Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

Die Höhe der Einfuhrabgabe richtet sich nach dem Warenwert der Sendung: Beträgt er ohne Versandkosten weniger als 22 Euro, zahlen Sie keine Abgaben. Andernfalls kommen zu Warenwert und Versandkosten nacheinander Zoll, Verbrauchssteuer und Einfuhr-Umsatzsteuer hinzu. Ab 1. Dezember wird der Grenzwort gesplittet: Bis 150 Euro fällt dann kein Zoll mehr an, bis 22 Euro keine Steuer. Bei einem Paket mit einem MP3-Player im Wert von 175 Euro, einer Blu-ray-Disc im Wert von 25 Euro und Versandkosten in Höhe von 10 Euro ergibt sich folgende Rechnung: Für den MP3-Player zahlen Sie 2 Prozent oder 3,50 Euro Zoll. Auf die Summe in Höhe von 178,50 Euro fallen keine Verbrauchssteuern, aber 19 Prozent Einfuhr-Umsatzsteuer an, also 33,92 Euro. Insgesamt kostet Sie der MP3-Player somit rund 212 Euro. Analog dazu wächst der Preis für die Blu-ray-Disc dank 3,5 Prozent Zoll und 19 Prozent Einfuhr-Umsatzsteuer auf knapp 31 Euro an. Die Versandkosten vermehren sich zu 12,32 Euro – enthält ein Paket Produkte mit unterschiedlichen Zollsätzen, wird auf die Versandkosten in der Regel der höchste Zollsatz angewandt, im Beispiel also 3,5 Prozent.

Netzspannungen, Regionalcodes und andere Spielverderber

Bevor Sie in den USA technische Geräte kaufen, sollten Sie mögliche Inkompatibilitäten berücksichtigen. Bei der Beschriftung amerikanischer Tastaturen sind Y und Z vertauscht, Tasten für die deutschen Umlaute fehlen. Im Stromnetz herrscht hierzulande eine Netzspannung von 230 Volt, die Netzfrequenz beträgt 50 Hertz. In den USA sind 120 Volt und 60 Hertz üblich. Ein Blick aufs Netzteil oder ins Handbuch Ihres Wunschgeräts verrät Ihnen, ob es mit beiden Varianten zurechtkommt. Falls nicht, benötigen Sie einen Transformator. Auch die Netzstecker in den beiden Ländern unterscheiden sich: In den USA sind Typ A und B gebräuchlich, in Deutschland der Eurostecker Typ C und der Schuko Typ F. Ein Adapter verbindet die beiden Welten.

Handys sollten Sie nur dann in den USA kaufen, wenn sie GSM-Quadband-fähig sind, also neben den amerikanischen Frequenzbändern 850 und 1900 MHz auch die europäischen Bänder 900 und 1800 MHz unterstützen. Der UMTS-Chip muss, sofern vorhanden, mindestens das Downlink-Band 2100 MHz bedienen, um in Europa von Nutzen zu sein. Viele aktuelle Top-Modelle erfüllen diese Voraussetzungen, zum Beispiel das Apple iPhone 3G, HTC Touch HD und Sony Ericsson X1 Xperia. Und natürlich sollten die Geräte entsperrt sein, damit sie mit jeder SIM-Karte funktionieren. Das iPhone 3G muss hier passen – es ist nur über Umwege zum Laufen zu kriegen.

Sony Ericsson Xperia X1
Sony Ericssons X1 Xperia unterstützt vier GSM- und fünf UMTS-Frequenzbänder – und ist damit für einen Kauf in den USA prädestiniert (Bild: Sony Ericsson).

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

  • Am 21. November 2008 um 17:28 von www.1001webshops.com

    online vergleichen: USA vs DE
    Bitte gehe ach nach http://www.1001webshops.com. Dort giebts es eine USA und DE Seite um schnell und einfach Hardware UND Preize zu vergleichen.

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