Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

Aufnahmen mit US-Camcordern flimmern hierzulande bei gewissen künstlichen Beleuchtungen stark, denn die Geräte sind auf das amerikanische 60-Hertz-Stromnetz abgestimmt. Nur einige teurere Modelle lassen sich auf einen 50-Hertz-Betrieb umstellen. Bei Fernsehern aus den USA fehlen in der Regel der Videotext-Decoder und die Scart-Anschlüsse, die in Europa lange Zeit Standard waren. Auch verfügen nur die wenigsten Modelle über einen PAL-Tuner – das ist schlecht, weil analoges Fernsehen hierzulande noch weit verbreitet ist.

Dass Filme auf amerikanischen DVDs im NTSC-Format vorliegen, bereitet den meisten neueren europäischen Fernsehern hingegen keine Probleme. Im Zweifelsfall können DVD-Player NTSC-DVDs ohnehin im PAL-60-Format wiedergeben. Als größeres Hindernis erweisen sich die Regionalcodes der Discs: Amerikanische DVDs mit dem Code 1 lassen sich nicht auf europäischen Playern mit Code 2 abspielen – außer, der DVD-Player ist Multi-Region-fähig, auch codefree genannt. DVDcompare.net und die Online-Filmdatenbank listen die Regionalcodes vieler DVDs auf. Rund ein Drittel aller Blu-ray-Discs enthält ebenfalls Regionalcodes. Welche betroffen sind, verrät die Datenbank Blu-ray Region Code Info. Auch die meisten Konsolenspiele verfügen über einen Regionalcode, nicht jedoch die Spiele der Playstation 3. Allerdings verbinden sich auch hier manche Online-Spiele nur mit US-Servern.

Nie ohne weltweite Garantie

Im Schadensfall kann der vormalige Schnäppchenkauf zum Riesenreinfall mutieren. Informieren Sie sich deshalb vor dem Kauf des Wunschgeräts, ob der Hersteller eine weltweite Garantie gewährt. Überprüfen Sie dazu die Aussagen auf der amerikanischen und auf der deutschen Website des Herstellers. Entscheidend ist, dass Sie sich im Garantiefall auch an die deutsche Niederlassung wenden dürfen. Andernfalls müssten Sie das Gerät zurück in die USA schicken, möglicherweise auf eigene Kosten. Das ist teuer, mühsam und langwierig. Zu allem Übel könnte die Zollstelle bei der Wiedereinfuhr erneut Abgaben berechnen. Sie hätten dann den Nachweis zu erbringen, dass der Versand wegen einer kostenlosen Garantiereparatur erfolgte.

Fazit

Vermeintliche Hardware-Schnäppchen entpuppen sich nach genauer Recherche leider als doch gar nicht so günstig – und teilweise teurer als hierzulande. Das gilt vor allem für hochpreisiges Equipment wie Notebooks oder Fernseher, bei denen noch zusätzliche Schwierigkeiten wie Norm-Unterschiede oder unterschiedliche Tastaturen den Spaß rauben.

Wer in Versuchung kommt, am Zoll Geld zu sparen, geht zudem ein hohes Risiko ein – denn die Grenzhüter verstehen dabei nur wenig Spaß und kennen alle Tricks und Ausreden.

Der Import lohnt sich lediglich bei günstigeren Komponenten wie MP3-Playern oder Medien wie Spielen und Filmen auf DVD oder Blu-ray-Disc. Aber auch hier gilt: Besser zweimal hinsehen, ob die Kompatibilität auch gewährleistet ist.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Hardware-Shopping in den USA: der ultimative Import-Guide

  • Am 21. November 2008 um 17:28 von www.1001webshops.com

    online vergleichen: USA vs DE
    Bitte gehe ach nach http://www.1001webshops.com. Dort giebts es eine USA und DE Seite um schnell und einfach Hardware UND Preize zu vergleichen.

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