Wie alle glänzenden Handys zieht auch das Prada 2 unschöne Fingerabdrücke quasi magisch an. Benutzt man das Telefon, sieht man es vor allem auf der Vorder- und Rückseite sofort: Es sieht schnell schmierig aus. Aber wer schön sein will, muss nun mal leiden.

Oben auf der Rückseite befindet sich die Linse der 5-Megapixel-Digicam. Einen Linsenschutz gibt es nicht – ebenso wenig einen Xenon-Blitz. Für Licht im Dunkeln sorgt nur eine LED-Fotoleuchte. Schade.

Unterm Strich zieht das Prada 2 Blicke von allen Seiten an, ist aber klobiger als andere Touchscreen-Smartphones, etwa das iPhone 3G. Toll ist allerdings, dass das neue LG-Modehandy nicht nur gut aussieht, sondern auch bestens funktioniert.

Ausstattung

Das erste Prada sah schon nicht schlecht aus – aber sein Touchscreen war einfach nicht das Gelbe vom Ei. Ganz im Gegensatz dazu ist der Bildschirm des Prada 2 geradezu eine Wucht – sehr empfindlich und gut zu bedienen. Selbst ohne Stift reichen sanfte Berührungen aus, um eine Aktion zu erzielen. Wir gehen sogar so weit und sagen: Das Prada 2 hat den besten Touchscreen aller LG-Handys.

Die Oberfläche besteht aus einfachen, fingerfreundlichen Icons und Reitern, die das Navigieren durch alle Menüs und Optionen ermöglichen. Die Bedienung erinnert etwas an das erste HTC Touch mit seinem TouchFLO-Interface: Der Home-Screen lässt sich mit einem Finger nach rechts und links aus dem Bild schieben, um dann eine Uhr, das Menü oder einen leeren Bildschirm zu zeigen.

Bedienen lässt sich das Prada 2 hervorragend. Offensichtlich haben die Entwickler von LG viel Hirnschmalz investiert, um die Steuerung mit dem Finger statt dem Stylus zu ermöglichen. Im Gegensatz zu anderen LG-Handys mit berührungsempfindlichem Display klappt das beim KF900 so gut, dass es fast schon an das iPhone herankommt. Aber eben nur fast: Beispielsweise verrät das Ruckeln und klobige, unsanfte Scrollen, dass hier keine Apple-Ingenieure am Werk waren.

Auch der Browser kommt nur auf dem Datenblatt an den Safari des iPhone heran. Er unterstützt zwar alles, was auch das Apple-Smartphone kann, doch vor allem beim Zoomen in und aus Webseiten stottert er gerne mal wie ein alter Zweitakter beim Kaltstart im Winter. Außerdem ist es nicht immer leicht, einen Link mit dem Finger zu treffen.

Ins Internet verbindet sich das LG-Modehandy über WLAN oder UMTS samt HSDPA. GPS ist allerdings nicht integriert. Google Maps beispielsweise lässt sich zwar herunterladen, findet die aktuelle Position aber nicht selbsttätig.

Der vorinstallierte MP3-Player hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Lediglich das Scrollen durch lange Playlisten sorgt für Frust. Außerdem fehlt uns eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Immerhin liegt ein Adapter mit Kabelfernbedienung bei.

Schließlich verfügt das Prada 2 noch über eine 5-Megapixel-Digicam, die bei Tageslicht ordentliche Fotos macht. Probleme hat sie allerdings, wenn es dunkler wird. Da ist auch die Foto-LED keine große Hilfe – sie sorgt nur bei sehr nahen Objekten für eine ausreichende Beleuchtung.

Leistung

Die Sprachqualität des Prada 2 überzeugt. Selbst bei maximaler Lautstärke klingen Gesprächspartner und MP3-Songs noch ordentlich. Wer möchte, kann an den Equalizer-Einstellungen herumspielen, um die Wiedergabe an die persönlichen Klangwünsche anzupassen.

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