Dell SP2309W: fantastischer 23-Zöller zum fairen Preis

von Pascal Poschenrieder am , 14:09 Uhr

Pro
  • gute Gesamtleistung
  • hohe Auflösung
  • intuitives und anpassbares Onscreen-Menü
  • integrierte 2-Megapixel-Webcam
  • hoher Drehwinkel von 360 Grad
  • gute Höhenverstellung
  • mehrere USB-Ports vorhanden
Con
  • an den unteren Ecken durchscheinende Hintergrundbeleuchtung
Hersteller: Dell Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,2 von 10 Punkte
Fazit:

Der Dell SP2309W überzeugt durch großartige Leistung, umfangreiche Ausstattung und hohe Flexibilität. Zudem ist sein Preis von rund 280 Euro mehr als fair. Andere 23-Zoll-Displays schneiden in unseren Tests deutlich schlechter ab und kosten genauso viel oder mehr.

Dell verkauft mit seinem 23 Zoll großen 16:9-Flachbildschirm SP2309W ein hervorragendes Modell zum fairen Preis. Für 280 Euro ergattern Käufer ein Display, das eine brillante Bildqualität und eine außergewöhnlich hohe Auflösung bietet. Die Ausstattung des SP2309W ist üppig: Neben VGA-, DVI- und HDMI-Eingang finden Käufer gleich fünf USB-Anschlüsse am Gerät.

Der Dell SP2309W ist für rund 280 Euro erhältlich. Für diese Geld bekommen Käufer einen 23-Zoll-Monitor mit guter Leistung, VGA [1]-, DVI [2]– und HDMI [3]-Eingang und außergewöhnlich hoher Auflösung von 2048 mal 1152 Pixeln. Das Einstellen erleichtert ein intuitives Onscreen-Menü, und beim Aufstellen unterstützt der Bildschirm seinen Besitzer durch ein um 360 Grad drehbares Display und eine Höhenverstellung. Obendrein bringt er fünf USB-Ports zum Anschließen von Peripheriegeräten mit.

Verglichen mit dem rund 580 Euro teuren 24-Zöller Dell UltraSharp 2408WFP [4] kommt der SP2309W in Sachen Anschlussmöglichkeiten und Gesamtleistung etwas schlechter weg. Dafür übertrumpft er das 40 Euro teurere 24-Zoll-Modell Dell S2409W [5] mit einem Zoll mehr Bilddiagonale. Seine Auflösung ist höher, er ist ergonomischer, und auch bei der Leistung schneidet der SP2309W besser ab.

Design

Der SP2309W sieht wirklich schick aus. Das verdankt er zum großen Teil seiner schwarzen Klavierlack-Optik. Auch der Bildschirmrand mit abgerundeten Ecken kommt im modernen glänzenden Outfit. Allerdings hat das auch Nachteile: Wer den Screen dreht oder neigt, sollte immer ein Tuch zum Wegpolieren von Fingerabdrücken dabeihaben.

Unten in der Mitte des knapp zwei Zentimeter breiten Rahmens sitzt ein silbernes Dell-Logo. Oben platziert der Hersteller mittig eine 2-Megapixel-Webcam. Die Paneldicke beträgt ungefähr 2,5 Zentimeter. Das ist, verglichen mit anderen Modellen, recht dünn. Das Panel umrandet ein etwa 1 Zentimeter dicker Streifen, der die gemessene Diagonale auf 22,1 Zoll absenkt. Das ist allerdings normal und bei den meisten Displays der Fall.

Der kreisförmige Standfuß hat einen Durchmessen von 26 Zentimetern. Er ist solide und sorgt für einen stabilen Stand des Bildschirms. Wird der SP2309W angestoßen, bewegt er sich nur minimal.

Wenn auch der 23-Zöller etwa 40 Euro weniger kostet als der S2409W mit einem Zoll Diagonale mehr, bringt er viele Zusatzfunktionen mit.

Das Display ist dank eines Lagers am Standfuß um 360 Grad drehbar. Außerdem baut Dell im Haltearm zwei Gelenke ein. Sie erlauben ein Neigen des Displays – sogar so weit, bis das Display gerade Richtung Decke zeigt. Das dürfte besonders für Käufer praktisch sein, die eine Touchpanel-Nachrüstung planen.

