 10 beziehungsweise 20 Euro mit Mobilfunkvertrag.

Design

Das U9 sieht ähnlich aus wie das Motorola Pebl [1], allerdings ist es kleiner und leichter – und wohl auch noch etwas trendiger. Das Testgerät kommt in einem milchigen Lila in die Redaktion. An dieser Farbe scheiden sich die Geister. Zum Glück ist das Klapphandy aber auch in Schwarz erhältlich.

Das Motorola U9 verfügt über ein verdecktes externes Display, das unter anderem Uhrzeit und Musiktitel anzeigt. Ist das externe Display deaktiviert, zieren nur noch ein Motorola-Logo und eine 2-Megapixel-Kamera die Vorderseite des U9.

Die Rückseite dieses lila „Bonbons“ weist eine gummierte Oberfläche auf. Das scheint inzwischen bei Motorola ausnahmslos so zu sein. Interessanterweise hat das Gehäuse eine andere Farbe als das Tastenfeld. Auch darüber kann man geteilter Meinung sein.

Das Display des U9 ist zwar nicht winzig, nimmt sich neben Motorolas anderem Klapphandy, dem Razr V3 [2], aber etwas klein aus. Das Tastenfeld des U9 ist ebenfalls kleiner als das des V3. Dennoch lässt es sich sehr bequem bedienen. Insgesamt flach, weist es jedoch erhabene Ränder um jede Taste auf. Dadurch kann der Benutzer die einzelnen Tasten einfach unterscheiden.

Funktionsumfang

Wer schon einmal ein Razr V3 benutzt hat, weiß, dass die Benutzerschnittstelle nicht herausragend ist. Schon nach kurzer Zeit wirkt sie ziemlich langweilig. Die Benutzeroberfläche des U9 macht dagegen einen modernen und intuitiven Eindruck. Leider kann sie gelegentlich frustrierend langsam arbeiten.

Das Handy sieht zwar interessant aus, kann aber bezüglich der Ausstattung nicht mit anderen Handys dieser Klasse mithalten. Es gibt zum Beispiel nur einen einfachen Musik-Player. Damit lassen sich Tracks in Zufallsreihenfolge abspielen, der Klang per Equalizer anpassen und Playlisten erstellen. Zum Musikhören dienen die mitgelieferten, proprietären Ohrhörer oder optionale Stereo-Bluetooth-Kopfhörer.

Bei Bedarf kann der Benutzer die Musikwiedergabe über berührungsempfindliche Bedienelemente steuern. Sie befinden sich unterhalb des externen Displays auf der Vorderseite des Handys. Als echte Tasten wären sie allerdings weniger knifflig zu bedienen.

Das U9 bringt auch einen Webbrowser mit. Er wirkt jedoch nicht besonders beeindruckend. Immerhin lässt sich Opera Mini 4 auf das Handy laden. Das ist eine wesentlich attraktivere Alternative. Enttäuschend bleibt, dass einige Anwendungen, etwa Google [3] Mobile Maps, nicht korrekt installiert werden können.

Eine 2-Megapixel-Kamera rundet die grundlegenden Features des U9 ab. Sie schießt einfache Fotos und zeichnet kurze Videos auf, viel mehr aber auch nicht. Weder ein Blitz noch eine LED-Fotolampe sind vorhanden. Mit diesem Handy lassen sich also keine Fotos bei Schummerlicht machen.

Performance

Erfreulicherweise fallen die Telefonate mit dem Handy laut und deutlich aus. Es gibt keine auffallenden Verzerrungen während der Anrufe. Auch die Stimmen wirken nicht gedämpft. Der Lautsprecher liefert ähnliche Resultate. Er klingt beim Abspielen von Musik etwas besser als die Lautsprecher einiger anderer Mobiltelefone.

Wie erwähnt, ruft die Bildqualität der 2-Megapixel-Kamera nicht gerade Begeisterungsstürme hervor. Das gilt besonders, da Blitz oder LED-Fotolampe fehlen. Wer Fotos für kleinformatige Ausdrucke oder MMS-Nachrichten machen will, sollte daher auf ausreichend Umgebungslicht achten.

Die Akkulaufzeit wird mit sieben Stunden Gesprächszeit und 350 Stunden im Standby-Betrieb angegeben. Bei moderater Verwendung hält das U9 im Test über zwei Tage durch, ehe es wieder aufgeladen werden muss.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39192915/handy-muschel-zum-aufklappen-motorola-u9/

URLs in this post:

[1] Motorola Pebl: https://www.cnet.de/tests/handy/39142328/handy+im+kieselstein_look+motorola+pebl.htm

[2] Razr V3: http://www.zdnet.de/mobile/handy/0,39023408,39128886,00.htm

[3] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/