Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

Zoll und andere Einfuhrabgaben

Zurück am heimatlichen Flughafen kommen möglicherweise weitere Kosten auf Sie zu – in welcher Höhe, hängt zunächst vom Warenwert ab. Wenn Sie keinen Kaufbeleg vorlegen können, schätzt der Zöllner den Wert, und das erweist sich grundsätzlich als teurer Spaß. Bewahren Sie also nach dem Kauf die Quittungen gut auf und fertigen Sie am besten Kopien an. Für all diejenigen Mitbringsel, deren Gesamtwert inklusive Sales Tax innerhalb eines bestimmten Freibetrags liegt, brauchen Sie nichts zu bezahlen. Bislang betrug dieser Freibetrag generell 175 Euro, ab 1. Dezember steigt er für Flug- und Schiffreisende auf 430 Euro sowie für Pkw- und Bahnreisende auf 300 Euro. Für alle unter 15 Jahren bleibt es bei 175 Euro. Nicht eingerechnet in den Freibetrag werden Alkohol, Tabakwaren, Kaffee, Parfüms und Medikamente, denn hierfür gibt es zusätzliche, mengenabhängige Freigrenzen.

Der Freibetrag gilt pro Person. Ist ein Gegenstand wertvoller als der Freibetrag, müssen Sie ihn komplett verzollen – und nicht nur die Differenz zum Freibetrag. Auch das Umlegen auf Mitreisende lässt der Zöllner nicht zu, wie zwei Beispiele anhand der neuen Freibeträge zeigen: Bringt ein Pärchen Souvenirs im Wert von 50, 200 und 450 Euro aus den USA mit, muss es für das 450-Euro-Teil vollständig Abgaben zahlen. 180 plus 430 Euro Freibetrag gehen flöten. Hätten die beiden hingegen Waren für 50, 200, 30 und 420 Euro gekauft, würden diese komplett unter den Freibetrag fallen, obwohl der Gesamtwert mit dem des vorherigen Beispiels identisch ist.

Sobald der Freibetrag ausgeschöpft ist, widmet sich der Zöllner den restlichen Souvenirs. Liegt ihr Gesamtwert unterhalb von 350 Euro (ab 1. Dezember: 700 Euro), fällt eine pauschale Abgabe von 13,5 Prozent an (ab 1. Dezember: 17,5 Prozent). Andernfalls werden auf den Warenwert nacheinander Zoll, Verbrauchssteuer und Einfuhr-Umsatzsteuer aufgeschlagen. Die Höhe des Zolls hängt von der Produktkategorie ab. Bei Audio-CDs, Film-DVDs und Blu-ray-Discs kassiert Vater Staat beispielsweise 3,5 Prozent, bei MP3-Playern je nach Ausstattung 2 oder 4,5 Prozent und bei DVD-Playern üppige 13,9 Prozent. Für Handys, Notebooks, Digicams und Spielekonsolen gilt ein angenehm schlanker Zollsatz von 0 Prozent. Auf der Zoll-Website finden Sie Angaben zu weiteren Elektrogeräten und eine schwer durchschaubare Datenbank für Produkte aller Art. Die EU bietet eine ähnliche, etwas besser zugängliche Datenbank.

Die beiden weiteren Abgaben sind einfacher zu ermitteln: Verbrauchssteuern fallen nur bei Gütern wie Tabak, Alkohol und Kaffee an. Die Einfuhr-Umsatzsteuer entspricht der deutschen Umsatzsteuer, beträgt also zum Beispiel bei Büchern 7 und bei den meisten anderen Waren 19 Prozent.

Zoll: Import-Berechnung
Teuer und kompliziert: Ab einer gewissen Summe werden auf den Warenwert, hier Zollwert genannt, nacheinander Zoll, Verbrauchssteuer und Einfuhr-Umsatzsteuer aufgeschlagen. Grafik: Bundesministerium der Finanzen

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

  • Am 21. November 2008 um 17:28 von www.1001webshops.com

    online vergleichen: USA vs DE
    Bitte gehe ach nach http://www.1001webshops.com. Dort giebts es eine USA und DE Seite um schnell und einfach Hardware UND Preize zu vergleichen.

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