Die Höhe des Bildschirms ist um über 10 Zentimeter einstellbar. Zudem bringt der Monitor gleich fünf USB-Anschlüsse mit. Einer verbindet den SP2309W mit dem Rechner, die anderen vier versorgen Peripheriegeräte mit Daten und Strom. Zwei der Ports sitzen an der linken Seite des Displays, die anderen hinten, rechts von den Video-Buchsen.

Der 23-Zöller bezieht seine Bildsignale über VGA, DVI oder HDMI. VGA- und HDMI-Eingang sind einfach zu erreichen. Der DVI-Port sitzt allerdings direkt hinter der Standfußhalterung, was das Anschließen eines Kabels erschwert.

Das Onscreen-Menü (OSD) des SP2309W ist einzigartig. Die Bedienelemente – fünf kleine Knöpfe – sitzen unten rechts am Displayrahmen. Ein Druck auf die blinkenden Tasten bringt das Onscreen-Display auf den Schirm. Es erscheint parallel zur Knopfleiste: Über jedem Knopf zeigt es die jeweilige Option an. Wer beispielsweise die Taste unter dem OSD-Menüpunkt „Eingangsquelle“ drückt, bekommt das Menü mit der Quellenwahl zwischen VGA, DVI und HDMI angezeigt. Sobald ein neues Menü erscheint, ändert sich die Funktion der Tasten dynamisch.

Es dauert einige Minuten, bis man sich an die Navigation im OSD gewöhnt. Unserer Meinung nach finden sich Anwender danach aber deutlich besser zurecht als im Onscreen-Menü des S2409W. Da die Tasten aufleuchten, sobald sie mit einer Funktion belegt sind, und durch ihre Beschriftung im OSD wird das Justieren des Displays im Dunkeln zum Kinderspiel.

Innerhalb des Onscreen-Menüs finden sich wichtige Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast und zahlreiche Farboptionen. Es gibt einige Voreinstellungen wie „Standard“, „Multimedia“, „Game“, „Warm“, „Kalt“, „RGBs“ und „Benutzerdefiniert“. Sie ändern nur die Einstellungen für die Rot-, Grün- und Blau-Farbbalance.

Das 16:9-Bildverhältnis des SP2309W unterstützt sowohl die native Auflösung von 2048 mal 1152 Pixeln als auch Full-HD mit 1920 mal 1080 Bildpunkten.

Leistung

Für unsere Test schließen wir den 23-Zöller über seinen DVI-Port an. Der SP2309W erreicht so in unserem DisplayMate [6]-basierten Test ein Gesamtergebnis von guten 90 Punkten. Zum Vergleich: Der 2408WFP schafft ebenfalls 90 und der S2409W 87 Punkte.

Während des Tests stellen wir beim SP2309W Schwierigkeiten mit der Gleichmäßigkeit des Displays fest. Das könnte an der Hintergrundbeleuchtung liegen. Dieser Verdacht bestätigt sich im Test mit dunklen Bildern: Im unteren Bildbereich scheint die Hintergrundbeleuchtung zu stark durch.

Im Intensitäts- und Graustufen-Test zeigen sich außerdem leichte Farbfehler. Sie treten bei Signaländerungen auf: Die Intensität von Rot, Grün und Blau ist nicht immer identisch, wodurch es bei einem grauen Bild zu leichten Farbstichen (meist rot) kommt.

Ansonsten schlägt sich der SP2309W hervorragend. Vor allem die wenig gesättigten Farben stellt er gut dar. Auch unseren 64- und 256-stufigen Intensitätstest, der Stauchungen und Ausdehnungen an den dunklen und hellen Enden der Farbskala sichtbar macht, meistert der Monitor problemlos. Alles in allem verfügt das Display über eine der feinsten und genauesten Farbabstufung, die wir je gesehen haben.

Im Helligkeitstest erreicht der SP2309W einen Wert von 297 Candela pro Quadratmeter. Damit liegt er nahe an dem von Dell angegebenen Wert von 300 Candela pro Quadratmeter. Er schlägt den S2409W mit 245 Candela pro Quadratmeter. An den Wert von 452 Candela pro Quadratmeter des 2408WFP kommt er aber nicht heran.

Der gemessene Kontrast ist mit 648:1 geringer als erwartet. Der 2408WFP erreicht hier einen Wert von 891:1 und der S2409W sogar 1001:1. Trotzdem führen die recht geringen Helligkeits- und Kontrastwerte des SP2309W nicht zu einem schlechten Bild.

