Mini-Notebooks mit Leistung unter 500 Euro: der große Netbook-Vergleich

Eine Möglichkeit gibt es aber noch: Besitzer eines UMTS-Handys können dieses als Modem nutzen. Allerdings ist in diesem Fall Windows XP die Grundvoraussetzung. Zwar funktioniert die Modem-Nutzung auch mit Linux, allerdings sind für die Einrichtung Fachkenntnisse erforderlich.

Wer sich entschließt, auf integriertes UMTS zu verzichten und über sein Handy mobil zu surfen, sollte aber umso mehr auf eingebautes Bluetooth achten. Andernfalls kommt er nicht um eine lästige USB-Kabelverbindung herum. Aber Vorsicht: Viele Hersteller bieten Bluetooth zwar optional an, serienmäßig fehlt das Funkmodul aber oft.

Ausstattung

Obwohl es mittlerweile mehr als 20 Netbooks gibt, ähneln sie sich in der Ausstattung. Alle kommen mit einem 7 Zoll, 8,9 Zoll oder 10,2 Zoll großen Display. Wichtiger als die Bildschirmgröße ist aber die Bildauflösung. So schaffen die 7-Zoll-Bildschirme nur eine Auflösung von 800 mal 480 Pixeln. Das ist zu wenig, da die meisten Websites auf höhere Bildauflösungen ausgelegt sind. Anwender kommen deshalb beim Surfen nicht um ein lästiges horizontales Scrollen herum. Die neueren Mini-Notebooks mit 8,9 der 10,2 Zoll großen Display lösen 1024 mal 600 Pixel auf. Das reicht, um nur vertikal scrollen zu müssen. Der 8,9-Zoll-Screen des Gigabyte-Netbook M912 bietet sogar einen Auflösung von 1280 mal 768 Pixeln. Allerdings ist das Gerät mit einem Kaufpreis von rund 500 Euro auch das teuerste im Vergleich.

Neben der Displaygröße sollten auch die verfügbaren Anschlüsse eine Rolle bei der Netbook-Auswahl spielen. Fast alle Mini-Notebooks verfügen über mindestens zwei USB-Ports. Besser sind allerdings drei der Erweiterungsschnittstellen. Schließlich sind die Mini-Notebooks ab Werk eher spärlich ausgestattet. So fehlt allen beispielsweise ein CD- oder DVD-Laufwerk. Wer dieses als externes Gerät an sein Netbook anschließt, hat statt drei USB-Ports nur zwei übrig. Kommen dann noch Geräte wie eine Maus und ein USB-Speicherstick dazu, sind alle Anschlüsse belegt. Allerdings helfen USB-Hubs, die für etwa 20 Euro drei zusätzliche Ports bieten.


Jedes Netbook hat mindestens zwei USB-Ports an Bord.

Ein weiterer Anschluss, der keinem Netbook fehlen sollte, ist der VGA-Ausgang. Er ermöglicht das Anschließen eines größeren Monitors oder eines Beamers. Dadurch eignen sich die Netbooks zum Ansehen von Filmen oder zum Vorführen einer Präsentation. Einige wenige Netbooks verbinden sich sogar via Videoausgang mit Fernsehern. So soll das neue Asus-Netbook N10 beispielsweise einen digitalen HDMI-Ausgang zum Anschließen an Full-HD-Fernseher an Bord haben.

Ebenfalls wichtig für Multimedia-Anwendungen und besonders für die Videotelefonie (VoIP) sind Webcam, Lautsprecher und Mikrofon. Die letzten beiden Komponenten verbauen alle Hersteller in ihre Mini-Notebooks. Auch eine Kamera ist fast immer mit dabei, wobei die Auflösung ganz schön schwanken kann. So stattet Asus seinen ersten Eee PC 701 4G beispielsweise nur mit einer VGA-Kamera mit einer Auflösung 0,3 Megapixeln aus. Der Nachfolger, der Eee PC 900, hat dagegen schon eine 1,3-Megapixel-Webcam an Bord. Sie löst 1280 mal 1024 Pixel auf und erreicht dadurch eine weitaus bessere Videoqualität. Wer also Wert auf hochwertige Videotelefonie legt, weil ihn seine Freundin nicht nur verschwommen sehen möchte, der sollte ein Netbook mit 1,3-Megapixel-Kamera erwerben.


Mikrofon und Lautsprecher stecken in allen Netbooks. Auch eine Webcam bauen die Hersteller vielen Modellen ein.

Ein weiterer wichtiger Ausstattungspunkt der Netbooks ist ihr Akku. Durch die geringe Baugröße fällt zwangsläufig auch der Akku recht klein aus. Allerdings bedeutet das nicht, dass deshalb allen Netbooks schnell der Strom ausgeht. Vielmehr kommt es auf die Kapazität der Stromspeicher an. So machen einige Netbooks mit 2,2-Ah-Akku schon nach knapp zwei Stunden schlapp, wohingegen andere mit 6,6-Ah-Stromspeicher fast sechst Stunden mit einer Akkuladung auskommen. Für lange Laufzeiten sollten Käufer deshalb ein Gerät mit 6-Zellen-Akku und einer Mindestkapazität von 4 Ah wählen.

Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Mini-Notebooks mit Leistung unter 500 Euro: der große Netbook-Vergleich

  • Am 3. Oktober 2008 um 17:46 von AAF

    HP Netbooks?
    Die HP-Netbooks fehlen leider komplett. Ansonsten ein lesenswerter Artikel.

  • Am 6. Oktober 2008 um 14:56 von Pascal Poschenrieder

    HP-Netbooks
    Hallo AAF,
    wir wollten die HP-Netbooks anfangs mit in unseren Vergleich nehmen. Allerdings kosten alle HP-Modelle weit mehr als 500 Euro (Rahmenbedingung unseres Vergleichs) und sind damit in unseren Augen keine echten Netbooks sondern lediglich Mini-Notebooks.

    Mit freundlichem Gruß,
    Pascal

  • Am 6. Oktober 2008 um 23:15 von Netbooks

    Tolle Übersicht
    Endliche mal eine nahezu vollständige Übersicht der derzeit erhältlichen Netbooks. Ausführliche Testberichte der meisten Modelle finden sich auch unter http://www.netbook-vergleich.com

  • Am 7. Oktober 2008 um 14:55 von Athe

    Lange gesucht
    Schöner Artikel, so etwas habe ich schon lange gesucht.

    Und es ist auch genau das Aufgegriffen worden, was mich immer so ärgert. Ein Netbook muss günstig sein, es ist kein vollwertiges Notebook.
    Mir würde sogar ein Linux mit Textkonsole reichen.
    Dafür muss es gut ins Internet kommen und lange Akku-Laufzeiten haben.
    Ahja, eine ausklappbare Tastatur wäre natürlich auch noch ein Traum.
    Dafür sind dann 200 Euro meine persönliche Obergrenze.

    Was ich an dem Artikel schade finde ist, dass die chinesischen Netbooks die noch auf den Markt kommen nicht erwähnt worden sind. Die sind zumindest schon einmal günstiger.

  • Am 9. Oktober 2008 um 19:18 von thrawn

    @athe
    ist dir die Wiedersinnigkeit deines Anspruchs bewußt? Was möchtest du mit einer nur Text-Console im Internet? Die Chinesischen Netbooks auf den Messen haben mir wegen der Tastaturen bisher nicht gefallen.

  • Am 20. Oktober 2008 um 09:40 von Paranoyd

    Schoener Artikel
    Eine schöne Übersicht habt ihr da zusammengestellt. Technische Infos, Bild und Videomaterial und ausführliche Testberichte findet ihr auf parabook.de – der ultimative netbook blog.

  • Am 8. November 2008 um 23:20 von psdv2

    Bluetooth und 3G "nachrüsten"
    Beim ACER (und anderen) läßt sich mit einem Bluetooth-dongle für wenige Euro und einem UMTS Handy (hat ja "fast" jeder heute…) die gewünschte 3g-Geschwindigkeit im Netz problemlos nachrüsten.

    Dafür muß ich ja nicht unbedingt noch 100,- € beim Kaufpreis drauflegen, oder sehe ich das falsch?

  • Am 10. November 2008 um 10:41 von Daniel Schraeder

    Re: Bluetooth und 3G "nachrüsten"
    Hi,

    grundsätzlich ist das natürlich richtig – Dongle, Bluetooth-Handy und fertig ist die Laube. In der Praxis ist mir persönlich allerdings ein internes HSDPA-Modem lieber, denn es steckt nichts außen am Gehäuse, was ich vergessen oder abbrechen kann (ich habe schon diverse PC-Cards durch Anheben des Notebooks an einer Seite gekillt, daher die Vorsicht ;-).

    Allerdings komme ich so nicht auf den vollen, theoretisch möglichen Datendurchsatz. Selbst, wenn sowohl Handy als auch Bluetooth-Dongle den Standard 2.1 EDR unterstützen, kommen die Daten mit bis zu 7,2 Megabit aus dem Mobilfunknetz ans Handy, werden via Bluetooth allerdings mit maximal 2,1 Megabit an das Netbook weitergeleitet.

    Den Geschwindigkeitsfaktor kann man allerdings auch vernachlässigen – denn den vollen Speed erreicht man vermutlich weder im ICE noch im Biergarten.

    Beste Grüße 🙂
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 18. November 2008 um 10:02 von Mojo

    Lenovo S10
    Was sie zum Lenovo geschrieben haben ist grundsätzlich richtig, jedoch ist das 10 Zoll Nebook in Deutschland mit einem 6 Zellen Akku ausgerüstet und mit 4,8 Ah. Damit sollen laut hersteller 5 Stunden erreicht werden.
    Erhältlich sind diese hier in deutschland ab 4. Dezember.
    Außerdem gibt es auch eine Variante in der 1,5 GB DDR2 verbaut sind und welches dann mit Linux ausgestattet ist, Preis liegt dann bei dem bei 329€. Normale Modell mit 1 GB und XP kostet 349€.

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