Vorne links befinden sich ein Schalter für den Autofokus-Modus, Tasten für Klappblitz und Belichtungskorrektur sowie Anschlüsse für ein Fernauslöse- und ein Blitzsynchronisationskabel. Zwischen dem Griff und dem Objektiv verbirgt sich eine frei belegbare Taste. Sie liegt direkt unter dem Ringfinger der rechten Hand. Unsere Lieblingsfunktion ist der virtuelle Horizont, der den Wert der Belichtungskorrektur verwendet, um die Abweichung von der Horizontalen anzuzeigen. Auch der etwas höher sitzenden Abblendtaste lässt sich eine beliebige Funktion zuweisen.

Eines der hervorstechendsten Merkmale des Designs der D700 – und aller anderen Nikon-Kameras ab der Mittelklasse aufwärts – ist die Verwendung von Schaltern, um den Messmodus (1,5-Prozent-Spotmessung, mittenbetonte Messung, evaluativ) und die AF-Messfeldsteuerung (Einzelfeldsteuerung, dynamische und automatische Messfeldsteuerung) direkt anzuwählen. Anschließend ermöglicht es der Achtwege-Multiselektor, den Fokuspunkt im Sucher auszuwählen. Dabei kommt immer noch die gleiche, praktische Navigationssteuerung wie bei der D3 zum Einsatz. Der Schalter selbst dient zudem auch dazu, durch Fotos und Informationsbildschirme bei der Wiedergabe zu scrollen. Allerdings ist er bei schnellen Bewegungen etwas zu unpräzise. Insgesamt erscheint das aber nach wie vor besser als die Alternativen der Konkurrenz.

Andere Bedienelemente auf der Rückseite umfassen separate AF-Aktivierung und AF/AE-Lock sowie das übliche Sortiment für Wiedergabe, Löschen, Info, Menü und so weiter. Wie üblich bei Nikon-DSLRs sind auch bei der D700 zwei gleichzeitige Tastendrücke zum Formatieren (Löschen plus Modus) und Zurücksetzen (Qualität und Belichtungskorrektur) erforderlich.

Funktionsumfang

Wie die D3 und die D300 bietet auch die D700 jede Menge Funktionen zur benutzerspezifischen Anpassung. Es stehen zwei Speicherplatzreihen für benutzerspezifische Einstellungen zur Verfügung, von denen jede vier Plätze hat, sowie eine frei konfigurierbare Menüseite. Wie bei der D300 gibt es bei der dynamischen Messfeldsteuerung die Wahl zwischen 9, 21 oder 51 AF-Messfeldern sowie 51-Punkt-3D-Tracking. Wie bei der D300 auch sind diese Optionen aber unglücklicherweise tief in den Menüs vergraben. Wir finden auch die Möglichkeit praktisch, die Größe des Messfelds bei mittenbetonter Messung zu wählen. Die zahlreichen anderen Optionen würden den Rahmen dieses Testberichts sprengen: Weitere Details bietet ein Prospekt auf der Website von Nikon.

Die 5D Mark II mit ihrem Videoaufnahmemodus und dem hochauflösenden 21-Megapixel-Sensor stellt den 12-Megapixel-CMOS-Sensor der D700 mit seiner relativ niedrigen Auflösung in den Schatten. Es handelt sich übrigens um den gleichen Chip wie bei der D3. Wie ihre Nikon-Geschwister ist die D700 besonders gut für HDR-Anwendungen geeignet. Es gibt Optionen für Belichtungsreihen mit bis zu neun Aufnahmen bei 5 LW in Drittel-, halben oder ganzen Schritten. Darüber hinaus sind die neuen Picture-Controls zum Justieren und Speichern von Kontrast, Helligkeit, Schärfe, Sättigung und Farbe bemerkenswert. Auch Active D-Lighting, Vignettensteuerung sowie eine eher ärgerliche Option für Mehrfachbelichtungen sind vorhanden. Letztere setzt sich nach jedem Stapel auf Off zurück – einen Gang ins Menüsystem ist erforderlich, um sie wieder einzuschalten. Für 12- oder 14-Bit-RAW-Dateien stehen die Einstellungen verlustbehaftete beziehungsweise verlustlose Kompression und unkomprimiert zur Verfügung. Wie die D3 hat die D700 eine DX-Format-Automatik für die reibungslose Zusammenarbeit mit DX-Objektiven.

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