Im Gegensatz zur Sony Alpha DLSR-A900 zeigt das oben angebrachte Status-LCD vollständige Informationen an. Im Display auf der Rückseite lassen sich ebenfalls die aktuellen Einstellungen aufrufen. Im Unterschied zur A900 kann der Benutzer aber nicht in ihnen navigieren. Das ist ebenso ein Manko wie das Fehlen der bei der A900 und D700 vorhandenen Taste zur Direkteinstellung der Belichtungsmessung. Das Modus-Einstellrad auf der Oberseite bietet pflichtgemäß lediglich einige Grundfunktionen: Bulb-Modus, PASM, Automatikmodus, drei benutzerdefinierbare Modi und den Creative-Auto-Modus, der bei der EOS 50D Premiere hatte.

canon_5d-mark-ii
Das Beste am Design der Canon-DSLR sind die altbewährten Navigationselemente, besonders das große Daumenrad und der Acht-Wege-Joystick.

Auf der Rückseite rechts oben liegen die Tasten zum Einschalten des Autofokus, der Belichtungssperre und zur Fokuspunktauswahl. Links sitzen die Tasten für Live-View/PictBridge, Menü, Picture Styles, Info, Wiedergabe und Löschen. Unglücklicherweise fühlen sich benachbarte Tasten meist auch identisch an. Der als Joystick ausgeführte Multi-Controller und das Schnellwahl-Einstellrad mit der Enter-Taste sind dieselben wie bei den jüngsten Canon-Modellen. Sie bewähren sich auch hier.

Der Sucher präsentiert sich etwas größer und heller als bei der 5D. Er bietet mit 98 gegenüber 95 Prozent zwar eine größere Blickfeldabdeckung als der der D700. Doch die 100 Prozent einer A900 oder von Mittelklassemodellen wie der Olympus E-3 erreicht er nicht. Aber vielleicht schafft Canon die restlichen zwei Prozent ja irgendwann auch noch.

Funktionsumfang

Die bemerkenswerteste Funktion, mit der die Mark II gegenüber der Konkurrenz punkten kann, ist ihre Videofunktionalität. Canon arbeitet hier mit einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde, also echter 1080p-High-Definition. Ein eingebautes Mono-Mikrofon und ein Stereo-Mikrofoneingang runden das Ganze ab. Die maximale Aufzeichnungsdauer beträgt zwölf Minuten – bei Verwendung einer 4-GByte-Karte. Alles in allem ist die Implementierung durchaus gelungen. Der Autofokus funktioniert beim Filmen leider nicht. Doch die Belichtung lässt sich während der Aufnahme nachjustieren, die optische Stabilisierung funktioniert, und Picture Styles stehen auch zur Verfügung.

Viele der neu hinzugekommenen Funktionen richten sich zweifellos an Profis: zwei niedrig aufgelöste RAW-Formate (10 und 5,2 Megapixel), erweiterte Optionen für auswechselbare Einstellmattscheiben, eine integrierte Korrektur der Randbelichtung zum Ausgleich ungleichmäßiger Helligkeitsverteilung auf der Bildfläche sowie ein geräuscharmer Live-View-Modus. Auch ein Autofokus mit Gesichtserkennung ist vorhanden. Er funktioniert allerdings nur in Verbindung mit Live-View.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Vollformat-DSLR mit HD-Videofunktion: Canon EOS 5D Mark II

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *