Übersicht: Full-HD-Camcorder mit HDD oder Flash-Speicher für 1080p-Videos im Vergleich

Über dem Sensor befindet sich eine sogenannter Bayer-Maske. Sie besteht aus Zeilen mit abwechselnd rot-grünen sowie blau-grünen Filtern und sitzt direkt über dem lichtempfindlichen Chip. Grün tritt doppelt so häufig auf, weil das menschliche Auge diese Farbe stärker wahrnimmt. Aus den gewonnenen Farbinformationen setzt die Elektronik schließlich die bunten Pixel zusammen.

Bayer-Maske
Die Bayer-Maske filtert das Licht abwechselnd nach den Farben Rot, Grün und Blau.

Eine alternative Technik, die im Profibereich in praktisch allen und im Amateurbereich in einigen Camcordern Verwendung findet, setzt drei Sensoren ein. Dabei teilt ein Prisma das einfallende Licht in Blau, Rot und Grün und lenkt diese auf unterschiedliche CMOS- oder CCD-Chips. Ein großer Vorteil ist hier die erhöhte Lichtempfindlichkeit, denn die Bayer-Maske absorbiert rund zwei Drittel der einfallenden Strahlung. Der Einsatz von drei Sensoren macht den Filter überflüssig.

Ein weiteres Kriterium besteht in der Dimensionierung der eingesetzten Sensoren. Je größer, desto lichtempfindlicher sind sie. Daraus folgern niedrigere Belichtungszeiten und damit automatisch schärfere Bilder und eine bessere Aufnahmequalität bei schlechten Lichtverhältnissen.

Datenspeicherung

Die meisten aktuellen Camcorder zeichnen entweder auf Festplatte oder auf Flash-Speicher auf. Manche Camcorder nehmen auf integrierten Speicher auf, andere auf Speicherkarten. Videokameras mit integriertem DVD- oder Blu-ray-Brenner konnten sich nie wirklich etablieren, da sie zu groß und unhandlich waren. Die niedrigen Preise für Speicherkarten taten ihr Übriges.

Der Vorteil von Festplattencamcordern liegt in der deutlich höheren Kapazität. Bis zu 120 GByte fassen die mechanischen Laufwerke, beispielsweise im Canon HG21, im JVC HD40EX und im SR12 von Sony. Doch in der Bauweise besteht auch der Nachteil: Ein heftiger Stoß, während die Festplatte läuft, und sie ist im Eimer. Ärgerlich, denn alle Angebervideos aus Gran Canaria sind weg. Ein eigenständiges Austauschen ist außerdem praktisch nicht möglich, und es bleibt nur der Gang zum Service.

Flash-Speicher dagegen kommen ohne bewegliche Teile aus und überstehen so härtere Einsätze als ihre mechanischen Kollegen. Die größte Kapazität bietet der Canon HF11 mit 32 GByte. Praktischer sind Speicherkarten: Sie lassen sich auswechseln, wenn auf der Safari ein Rudel Löwen eine Elefantenherde angreift und plötzlich kein Platz mehr zur Verfügung steht. Eine SDHC-Karte mit 16 GByte Kapazität beispielsweise kostet nur noch knapp 30 Euro und fasst rund zwei Stunden Video in Full-HD-Auflösung.

Bildstabilisatoren

Alle hier aufgeführten Full-HD-Camcorder verfügen mindestens über einen zehnfachen optischen Zoom. Je größer die Zoomstufe, desto drastischer wirken sich kleine Wackler auf die Qualität aus. Hier kommt der Bildstabilisator zum Einsatz. Zumindest einen digitalen Verwacklungsschutz bietet jeder dieser Camcorder. Eine Möglichkeit besteht dabei in der Erhöhung der Sensorempfindlichkeit, so dass kürzere Belichtungszeiten ausreichen. Bei höherer Lichtempfindlichkeit verstärkt sich jedoch auch das Rauschen in der Aufnahme. Die aufwändigere Variante arbeitet mit einem Drehratensensor, der die Bewegungen des Geräts selbst misst und schließlich aus den Bildern herausrechnet. Doch beide Verfahren haben keine Chance gegen optischen Stabilisatoren. Diese verschieben den Sensor unter dem Bildkreis und wirken so Verwacklungen entgegen.

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