Warum Vista nervt und was bei Windows 7 besser wird

Beispiel 3: Programme und Fenster

Vista und auch seine Vorgänger bieten zahlreiche Möglichkeiten, ein Programm zu starten: in der Hauptebene des Startmenüs oder im Zweig „Alle Programme“, über eine Verknüpfung auf dem Desktop, mit der Schnellstartleiste und direkt im Explorer. Nun ist Flexibilität an sich nichts Schlechtes, im Gegenteil. Doch leider nisten sich nicht alle Programme an den gleichen Stellen ein. Manche fragen bei der Installation nach, wo sie Verknüpfungen einrichten sollen, andere verlinken sich von Haus aus nur ins Startmenü. Dort sind sie dann in einem Order zu finden, der entweder den Programmnamen trägt oder den weniger aussagekräftigen Herstellernamen. Oder sie verzichten auf einen eigenen Ordner und erscheinen oberhalb der anderen Einträge, wie insbesondere einige Microsoft-Produkte. In der klassischen Startmenü-Ansicht trägt noch die Einstellung „Persönlich angepasste Menüs verwenden“ zur Verwirrung bei, indem sie selten genutzte Anwendungen einfach ausblendet (und damit in die Versenkung schickt).

Erfahrene Anwender haben sich an diesen Wirrwarr scheinbar gewöhnt – doch spätestens, wenn einige Dutzend Programme das System bevölkern, ertappt sich jeder bei der Frage: Wo steckt eigentlich dieses praktische Foto-Tool, wie hieß noch mal der Hersteller? Unübersichtlich gestaltet sich die Lage auch, wenn sehr viele Anwendungen gleichzeitig laufen: Die Fenster machen sich in der Taskleiste stur von links nach rechts mit Einträgen breit. Früher geöffnete Programme finden sich somit weiter links, eine Umsortierung ist nicht möglich. Wer unter Windows ein Programm verwenden will, muss in Gedanken also folgende Fragen durchspielen: Ist das Programm bereits geöffnet? Wenn ja, dann finde ich es irgendwo in der Taskleiste. Wenn nein, dann muss ich in der Schnellstartleiste, im Startmenü, auf dem Desktop oder direkt im Explorer danach suchen.

Wie es einfacher geht, zeigt das Beispiel Mac OS X. Alle Programme sitzen im gleichnamigen Ordner, der über das Explorer-Pendant Finder mit einem einzigen Klick erreichbar ist. Jedes Programm verfügt über genau einen Eintrag, auch wenn sich dahinter auf Ebene des Dateisystems mehrere einzelne Ordner und Dateien verbergen mögen. Häufig genutzte Programme lassen sich als Symbol im Dock platzieren, das eine Mischung aus Schnellstart- und Taskleiste darstellt. Startet ein Programm, erhält sein Symbol im Dock eine kleine Markierung. Wer also ein Programm verwenden will, klickt schlicht auf dessen Stammplatz im Dock – ob es bereits läuft oder nicht, spielt keine Rolle. Programme ohne Dock-Symbol lassen sich über den Finder starten und fügen sich rechts ans Dock an, solange sie geöffnet sind.

Mac-Dock Auf dem Mac-Dock hat jedes wichtige Programm seinen Stammplatz, unabhängig davon, ob es gerade läuft oder nicht (Screenshot: Apple).

Windows 7 orientiert sich kräftig am Dock-Konzept. Die Taskleiste ist verschwunden, die Schnellstartleiste nennt sich fortan Superbar und dient nun zusätzlich zum Wechseln zwischen Programmen. Auf der Superbar prangen große Symbole, die bei aktiven Programmen beleuchtet werden. Welche Programme in die Superbar gehören, entscheidet allein der Anwender – die Hersteller dürfen dort nichts installieren. Die Symbole lassen sich beliebig auf der Superbar anordnen. Bewegen Sie die Maus über ein Symbol, erscheinen darüber Miniaturen der geöffneten Fenster. Das war auch bei Vistas Taskleiste schon so, doch Microsoft hat diese Funktion intelligent ausgebaut: Wenn die Maus kurz auf einer Miniatur verharrt, drängt sich das zugehörige Fenster in den Vordergrund, die übrigen verwandeln sich in Glassilhouetten. Ein Klick genügt, um das Fenster zu aktivieren oder zu schließen.

Superbar in Windows 7 Die Superbar tickt wie Apples Dock – und erlaubt zusätzlich einen komfortablen Wechsel zwischen den verschiedenen Fenstern eines geöffneten Programms.