„World of Warcraft“ sieht auf dem 23-Zöller knackig, farbenprächtig und nahezu perfekt aus. So gut hat das Spiel bis jetzt keiner der von uns getesteten Monitore mit einer Auflösung von 2048 mal 1152 Pixeln angezeigt.

Leider hat der Dell aber ein für sein TN-Panel [7] typisches Problem, den Blickwinkel. Wer von der Seite auf den Bildschirm sieht, muss mit einem immer dunkleren Bild leben. Auch die Details schwinden mit zunehmendem Winkel.

Beim Ansehen der DVD „Kill Bill: Vol 1“ kommt der SP2309W sehr nah an das brillante Apple [8]-LED-Cinema-Display heran. Die Farben wirken lebendig und schwarze Bildinhalte dunkel. Trotzdem sind die Schwarzwerte und die Farben des LED-Cinema-Screens tiefer und voller. Eine Schlierenbildung oder ein Verwischen stellen wir nicht fest. Zudem ist das Bild trotz der geringen DVD-Auflösung recht scharf. Die 1080p-Blu-ray-Version von „House of Flying Daggers“ sieht ebenfalls hervorragend aus.

Filme und Spiele meistert der Monitor unserer Meinung nach mit der „Standard“-Farbvoreinstellung am besten. Den Kontrast justieren wir dabei auf 59 und die Helligkeit auf 94. Wer es nicht ganz so grell mag, kann natürlich auch einen geringeren Helligkeitswert wählen.

Der optimale Blickwinkel liegt horizontal bei rund 0 Grad und vertikal bei etwa 15 Grad nach unten. Dann erscheinen Gammawert und Farben so, wie Dell es vorgesehen hat. Wie bei den meisten TN-Panels variiert auch beim SP2309W die Qualität des Bildes mit dem Blickwinkel. Wer also eine wirklich perfekte Darstellung wünscht, sollte seinen Kopf korrekt positionieren.

Helligkeit (in cd/m2)
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)

Dell Ultrasharp 2408WFP

452 

HP w2408h True Color Widescreen [9]

434 

Dell SP2309W

297 

BenQ E2400HD [10]

246 

Dell S2409W

242 

Samsung [11] SyncMaster T240HD

217 

Kontrast
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)

Dell S2409W

1,001:1 

BenQ E2400HD

892:1 

Dell Ultrasharp 2408WFP

891:1 

HP w2408h True Color Widescreen

858:1 

Samsung SyncMaster T240HD

815:1 

Dell SP2309W

648:1 

DisplayMate-Leistung
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)

Dell Ultrasharp 2408WFP

90 

Dell SP2309W

90 

Dell S2409W

87 

Samsung SyncMaster T240HD

87 

BenQ E2400HD

85 

HP w2408h True Color Widescreen

85 

Fazit

Für seinen Preis von 280 Euro bietet der Dell SP2309P fantastische Leistung und zahlreiche Funktionen. Alles in allem handelt es sich um einen großartigen 23-Zoll-Monitor der auf jeden Fall eine Kaufempfehlung wert ist.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41001369/dell-sp2309w-fantastischer-23-zoeller-zum-fairen-preis/

URLs in this post:

[1] VGA: http://de.wikipedia.org/wiki/Video_Graphics_Array

[2] DVI: http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Visual_Interface

[3] HDMI: http://de.wikipedia.org/wiki/High_Definition_Multimedia_Interface

[4] Dell UltraSharp 2408WFP: https://www.cnet.de/tests/display/39200000/dell+ultrasharp+2408wfp+24_zoeller+mit+anschlussvielfalt.htm

[5] Dell S2409W: http://www.microsoft.de

[6] DisplayMate: http://www.displaymate.com

[7] TN-Panel: http://de.wikipedia.org/wiki/Twisted_Nematic#Anzeigetypen

[8] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[9] HP w2408h True Color Widescreen: https://www.cnet.de/tests/display/39190966/guenstiger+24_zoller+fuer+privatanwender+hp+w2408h.htm

[10] BenQ E2400HD: http://reviews.cnet.com/lcd-monitors/benq-e2400hd/4505-3174_7-33325067.html

[11] Samsung: https://www.cnet.de/tests/display/39198047/24_zoll_monitor+mit+tv+samsung+syncmaster+t240hd.htm