Ausstattung

Der Everio HD40 bringt eine Reihe manueller Einstellungsmöglichkeiten zu Weißabgleich, Belichtungszeit, Schärfe, Verschlusspriorität, Belichtungspriorität und Helligkeit mit. Der Joystick auf dem Rahmen des ausklappbaren Displays dient während der Aufnahme zum manuellen Fokussieren. Eine Fokussierungshilfe unterstützt den Anwender dabei. Sie zeigt das Motiv in schwarz-weiß an und hebt scharfgestellte Bereiche farbig hervor. Ein Belichtungsassistent legt ein Zebrastreifen-Muster über überbelichtete Bildbereiche.

Manche wichtigen Optionen verbergen sich etliche Ebenen unter dem Hauptmenü. Das kann sehr frustrierend sein. Um beispielsweise zwischen MPEG-2 und AVCHD zu wechseln, ist zunächst ein Druck auf den Menüknopf erforderlich. Aus dem Hauptmenü führt der Weg in die Unterkategorie Stream Format. Hier wählt der Anwender entweder AVCHD oder SD-Video, welches eine Aufnahme in MPEG-2 bedeutet. Danach gilt es, zurück ins Hauptmenü zu gehen und in den Settings für Video Quality die Datenrate einzustellen. Das ist ganz schön verkorkst.

An Datenraten stehen für AVCHD 17, 12 und 5 MBit pro Sekunde zur Auswahl. MPEG-2-Filmchen nimmt der JVC entweder mit variabler Datenrate mit 26,6 MBit pro Sekunde oder mit konstanter Bitrate mit 27 MBit pro Sekunde auf. So passen auf die 120 GByte große Festplatte rund 10 Stunden MPEG-2-Video oder 15 Stunden AVCHD-Filme in höchster Qualität.

Leistung

Der JVC HD40 liefert eine ausgezeichnete Videoqualität. Die Farben sehen manchmal etwas übersättigt aus, insbesondere bei der Aufnahme in MPEG-2 TS. Dafür liefern Aufzeichnungen in AVCHD teilweise blockartige Artefakte. Mit dem automatischen Weißabgleich wirken die Farben etwas zu warm und langweilig. Es ist definitiv besser, hier auf die manuelle Konfiguration oder eine der drei Voreinstellungen zu setzen.

Bei schlechten Lichtverhältnissen schlägt sich der Camcorder erstaunlich gut. Die Videos weisen ein leichtes Bildrauschen auf, allerdings nicht mehr oder weniger als bei anderen Kameras dieser Preisklasse. Wie die Autofokus-Systeme der meisten Consumer-Camcorder hat auch das des HD40 im Halbdunkel öfters Probleme, den Fokus zu finden. Dadurch springt das Bild häufiger zwischen scharf und unscharf hin und her. Der MPEG-2-Codec erhält bei wenig Licht mehr Details als das AVCHD-Verfahren – kein Wunder, die Bitrate ist ein gutes Stück höher. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Unterschiede zwischen den beiden Kompressionsverfahren allerdings marginal. Die Fotoqualität geht in Ordnung – eine kompakte Schnappschusskamera ersetzt der JVC allerdings nicht.

Fazit

Für einen rund 650 Euro teuren Camcorder hat der JVC Everio GZ-HD40 eine Menge zu bieten. Fans von manuellen Einstellungen, die sich nicht von komplizierten Menüs abschrecken lassen, finden bei diesem HD-Camcorder ihr Glück. Das Fehlen eines optischen Bildstabilisators stellt allerdings einen dicken Minuspunkt dar. Besonders bei hohen Brennweiten vermissen wir ihn schmerzlich.

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