Mobile Vielschreiber freuen sich über die QWERTY-Tastatur (hierzulande wird es sicherlich eine QWERTZ-Ausführung geben), die sich ausziehen lässt – der Pre ist also quasi ein Slider-Handy. Die Tastatur erinnert stark an die des aktuellen Palm Treo Pro, allerdings scheinen die Knöpfe ein bisschen kleiner zu sein. Immerhin ist der Abstand zwischen den Tasten ordentlich – so trifft man auch die kleinen Buttons recht zuverlässig.

Wer sich den Palm Pre aus der Ferne ansieht, bemerkt schnell, dass die Entwickler viel Zeit und Gehirnschmalz in das Design investiert haben. Die Hardware fühlt sich solide und hochwertig an – nicht so plastikmäßig wie der Palm Centro. Schiebt man den Pre auseinander, sieht man eine leicht gebogene Form – das macht es einfacher, ihn beim Tippen oder Telefonieren zu halten. Auch der Touchscreen macht einen hervorragenden und angenehm empfindlichen Eindruck. Und hey, man kann im Browser mit zwei Fingern zoomen wie beim iPhone!

Internet

Apropos Internet: Der Browser überzeugt. Er rendert Webseiten so, wie man sie auch auf dem Computer erwartet – und wie es beispielsweise beim iPhone funktioniert. Auf unsere Frage nach Flash-Unterstützung kam von Palm nur ein lapidares „kein Kommentar“ – nun gut, das heißt alles und nichts.

Immerhin wissen wir bereits, dass es eine Art App Store für den Palm Pre geben wird, wie auch ein Software Development Kit (SDK) für Programmierer. Bei der offiziellen Vorstellung des Smartphones erwähnten Sprecher von Palm, dass die Entwickler des WebOS Programmierer „von außerhalb“ im Hinterkopf hätten – und auf Standards wie HMTL, CSS oder Javascript setzten. Kenntnisse in diesen Bereichen sollen schon ausreichen, um einfache Anwendungen für den Palm Pre herzustellen.

Die Verbindung ins Netz baut der getestete Pre über das amerikanische UMTS-Derivat auf. Vermutlich wird die lokalisierte Version dann auch auf UMTS oder gar HSDPA setzen, doch offiziell bestätigen wollte Palm das bislang nicht. Dazu gibt es WLAN nach 802.11 b und g sowie Bluetooth 2.1 mit Enhanced Data Rate (EDR).

Multimedia

Selbstverständlich verfügt der Pre auch über eine Kamera. 3 Megapixel sind angesagt, und über der Linse auf der Rückseite befindet sich eine Foto-LED, die zumindest etwas Licht ins Dunkle bringt. Leider konnten wir uns in der Kürze der Zeit nicht näher mit der Kamera auseinandersetzen – dafür ist allein WebOS schon viel zu interessant. Doch Berichten zufolge soll die Bildqualität durchaus ordentlich sein. Eine Video-Funktion gibt es derzeit nicht, doch sie könnte per Software-Update nachgerüstet werden.

Selbstverständlich ist ein Musik- und Mediaplayer an Bord. Auf insgesamt 8 GByte Flash-Speicher passt eine ordentliche Sammlung, noch dazu ist das Kaufen von Musik über das Internet möglich – in den USA hat Palm hierzu eine Partnerschaft mit dem Amazon Music Store angekündigt, aus dem auch das Android-Handy T-Mobile G1 seinen Sound bezieht. Auch hier gibt es bis dato keine Aussage, ob und über welchen Anbieter wir in Deutschland Musik kaufen können. Ach ja: Audiofans dürften sich über die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse freuen. So kann man seinen Lieblingskopfhörer ohne Adapter einsetzen.

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