Günstiger Shuffle-Rivale: Philips SA2820

von Nate Lanxon am , 10:58 Uhr

Pro
  • vernünftiger Preis
  • einfache Handhabung
  • Musikübertragung ohne Software
  • langlebiger Akku
Con
  • unterstützt nur wenige Dateiformate
  • basslastige Klangqualität
Hersteller: Philips Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND 6,0 von 10 Punkte
Fazit:

Der SA2820 bringt nur einen geringen Funktionsumfang mit, dafür aber gefälliges Design und einfache Bedienung.

Philips‘ SA2820 ist sicherlich nicht der MP3-Player mit der besten Klangqualität und den umfangreichsten Funktionen. Aber er stellt eine bezahlbare Alternative zu Apples iPod Shuffle dar und dürfte mit seinem speziellen Design bei vielen gut ankommen.

In der Vergangenheit waren die MP3-Player von Philips [1] funktionell, einfach zu bedienen und lieferten eine ordentliche Leistung. Ihre Schwachstelle war häufig ein Mangel an Funktionen.

Philips‘ neuester Player, der SA2820, stellt sich in eine Reihe mit dem iPod Shuffle [2], dem SanDisk Sansa Clip [3] und dem Creative Zen Stone Plus [4]. Kann sich dieser MP3-Player [5] für Einsteiger mit einer Speicherkapazität von 2 GByte zum Preis von knapp 40 Euro auf dem hart umkämpften Markt durchsetzen und etablieren?

Design

Ist das winzige OLED-Display ausgeschaltet, reflektiert die glänzende Oberfläche des SA2820 sehr stark. Sollte kein Spiegel zur Hand sein, lässt sich damit problemlos überpüfen, ob die Frisur noch richtig sitzt. Jeder Randstreifen der quadratischen Oberfläche fungiert als Richtungstaste, ähnlich wie beim iRiver Clix [6]. Das erscheint etwas fragwürdig, denn diesem Player entgeht kaum ein Fingerabdruck.

Auf den Außenrändern befinden sich auch herkömmliche Bedienelemente. Es gibt beispielsweise eine spezielle Taste für Sprachaufzeichnungen, dafür auch ein integriertes Mikrofon, einen standardmäßigen Mini-USB-Port zum Akkuladen und selbstverständlich eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. Anstelle eines Gürtelclips oder etwas Ähnlichem wird ein Umhängeband mitgeliefert. Joggern kommt das nicht sehr entgegen.

Funktionsumfang

Beim Test von Musikhandys, wie etwa dem Sony Ericsson W350i [7], müssen wir häufig die mangelhafte Unterstützung von Audioformaten kritisieren. Handys werden wohl erst dann zu einer echten Konkurrenz zu reinen MP3-Playern, wenn sie mit ihnen auch bei der Anzahl der unterstützten Audioformate mithalten können.

Leider hat dieser MP3-Player hier das Nachsehen gegenüber vielen Musikhandys. Denn er erkennt nur Dateien im MP3-, WAV- und WMA-Format – und obendrein nur ungeschützte WMAs. Wer ein Abo bei Napster oder einem ähnlichen Anbieter hat, kann mit diesem Player nichts anfangen.

Dafür lässt sich mit dem integrierten Voicerekorder die eigene Stimme aufzeichnen. Die Aufnahme wird dann als Mono-WAV-Datei gespeichert. Es überrascht nicht weiter, dass es keine Buchse für ein externes Mikrofon gibt.

Schließlich kommt noch hinzu, dass der preisgünstigste der neuen Philips-Miniplayer kein integriertes UKW-Radio besitzt. Im Gegensatz dazu bietet der Zen Stone Plus von Creative mit 2 GByte Speicher zu einem ähnlichen Preis sowohl ein UKW-Radio als auch Unterstützung für geschütztes WMA und Audible-Hörbücher.

Performance

Mit dem Bildschirm hat sich Philips in jedem Fall mehr Mühe gegeben als Creative. Er ist zwar monochrom und auch nicht wahnsinnig hell. Aber für seine Größe wirkt die Anzeige sehr scharf. Und er lässt sich gut bedienen. Die Schnittstelle funktioniert nicht besonders intuitiv. Es gibt jedoch weitaus schlechtere.

Aber das Wichtigste ist ja schließlich die Klangqualität. In diesem Preisbereich schneidet der SA2820 dabei wirklich gut ab. Nur wenige werden am Klang etwas auszusetzen haben. Das gilt vor allem, wenn nicht gerade die besten Ohrhörer zum Einsatz kommen. Im Großen und Ganzen erscheint der Player relativ basslastig. Sein Klang wirkt etwas wärmer als der des Sansa Clip von SanDisk.

Der Sound fällt beim Clip insgesamt aber klarer aus. Im Test mit dem Freemasons-Remix von Shakira und Beyonces „Beautiful Liar“ dominieren beim SA2820 klar der Bass und die Basstrommel. Beim Clip kommen dagegen die spanischen Gitarren viel deutlicher heraus.

Bei „Fever Dreams“ von Dashboard Confessional macht sich ebenfalls die starke Betonung der Tiefen bemerkbar. Der Mittel- und Hochtonbereich klingt jedoch ganz sauber. Insgesamt hat der Benutzer angesichts des günstigen Preises ein ordentliches Hörerlebnis.

Fazit

Der Philips SA2820 ist ein optisch äußerst gelungener MP3-Player. Mit Apples iPod Shuffle scheint er es durchaus aufnehmen zu können. Vergleicht man ihn aber mit Konkurrenzmodellen wie dem Zen Stone Plus von Creative oder SanDisks Sansa Clip, offenbart er ganz klare Schwächen.

Wer gerne Dance-Musik hört, wird sicherlich seine Freude an der Basslastigkeit dieses Players haben. Wer aber ein Gerät fürs Joggen sucht oder eine klarere allgemeine Klangqualität bevorzugt, sollte sich vielleicht doch nach einem anderen Modell umschauen.

Spezifikationen

  • Touchscreen - nein
  • integrierter Speicher - 2000MB
  • Wireless - nein
  • PMP-Player-Typ - Audio-Player
  • TV-Ausgang - nein
  • UKW-Radio - nein
  • OLED-Display - ja

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39193367/guenstiger-shuffle-rivale-philips-sa2820/

URLs in this post:

[1] MP3-Player von Philips: https://www.cnet.de/tests/compare.htm?channel=mp3&PID_39159113=88013166&PID_39142166=39021104&PID_39140637=39020622&PID_39125181=39015980&x=43&y=6

[2] iPod Shuffle: https://www.cnet.de/tests/mp3/39158190/aussen+winzig_+innen+auch+apple+ipod+shuffle+_3_+generation.htm

[3] SanDisk Sansa Clip: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/galerie/39157250/sandisk+sansa+clip+guenstiger+mp3_player.htm

[4] Creative Zen Stone Plus: https://www.cnet.de/tests/mp3/39156165/creative+zen+stone+plus+winziger+mp3_player+mit+oled_display.htm

[5] MP3-Player: https://www.cnet.de http://www.cnet.de/tests/mp3/

[6] iRiver Clix: https://www.cnet.de/tests/mp3/39155278/schlaegt+den+ipod+nano+iriver+clix+2.htm

[7] Sony Ericsson W350i: https://www.cnet.de/tests/handy/39193632/walkman_handy+fuer+einsteiger+sony+ericsson+w350i.htm