Ebenso wie die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen hängt auch die Geschwindigkeit und Präzision des Autofokus von der eingesetzten Linse ab. Im Test liefert die Kamera dennoch durch die Bank ausgezeichnete Ergebnisse. Das farbenfrohe LC-Display stellt Fotos wunderbar dar. Auf Wunsch zeigt es die Aufnahmen in Originalgröße an – so sieht der Fotograf sofort, ob der Fokus stimmt und alle Details scharf abgebildet sind. Mit einer geeigneten Optik bietet die D3X zudem eine Vignettierungskorrektur, eine bei Nachtaufnahmen sinnvolle Funktion.

Nikon D3X Beispielfoto - Bokeh

Die 50-Millimeter-Linse mit einer Blende von F1,4 ermöglicht ein schönes Bokeh und tolle Farben auf diesem Bild. Keine Scheinwerfer und keine spezielle Ausleuchtung, sondern lediglich Tageslicht beleuchten das Motiv auf diesem Foto (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Der astronomische Preis stellt den einzigen Grund zur Beschwerde dar. Der Spiegel macht zwar ein ziemlich lautes Geräusch beim Auslösen, aber wer beschwert sich schon über den Motorsound seines Ferraris?

Fazit

Solange man nicht die Serienbildgeschwindigkeit einer D3 benötigt und der Kontostand diese Investition mitmacht, stellt die D3X das ultimative Fotografenwerkzeug dar. Abgesehen von Sportfotografie erfüllt die Highend-DSLR jede Aufgabe mit Bravour. Ohne jede Zweifel – es handelt sich bei ihr um Nikons beste Digitalkamera. Zu 95 Prozent erfüllen allerdings eine D700 oder eine D3 den Job ebenso gut für deutlich weniger Geld. Dennoch, die letzten fünf Prozent sind es, die diese Kamera nahezu perfekt machen. Es ist wie mit dem Probefahren eines Autos, das das Budget bei weitem übersteigt. Wir empfehlen den Gang in ein Fotofachgeschäft, um einfach einmal ein paar Aufnahmen mit der D3X zu schießen. Allerdings übernehmen wir keine Verantwortung, wenn sich CNET-Leser durch Spontankäufe mit Freundentränen in den Augen haushoch verschulden. Denn wer einmal im Formel-1-Geschoss das Gaspedal ganz durchgedrückt hat, möchte nie wieder in sein altes Auto steigen.

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