Wie der Zi6 auch bringt der Nachfolger keinen brauchbaren internen Speicher mit: Von den 128 MByte lassen sich lediglich etwa 30 MByte für Videos und Fotos nutzen. Ein Video mit 60 Bildern pro Sekunde belegt pro Sekunde etwa 1,5 MByte – nach 11 Minuten ist ein Gigabyte voll. Das verbaute Memory reicht also gerade einmal für 20 Sekunden. Dafür frisst der Zx1 SDHC-Karten mit einer Kapazität von bis zu 32 GByte. Im Lieferumfang ist allerdings kein Speichermedium enthalten.

Im Gegensatz zur fehlenden Speicherkarte ist der USB-Anschluss ein wirklicher Minuspunkt. Während der Zi6 noch über einen ausklappbaren USB-Stecker verfügte, nutzt der Zx1 ein proprietäres Verbindungskabel. Mal eben bei Kumpels die Videos auf den PC kopieren ist also nicht drin – außer man schleppt das Kabel immer mit sich herum oder hat einen Kartenleser. Dafür kommt der Winzling jetzt mit einem HDMI-Anschluss. Kodak spendiert sogar ein HDMI-Kabel.

Wie alle anderen Mini-Camcorder auch ist der Zx1 für eine möglichst einfache Bedienung konzipiert – und das hat Kodak auch weitgehend umgesetzt. Die Anordnung der Tasten und die Bedienung ist anfangs etwas ungewohnt. Durch das etwas unübersichtliche Layout der Knöpfe wirkt der Kleine komplizierter, als er eigentlich ist. Sobald die Funktionen der einzelnen Buttons klar sind, funktioniert alles intuitiv. Im Aufnahmemodus beispielsweise wechseln die Tasten Links und Rechts zwischen HD60-, HD30-, VGA- und Foto-Aufzeichnung. Bei der Wiedergabe spult der Nutzer mit ihnen vor beziehungsweise zurück. Praktisch: Es gibt vier verschiedene Spulgeschwindigkeiten sowie Einzelbildvor- und -rücklauf.

Das 2 Zoll große Display macht einen farbenfrohen und scharfen Eindruck. Den Ton von Videoaufnahmen spielt der Zx1 über den integrierten Lautsprecher ausreichend laut ab – jedenfalls wenn die Lautstärke ordentlich aufgedreht ist.

Leistung

Neben der Flexibilität, die der Speicherkartenslot bietet, und dem robusten Design ist die Videoqualität das primäre Verkaufsargument des Zx1. Natürlich spielt der kleine Camcorder nicht in der gleichen Liga wie die vollwertigen HD-Camcorder von Canon, Sony und Panasonic. Für eine Miniatur-Videokamera dreht er dennoch wirklich schöne Filmchen. Allerdings tritt etwas mehr Bildrauschen auf, als beim Flip Video MinoHD – insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen.

Auch wenn er an die Qualität des MinoHD nicht ganz herankommt, liefert bereits der Zi6 ordentliche Filmchen mit schönen Farben. Auch was die Belichtungsanpassung beim Wechsel von hellen zu dunklen Motiven angeht, macht er eine ordentliche Figur. Hier legt der Zx1 mit seinem neuen Bildprozessor noch eins drauf – Belichtung und Autofokus funktionieren noch schneller. Um wirklich saubere Videos zu drehen, braucht es allerdings eine extrem ruhige Hand oder ein Stativ.

Unsere Bewertung der Videoqualität bezieht sich auf die höchste Einstellung HD60. Die Zahl steht dabei für 60 Bilder pro Sekunde. Die VGA-Einstellung ist nur sinnvoll, sobald der Speicherplatz ausgeht oder wenn die Filmchen ohnehin nur in geringer Auflösung benötigt werden. Allerdings empfehlen wir, immer mit maximaler Qualität aufzuzeichnen und das Video später erst herunterzurechnen. Die Empfindlichkeit und Qualität des Mikrofons gehen absolut in Ordnung.

Wie auf den meisten Rivalen auch, befindet sich auf dem Zx1 ein Treiber, der sich automatisch installiert, sobald das Gerät im USB-Port eines Rechners steckt. Dem Camcorder liegt außerdem ArcSoft MediaImpression bei. Die Software besitzt eine direkte Upload-Funktion für YouTube und bietet einige rudimentäre Videobearbeitungsfunktionen wie Schnitt und Kontrast-, Farb- sowie Helligkeitsanpassung. Außerdem ermöglicht sie das Einbinden von Hintergrundmusik und Textbausteinen. Allerdings läuft das Programm nur unter Windows. Mac-User kopieren das Rohmaterial per Drag and drop auf die Festplatte und bearbeiten es beispielsweise mit iMovie.

Fazit

Zu einem Anschaffungspreis von lediglich 150 Euro ist der Zx1 definitiv eine Überlegung wert – wer zwischen Zi6 und Zx1 schwankt, sollte sich auf jeden Fall das neuere Modell schnappen. Abgesehen von dem proprietären USB-Anschluss hat Kodak mit dem Mini-Camcorder einen Schritt nach vorne gemacht und ein attraktives Gerät auf den Markt geworfen.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Kodak Zx1: Nachfolger des Mini-HD-Camcorders Zi6 im Test

  • Am 1. April 2010 um 14:05 von rickmann

    Kodak Zx1
    Bei Pearl nur noch 49,99€!!!

  • Am 25. April 2010 um 22:19 von Michael

    Preis Amazon: 58 EUR
    Und bei Amazon für 58 EUR (nur in Rosa, die anderen Farben sind teurer).

    Aber für den Preis musste ich kaufen – bin schon gespannt!

  • Am 19. August 2010 um 19:38 von frank

    Kodak zx1
    habe die kamera, wie kann ich die mit den PC verbinden,
    gibt es irgendwo treiber?

    • Am 23. August 2010 um 17:17 von Carsten Schmid

      AW: Kodak zx1
      Hallo Frank,
      die Treiber sind auf der Kamera drauf. Die Kamera meldet sich als Speichermedium (wie ein USB-Stick), wenn du sie an den PC anschließt.
      USB Kabel liegt der Kamera ja bei.

  • Am 1. August 2016 um 21:23 von baum

    …..bei mir nur noch 9.90 €…….

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *