Sonos BU150 Music System: Perfekter Sound im ganzen Haus

von Daniel Schraeder und Nate Lanxon am , 16:03 Uhr

Pro
  • einfache Installation
  • enormer Funktionsumfang, erstklassige Soundqualität
  • spielt Internet-Radio
  • greift auf das gesamte Napster-Musikangebot zu
  • spielt Musik in verschiedenen Räumen synchron
Con
  • Stationen haben keinen Kopfhöreranschluss
  • keine Unterstützung von Podcasts
  • Desktop-Software ist eingeschränkt
  • teuer
Hersteller: Sonos Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 9,6 von 10 Punkte
Fazit:

Sonos hat das ohnehin schon geniale Sound-System fürs ganze Haus noch weiter verbessert - und jetzt eine nahezu perfekte Lösung parat, die eigene Musik sowie Webradios und Streams aus dem Netz komfortabel und qualitativ hochwertig in alle Räume verteilt.

Die Audio-Lösung von Sonos bringt Musik ins ganze Haus. Bis zu 32 Empfänger lassen sich überall verteilen, die kabellos synchron Musik abspielen – oder auch anderen Sound bringen, von Raum zu Raum, von Geschmack zu Geschmack. Gesteuert wird alles per Fernbedienung, iPhone oder Software auf dem PC – auf dem auch die Musik liegen kann. Darüber hinaus holt das System hunderte von Webradiosendern ins Haus sowie alle 6 Millionen Songs aus dem Napster-Angebot. Dieses Set bringt einen Controller sowie zwei Empfänger mit.

Beim Sonos BU150 handelt es sich um ein Paket für „Sonos-Einsteiger“. Enthalten sind ein ZonePlayer 120 (ZP120), ein ZonePlayer 90 (ZP90) sowie ein Sonos-Controller. Damit hat man alles, was man benötigt, um in zwei Zimmern beliebige Musik abspielen zu können.

In unserem Test haben wir darüber hinaus noch eine Sonos ZoneBridge 100 (BR100) eingesetzt. Sie kostet knapp 100 Euro extra und vereinfacht die Konnektivität der kabellosen Musikübertragung – mehr dazu aber später.

Mit einer Bewertung von 9,5 Punkten hat das Vorgängersystem auf CNET über fast zwei Jahre einen Rekord gehalten – so überzeugend war kaum ein Produkt, das wir jemals im Test hatten. Die neue Version setzt dem noch eins drauf – sie erhält die gigantische Bewertung von 9,6 von 10 möglichen Punkten. Und damit so viel, wie noch kein anderes Gerät zuvor.

Design

Um es gleich zu sagen: Die Optik enttäuscht uns nicht. Das Sonos-System ist ordentlich verpackt und überzeugt auf den ersten Blick. Die einzelnen ZonePlayer bringen ein ordentliches Gewicht auf die Waage, laufen komplett lautlos und sind hervorragend gearbeitet – sie wirken wie aus einem Guss. Die Boxen gehören zu den Produkten, die man gerne in der Hand hat – und die man noch lieber ansieht.

Auf der Rückseite der Player sitzen ihre Ein- und Ausgänge. Der größere Player ZP120 verfügt über einen integrierten Verstärker und kann somit direkt mit massiven Kabeln mit Lautsprechern verbunden werden. Darüber hinaus gibt es auch Cinch-Eingänge sowie einen analogen Ausgang für einen zusätzlichen Subwoofer. An die Eingänge lässt sich eine Audioquelle anschließen, etwa ein Radio, Computer oder auch ein DVD-Player. Das Signal geben dann auf Wunsch andere ZonePlayer wieder.

Die „Controller“ genannte Fernbedienung sieht unverändert aus. Die zentralen Elemente sind ein 3,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320 mal 240 Pixeln sowie ein Clickwheel zur Navigation durch Songs und Menüs, das wir von den iPods kennen. Insgesamt wirkt der Controller recht klobig. Das hat auch einen Grund – mit dem Kommentar „It’s a beast“ hat der verantwortliche Produktmanager die Fernbedienung bei einem Sonos-Redaktionsbesuch hinter sich geschleudert, ohne dass diese Aktion Spuren hinterlassen hätte. Unabhängig von der Form ist die Bedienung einfach und intuitiv: Damit kommt jeder auf Anhieb zurecht.

Ausstattung

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der ZonePlayer ZP120. Sein integrierter Stereo-Verstärker leistet 55 Watt pro Kanal. Mit den richtigen Boxen und dicken Kabeln geht der Soundgenuss sofort los. Der kleinere ZP90 ist für den Anschluss an vorhandene Stereoanlagen gedacht – etwa im Wohnzimmer, Heimkino oder Schlafzimmer.

Insgesamt arbeitet das Sonos-System mit bis zu 32 ZonePlayern, also Empfängern. Die können beliebig gemischt sein – ZP90, ZP120 oder auch die Vorgängerversionen lassen sich in das System einklinken. Die mitgelieferte Software erlaubt dabei den Zugriff auf insgesamt 16 verschiedene, eigene Quellen – etwa Macs, PCs oder NAS-Festplatten.

Ein kleiner Haken am von uns getesteten Bundle BU150 ist, dass mindestens ein ZonePlayer eine Kabelverbindung zum hauseigenen Netzwerk benötigt. Wer beim Einzug daran gedacht hat und eine Ethernet-Dose hinter seiner Stereoanlage an der Wand angebracht hat, ist fein raus. Alle anderen können, wenn sie keine Strippen ziehen möchten, auf die bereits eingangs erwähnte ZoneBridge zurück greifen. Sie verbindet den Router beziehungsweise das Heimnetzwerk kabellos mit den ZonePlayern. Für diesen Zweck setzt das System auf das hauseigene verschlüsselte SonosNet-Netzwerk. Man muss also weder sein eigenes WLAN umkonfigurieren noch dessen Konfiguration umständlich den Sonos-Playern beibringen. Eine tolle Lösung.

Sobald die Netzwerkverbindung einmal hergestellt ist, greift man zum Controller. Man wählt einen beliebigen ZonePlayer und ein beliebiges Lied aus – und sofort startet die Wiedergabe. Dabei lassen sich mehrere Player zu einer Zone verbinden, sie spielen die Musik dann synchron. Alternativ kann aber auch jeder Empfänger andere Musik ausgeben. Steuerbar ist das alles über einen oder mehrere Controller, über die Software sowie über ein Programm für iPhone und iPod Touch.

Die Musik kann in den Formaten MP3, WMA, AAC, Apple [1] Lossless, FLAC, AIFF, OGG, Audible Format 4 oder WAV vorliegen. Das DRM mancher Anbieter, etwa von Napster, wird unterstützt. Das von Apples Musikshop iTunes leider nicht.

Darüber hinaus ist auch der Zugriff auf eine gigantische Liste von Webradiosendern möglich, fein säuberlich kategorisiert und aufgelistet, und alles steuerbar über den Controller. Außerdem greift das System auf die komplette Musikdatenbank von Napster zurück. Jeder Sonos-Käufer kann das 30 Tage lang ausprobieren.

Die Einrichtung des Napster-Accounts ist beispielhaft für die Genialität und Einfachheit der Nutzerführung: Wählt man im Menü des Controllers zum ersten Mal den Napster-Unterpunkt, fragt die deutschsprachige Oberfläche, ob man bereits Napster-Kunde ist. Wer das verneint, wird nach seiner E-Mail-Adresse gefragt. Diese „tippt“ man Buchstabe für Buchstabe über das ClickWheel ein (an dieser Stelle wünscht man sich eine Fernbedienung mit Touchscreen-Display). Nach der Eingabe der Adresse ist das Setup beendet: Sofort erhält der Nutzer Zugriff auf über 6 Millionen Songs per Stream. Alle weiteren Informationen gibt es per E-Mail. Besser geht es nicht!

