Der Nutzen des integrierten 5.1-Kanal-Mikrofons und die Möglichkeit, die Kanäle separat auszusteuern, erscheinen uns für einen Low-Budget-HD-Camcorder etwas übertrieben. Im Test verwenden wir ein externes Stereomikrofon.

Wie auch der Canon HF10 und dessen fast identischer kleiner Bruder, der HF100, nimmt der Panasonic-Camcorder bewegte Bilder in einer Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln auf. Die maximalen Bitrate beträgt 17 MBit pro Sekunde. Damit passen in höchster Aufnahmequalität etwa zwei Stunden Material auf eine 16-GByte-Karte. Wie auch bei den Canon-Modellen ist eine SDHC-Karte der Klasse 4 oder höher erforderlich.

Leistung

Die Leistungswerte fallen alles in allem ordentlich aus. Der SD9 passt Belichtung und Schärfe relativ fix an. Wie bei vielen Consumer-Modellen dauert das Scharfstellen umso länger, je weniger Licht vorhanden ist. Der Bildstabilisator leistet gute Dienste. Bei voll ausgefahrenem 10-fach-Zoom gerät er jedoch merklich an seine Grenzen. Das LC-Display enttäuscht allerdings: Es gibt Weißeinstellung und Belichtung stark verfälscht wieder.

Die Qualität der Aufnahmen variiert. Wie es bei einem Gerät mit drei CCDs zu erwarten ist, wirken die Farben beim SD9 stark gesättigt. Die Belichtung funktioniert ganz gut. Doch selbst wenn unterbelichtet wird, um Glanzlichter zu erhalten, sehen die noch immer recht verwaschen aus. Auch bei guten Lichtverhältnissen liefert der SD9 meistens ziemlich weichgezeichnete Videos. Das hängt offensichtlich mit dem Objektiv zusammen, denn bei hohen Zoomstufen vermindert sich dieser Effekt.

Bei weniger Licht scheint es dann so, als sei das Objektiv verschmiert oder als es hätte jemand bei der Bildbearbeitung übertrieben. Die Standbilder sind nahezu unbrauchbar. Das überrascht angesichts der niedrigen Auflösung der einzelnen Sensoren nicht besonders.

Im Test läuft die Wiedergabe der Aufnahmen auf einem Sony-Bravia-HDTV-Bildschirm über einen PC unter Verwendung von InterVideo WinDVD. Bei so ziemlich allen weiteren Bearbeitungsprogrammen gibt es Probleme mit den Aufnahmen des SD9. Erst Ulead VideoStudio 11.5 verarbeitet die Videos ohne Murren.

Fazit

Der Panasonic HDC-SD9 ist durchaus ein guter kleiner Camcorder. Die Softwareprobleme, seine uneinheitliche Leistung und die mäßige Aufnahmequalität fahren ihm jedoch dicke Minuspunkte ein. Wer nicht gerade kurz vor dem Karibikurlaub steht und für das verbliebene Geld einen supergünstigen Full-HD-Camcorder sucht, der sollte lieber etwas sparen und bei der Sony Handycam HDR-CX7 oder einem der oben erwähnten Canon-Modelle zuschlagen.

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