DVB-S2-Receiver mit HDMI, Ethernet und Festplatte unter 500 Euro

TV-Empfang

TV-Tuner

Alle Receiver im Vergleich verfügen über gleich zwei DVB-S2-Empfänger. Durch den Einsatz von Twin-Tunern beherrschen sie neben dem Anzeigen des laufenden Kanals das Aufzeichnen mindestens eines weiteren Senders. Bis auf den Kathrein-Receiver funktioniert bei allen Modellen auch das gleichzeitige Ansehen zweier Kanäle via Bild-im-Bild-Modus (Picture in Picture, PIP).Der digitale Übertragungsstandard DVB-S2 besitzt eine um bis zu 30 Prozent höhere Datenrate als sein Vorgänger DVB-S, zu dem er abwärtskompatibel ist. Dadurch ist er in der Lage, MPEG-4-kodierte Videostreams im H.264-Format und mit HD-Auflösung zu übertragen.

Transponderwahl

Die Wahl des Satellitentransponders erfolgt bei den Vergleichsmodellen über den DiSEqC-Standard. Dabei handelt es sich um einen Rückkanal vom Receiver bis zum LNB. DiSEqC 1.0 unterstützt vier LNBs mit je zwei Bändern (Low, High) und zwei Polarisationen (horizontal, vertikal). Die Version 1.1 des Standards ergänzt DiSEqC um zwölf weitere LNBs auf insgesamt 16. DiSEqC 1.2 ist nicht abwärtskompatibel zu 1.0 und 1.1 und beherrscht zusätzlich die Steuerung von motorbetriebenen Drehanlagen. DiSEqC 1.3, häufig auch USALS genannt, erweitert Version 1.2 um einen Software, die jede Antennenposition automatisch ermittelt. Das macht das Einstellen der Antenne wesentlich leichter. Wer also mehrere Satelliten mit einer Schüssel anpeilen möchte, sollte unbedingt einen Receiver mit dieser DiSEqC-Variante wählen. Wer mehrere Receiver an eine Ableitung hängen möchte, benötigt zudem UNICABLE (auch SatCR oder SCR genannt).

Sender

Bei der Kanalsuche unterstützen alle Receiver neben dem automatischen auch einen manuellen Suchlauf. Sind alle Sender gefunden, speichern die Geräte zwischen 4000 und 20.000 Programmen. 4000 Speicherplätze reichen aber in der Regel aus. Nur wer mittels motorgesteuerter Schüssel mehrere Satelliten auf einmal anpeilen will, sollte ein Modell mit größerem Programmspeicher kaufen.


Der Senderspeicher des Kathrein-Modells bietet Platz für 4000 Kanäle. Andere Receiver speichern zwar bis zu 20.000 Programme, für den normalen Gebrauch mit einer Sat-Schüssel ist der Speicher des UFS 922 500GB aber völlig ausreichend.

Elektronische Programmzeitschrift

Damit bei so vielen Programmen kein Chaos aufkommt, können Anwender bei allen Receivern ihre Kanäle frei nach Wunsch sortieren und Favoritenlisten anlegen. Zusätzlich hilft bei allen elektronische Programmzeitschrift (EPG) bei der Sendungsauswahl. Sie bietet neben einer Programmvorschau auch detaillierte Informationen zu einzelnen Sendungen. Bei den verglichenen Modellen sind jeweils zwei EPGs verfügbar: Die über Satellit gesendete sowie eine Online-EPG. Für letztere ist allerdings ein Internetanschluss von Nöten. Dafür bietet sie mehr Infos zu Filmen, Serien oder TV-Shows.

Aufnehmen und Timeshift

Wenn einmal Dr. House gerade dann läuft, wenn die Schwiegereltern zu Besuch sind, haben Käufer der verglichenen Geräte die Möglichkeit, den mürrischen Doktor aufzuzeichnen. Alle Modelle bis auf den Vantage HD 7100S mit e-SATA-Anschluss verfügen über eine eingebaute Festplatte. Zusätzlich beherrschen alle Vantage-Geräte auch die Aufnahme auf angeschlossene USB-Speichermedien. Die Aufnahmeprogrammierung läuft bei allen Modellen entweder mittels EPG oder über einen Timer. Wer einen der Receiver mit dem Internet verbindet, kann das Gerät auch unterwegs programmieren. Doch die Festplatten bieten noch mehr. Sie ermöglichen Timeshift. Wer also während einer Fußballübertragung kurz aufs Klo muss, drückt einfach die Pause-Taste. Nach einem Druck auf Play läuft die Sendung weiter. Mit dem so geschaffenen Zeitpuffer überspulen Zuseher dann einfach die nächste Werbepause.

Anschlüsse und Kopierschutzsysteme

LNB-Verbindung

Käufer eines DVB-S2-Receivers finden hinten am Gerät jede Menge Anschlüsse. Für die Einspeisung des Satellitensignals verfügen alle Empfänger über mindestens einen Koaxialstecker. Auch ein koaxialer Ausgang ist bei allen vorhanden. Er erlaubt das Anstecken eines weiteren Receivers oder eines Fernsehers mit DVB-S-Empfänger. Dieser empfängt dank Unicable-Unterstützung auf Wunsch gleichzeitig einen anderen Kanal.

Verbindung zu Fernseher oder Videorekorder

Für die Signalausgabe zum Fernseher bringen alle Geräte einen HDMI-Ausgang mit. Er überträgt Full-HD-Bild und Ton digital und verlustfrei zum Fernseher. Wer an seinem TV-Gerät oder Videorekorder noch keinen HDMI-Eingang hat, steckt es einfach mittels HD-fähigem Component-Video-Kabel an. Auch Scart– und Composite-Video-Anschlüsse sind vorhanden. Über sie funktioniert die Übertragung aber nur mit Standard-Auflösung. Mittels optischem oder analogem S/PDIF-Ausgang klappt die Verbindung mit einem 5.1-Surround-Receiver.

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