Neben den Fenstern zeigt Windows 7, zumindest im Falle des Internet-Explorers, auch offene Tabs als Miniaturen an – bei sehr vielen Tabs könnte das der Übersicht eher schaden als nützen. Dass die Hersteller unterhalb der Miniatur noch zusätzliche Schaltflächen für ihr Programm einbauen dürfen, ist womöglich auch zu viel des Guten. Nützlich wirkt das Menü, das beim Rechtsklick auf ein Symbol erscheint: Diese „Jump List“ beschleunigt den Zugriff auf wichtige Aufgaben oder Dateien. Eine Textverarbeitung kann zum Beispiel die zuletzt bearbeiteten Dokumente auflisten.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Warum Vista nervt und was bei Windows 7 besser wird

  • Am 30. Dezember 2008 um 09:09 von Gustel

    Sehr verwirrend
    Hallo, ich fange mal mit Beispiel 5 (Produktaktivierung) an:
    MAC OSX hat keinen Kopierschutz, weil es nur auf Apple-Rechnern läuft.
    Beispiel 3 (Programme und Fenster):
    Das neue Windows 7 System gefällt mir. Aber der Teil, dass die Programmverknüpfungen was weiß ich wohin erstellt werden ist ja wie gesagt der jeweilige Entwickler Schuld.
    Beispiel 1 + 2 (UAC + Sprechblasen):
    Nervig ja. Entschärfung ist mit Windows 7 ja in Sicht. Nur ich denke mir, dass Microsoft auch an "Otto Normalverbraucher" denkt. Früher hat sich jeder als Administrator angemeldet und konnte tun und kaputt machen was er wollte.
    OSX und z.B. Ubuntu fragt auch immer nach dem Root-Passwort bei Änderungen usw.

    Ansonsten ein guter Artikel.

    MfG

    Gustel

  • Am 17. April 2009 um 01:30 von LKV

    Weltverbesserer……
    Offen gesprochen kann ich eigentlich über die genannten Verbesserungen nur grinsen. Was sollen das denn für Verbesserungen sein ?
    Man könnte glauben der durchnittliche Anwänder hätte nichts besseres zu tun als täglich an seinem System zu basteln, ständig neue Programme zu installieren und Vista tagtäglich herauszufordern.
    Wenn dem so ist, dann ist mir klar das man schnell von den Eingriffen seitens Vista genervt ist. Bei uns laufen seit Vista Einführung ca 20 Rechner, alle samt ordentlich eingerichtet und alle Programme so organisiert das man perfekt arbeiten kann.
    Wir kennen also diese fadenscheinigen Probleme nicht !

    Ist es nicht eher ein typisches Problem unserer Zeit, alles soll schneller, schöner und leichter gehen ? Alle zwei Monate gibt es in allen Bereichen der EDV neue Hardware die immer besser sein soll als das voran gegangene Produkt und meist sind die Kinderkrankheiten des Vorgängers noch nicht beseitigt da rühmen sich die Hersteller schon mit neuen Produkten. Wäre es nicht sinnvoller mehr Zeit in die Entwicklung zu stecken und dafür die Intervalle für Neuerungen mal runterzuschrauben ?
    Wer braucht schon alle zwei Monate eine neue Grafikkarte bzw. alle zwei Jahre ein neues Betriebssystem………?
    Gerade hat man sich eingearbeitet gibt es schon wieder ein neues Modell.
    Wir mutieren immer mehr zu Menschen die mit halbfertigen Produkten sich abfinden und immer weniger auf Qualität achten, weil wir ja auch immer weniger bezahlen wollen !
    Wundert sich da wirklich noch jemand, warum es unserer Wirtschaft so schlecht geht ? Kauft nur weiterhin die halbfertigen billigen Versprechen aber wundert euch nicht wenn wir uns alle damit zu Grunde wirtschaften.

    MfG

    LKV

  • Am 27. Mai 2009 um 23:53 von Kevin

    ^^
    Hallo,LKV. Im Prinzip hast du ja schon Recht und ich finde auch Vista super aber Windows 7 ist noch besser es hat bessere Performance und man findet sich besser zurecht. Ich würde dir mal raten die RC auf einen Rechner zu installieren und es auszuprobieren. Klar dein Unternehmen muss ja nicht auf Windows 7 umsteigen ihr habt ja Vista aber du könntest es dir trotzdem mal ansehen. Es lohnt sich 😉 P.S: für XP Nutzer ist Windows 7 ein Musthave also schnell umsteigen!

  • Am 11. Januar 2010 um 01:26 von Ich

    Mac Mac Mac
    Habs erst jetzt gelesen

    Für den Verfasser muss alles so sein wie beim Mac.
    Dann erst ist Windows gut.

    Auf solche abwertenden Beiträge kann man VERZICHTEN.
    Davon gibts schon zu viele im Netz. Bitte löschen, damit das
    nicht noch mehr lesen.

    *Kopfschüttel*

  • Am 31. Januar 2010 um 19:19 von mike


    Ich hab auch Vista,kriege aber bald ein Windows 7 update kostenlos vom Hersteller des Computers.
    Trotz der Tatsache,das ich Vista erst seit gut einem Monat besitze,und eigtl. nur Grundanwendungen wie Internet,Spiele ect. nutze finde ich Vista schon an einigen Stellen in diesem Bericht wieder,was wie ich finde eine deutliche Sprache spricht.

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