Performance

Für alle, die nicht die Geschwindigkeit professioneller Sportaufnahmen benötigen, ist die D700 ausreichend schnell. Ihre Performance liegt nur knapp unter jener der D3. Vom Einschalten bis zur ersten Aufnahme braucht sie weniger als 0,2 Sekunden. Bei gutem Licht benötigt sie zum automatischen Fokussieren und Aufnehmen 0,3, bei schlechten Lichtverhältnissen 0,6 Sekunden. Nach der D3 stellt das die klassenbeste Leistung dar.

Wie bei der D300 dauern zwei aufeinander folgende Aufnahmen etwa 0,5 Sekunden. Mit einer Bildrate von 4,9 fps bei Serienaufnahmen hinkt die D700 allerdings der Konkurrenz hinterher. Für die meisten Situationen genügt das allerdings locker. Bei Bedarf lässt sich die Bildrate durch den MB-D10-Batteriegriff auf angegebene, D3-ähnliche 8 fps steigern. Der Griff ist übrigens zu viel Zubehör kompatibel, das auch für die D300 passt.

Darüber hinaus leistet die D700 mit demselben AF-System wie die D300 eine schnelle und akkurate Fokussierung selbst bei wenig Licht. Der Sucher dagegen ist enttäuschend. Er deckt nur 95 Prozent der Szene ab. Das erscheint merkwürdig, da doch die D3 und die D300 beide 100 Prozent der Szene zeigen. Bei der D700 fehlen auch die Einstellmattscheiben, die viele ihrer Konkurrentinnen mitbringen.

Bildqualität

Es überrascht nicht, dass die D700 eine tolle Fotoqualität liefert. Mit einem wirklich guten Objektiv gelingen die Fotos außerordentlich scharf. Die Kamera bietet eine ausgezeichnete Belichtung und einen hohen Dynamikbereich. Sowohl dem visuellen Eindruck nach wie auch zahlenmäßig bietet sie eine erstklassige Farbgenauigkeit. Allerdings kommt der automatische Weißabgleich bei Kunstlicht ins Straucheln. Die D700 hat ein ausgezeichnetes Rauschprofil: Fotos weisen bis circa ISO 6400 keine Verschlechterung auf. Sie bleiben je nach Motiv bei ISO 6400 und ISO 12.800 noch absolut brauchbar. Bei ISO 25.600 fallen sie noch nicht so schlecht aus wie mit der Canon EOS 50D bei gleicher Empfindlichkeit. Doch trotzdem bleibt das eher eine Option für den Notfall.

Die einzige bedeutende Schwäche der Nikon D700 ist ihre Auflösung. Für Anhänger des Druckens ohne Skalierung hat der größte Ausdruck, der sich mit einer Auflösung von 300 dpi aus ihren 12-Megapixel-Dateien erzielen lässt, das Format 36 mal 23,8 Zentimeter. Für einen Abzug im Format 40,6 mal 28 Zentimeter sind 15,8 Megapixel erforderlich, auch wenn beispielsweise Epson-Drucker dieses Format mit 240 dpi erzielen können. In dieser Auflösungsklasse ist ihr wichtigster Konkurrent die ältere und jetzt ziemlich günstige Canon EOS 5D. Sie ist jedoch so alt, dass keine vergleichsfähigen Leistungsdaten vorliegen. Obwohl sie nicht mehr in der offiziellen Canon-Produktreihe auftaucht, ist sie auf dem Markt immer noch erhältlich.

Fazit

Im Vergleich zur 5D hat die D700 einen größeren Belichtungsspielraum, ein besseres AF-System und eine modernere Funktionsausstattung. Andererseits verfügt Canon über ein umfassenderes Objektivprogramm für Vollformatkameras, das auch mehr Optionen im mittelpreisigen Segment bietet. Für alle, die Videos aufnehmen möchten, ist die Auswahl im Vollformatbereich natürlich auf die 5D Mark II begrenzt. Ansonsten ist die D700 aber eine tolle DSLR für Profis und ambitionierte Amateure.

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