Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

Warum das 1299-Dollar-Macbook plötzlich über 1300 Euro kostet

Die diversen Abgaben ergeben ein ordentliches Sümmchen, wie das Beispiel des Macbooks zeigt: Bei einem Kauf in New York City steigt der Warenpreis von 1299 auf 1408 Dollar, 8,375 Prozent Sales Tax lassen grüßen. Der Zöllner rechnet diesen Betrag in Euro um, und zwar anhand eines monatlich festgelegten Wechselkurses, der vom Tageskurs nach oben oder unten abweichen kann. Im November 2008 entspricht 1 Euro 1,2843 Dollar, das 1408-Dollar-Notebook ist also umgerechnet 1096 Euro wert. Zoll und Verbrauchssteuer fallen bei einem Notebook nicht an, wohl aber die Einfuhr-Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent oder 208 Euro. Unterm Strich kostet das Macbook 1304 Euro – über 100 Euro mehr als im deutschen Apple-Store und über 150 Euro mehr als beim günstigsten deutschen Versandhändler.

Besser sieht die Rechnung bei einer Playstation 3 aus. Das 80-Gigabyte-Modell ist in den USA für 400 Dollar erhältlich. Inklusive New Yorker Sales Tax liegt der Kaufpreis bei umgerechnet 338 Euro und damit innerhalb des neuen Zoll-Freibetrags. Es entstehen keine weiteren Kosten. Gegenüber den günstigsten deutschen Versandhändlern sparen Sie sich so 40 bis 50 Euro. Tendenziell gilt: Einkaufen vor Ort in den USA lohnt sich nur solange, bis Sie den Freibetrag ausgeschöpft haben. DVDs, Spiele, Handys oder MP3-Player sind gute Kandidaten. Bei höherpreisigen Produkten muss es sich schon um absolute Schnäppchen handeln, damit sich der Kauf trotz der Abgabenflut rechnet.

Playstation 3
Wer die Playstation 3 in den USA kauft, spart bis zu 50 Euro. Allerdings gibt das Gerät nur DVDs und Blu-ray-Discs mit US-Regionalcode wieder (Bild: Sony).

Einkäufe als Paket nach Hause schicken

Wenn Sie mit Ihren Einkäufen den Freibetrag sprengen, können Sie sich einen Teil der Waren als Paket nach Hause schicken. Da es sich um eine private Geschenksendung handelt, genießen Sie wiederum einen Freibetrag, allerdings nur in Höhe von 45 Euro. Es zählt der Warenwert inklusive Sales Tax, aber ohne Versandkosten. Packen Sie zum Beispiel drei DVD-Boxen im Wert von 20, 30 und 50 Euro ins Paket, fallen für die 20- und für die 50-Euro-Box Abgaben an. Solange der Gesamtwert der Sendung unter 350 Euro (ab 1. Dezember: 700 Euro) bleibt, zahlen Sie eine pauschale Abgabe von 13,5 Prozent (ab 1.12.: 17,5%), andernfalls Zoll, Verbrauchs- und Einfuhr-Umsatzsteuer, genau wie bei Waren im Reisegepäck.

Sollte der Zöllner Ihr Paket jedoch wider Erwarten als kommerziell statt als private Geschenksendung einstufen, ergeben sich unangenehme Änderungen schon bei einem Gesamt-Warenwert über 22 Euro: Die Möglichkeit der Pauschalabgabe entfällt, und Sie müssen auch auf die Versandkosten Abgaben zahlen. Als kommerziell könnte das Paket zum Beispiel gelten, wenn es nicht als Geschenksendung deklariert war oder wenn Sie sich mehrere Pakete gleichzeitig zugeschickt haben. Deutlich höhere Kosten sind die Folge, wie eine Beispielrechnung zeigt: Enthält ein Paket einen Blu-ray-Player im Wert von 490 Euro und kostet 10 Euro Versand, zahlen Sie auf den Paketwert von 500 Euro 13,9 Prozent oder 69,50 Euro Zoll. Auf die Summe in Höhe von 569,50 Euro fallen 19 Prozent Einfuhr-Umsatzsteuer an, also 108,21 Euro. Insgesamt schlägt das Gerät am Ende mit stolzen 678 Euro zu Buche. Die Pauschalabgabe hätte Sie nur 17,5 Prozent des Paketwerts von 490 Euro gekostet, also 85,75 Euro. Das ergäbe inklusive Versandkosten einen Gerätepreis von nur 586 Euro.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

  • Am 21. November 2008 um 17:28 von www.1001webshops.com

    online vergleichen: USA vs DE
    Bitte gehe ach nach http://www.1001webshops.com. Dort giebts es eine USA und DE Seite um schnell und einfach Hardware UND Preize zu vergleichen.

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