Auf die Napster-Songs erfolgt der Zugriff ebenfalls über den Controller. Man kann durch das gesamte Portfolio stöbern, aber auch nach Interpreten, Titel oder Albennamen suchen. Playlisten lassen sich selbst zusammenstellen, aber auch der Zugriff auf vorgeschlagene Playlisten oder Top-Listen ist möglich.

Leistung

So einfach wie die Einrichtung von Napster klappt auch die komplette Installation des Sonos-Systems. Man öffnet den Karton, nimmt den Controller in die Hand – und das war’s. Die Fernbedienung fragt den Nutzer, ob er das System bereits kennt. Verneint er diese Frage, bekommt er die Einrichtung Schritt für Schritt erklärt – und selbst absolute Technikmuffel hören die erste Musik binnen weniger Minuten. Wir haben sogar weniger als eine Minute benötigt.

Die Sonos-Software (die man nicht einmal installieren muss, wenn man nur auf das Napster-Angebot sowie auf Webradiosender zurückgreifen möchte) durchsucht alle lokalen und Netzwerkspeicher nach Musik und stellt diese sofort allen ZonePlayern zur Verfügung. Auch eine iTunes-Integration ist vorhanden – so hat man sogar Zugriff auf seine iPod-Playlisten. Auch Windows-Media-Librarys und Winamp-Playlisten (M3U) findet das Programm.

Jedem ZonePlayer lässt sich ein eigener Name zuweisen. Aus ZP120 wird dann ganz schnell Küche, aus ZP90 Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Ein expliziter Knopf namens „Zone“ auf der Fernsteuerung ermöglicht die Auswahl der aktuellen Player. Mehrere lassen sich per Knopfdruck zusammenfassen.

Es ist geradezu unglaublich, wie einfach die Installation und Bedienung dieses Systems ist. Noch dazu klingt es fantastisch. Klar, aus Musikdateien schlechter Qualität kann auch der beste Player nicht mehr herausholen, als vorhanden ist.

Das Dekodieren der Musik erfolgt in den ZonePlayern. CPU-Rechenzeit des Computers, auf dem die Sonos-Software läuft, ist nicht von Nöten.

Wer es noch nicht bemerkt hat: Wir sind begeistert! Das Sonos-System ist einfach zu bedienen, unterstützt haufenweise Dateiformate, Webradiodienste sowie Musikanbieter, und die Qualität ist hervorragend. Selbst wenn etliche Zimmer mit Musik versorgt werden sollen, ist die Einrichtung herrlich einfach. Ein Tastendruck am ZonePlayer reicht aus – und nur Sekunden später spielt die Musik. Noch dazu ist das System die perfekte Ergänzung zu Napster. Denn die Windows-Software des Streaming-Anbieters nervt, aber das Angebot ist fair und die Musikauswahl hervorragend.

Unsere Wunschliste für künftige Produktverbesserungen ist kurz. Wir würden gerne mehr als 65.000 Lieder in der Bibliothek aufnehmen und vielleicht auch auf Podcasts zugreifen. Ansonsten hätten wir gerne noch Kopfhöhrer-Buchsen an den ZonePlayern – und im Idealfall auch im Controller. Fertig.

Fazit

Konkurrenz zum Sonos-System gibt es quasi nicht. Der Hersteller ist den Mitbewerbern einfach um Längen voraus – das geht bei der Einrichtung los und hört bei der Bedienung auf. Das hier ist quasi der Apple unter den Musik-Streamern.

Dieses Bundle kommt mit allem, was man benötigt, um zwei Räume mit Sound auszustatten. In einem davon sollte eine Stereo-Anlage stehen, im anderen Lautsprecher – dann braucht man nicht mehr. Wer eine andere Konstellation zuhause hat, kommt aber eventuell günstiger, wenn er die Komponenten einzeln kauft.

Mit knapp 1000 Euro verlangt der Hersteller natürlich eine Menge Geld für eine Streaming-Lösung. Aber wer das System einmal in Betrieb genommen hat, gibt es einfach nicht mehr her – koste es, was es wolle.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39198890/sonos-bu150-music-system-perfekter-sound-im-ganzen-haus/

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[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/