Krasse Klangschalen: High-End-Kopfhörer im Vergleichstest

Beyer Dynamics DT 990

Beyer Dynamics DT 990 - Kopfhörer VergleichstestDer DT 990 von Beyer Dynamics besitzt standardmäßig einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Damit punktet er bei Freunden mobiler musikalischer Unterhaltung. Aber auch diejenigen, die an der Heimanlage mit den Kopfhörern lauschen möchten, brauchen keinen nervigen Aufsteck-Adapter. Stattdessen schrauben sie einfach einen im Lieferumfang enthaltenen Aufsatz auf den Stecker, und schon hängt am Ende des Kabels ein waschechter 6,3-Millimeter-Stöpsel.

In einem Punkt herrscht Einigkeit unter den Testern: Hauptkritikpunkt am DT 990 ist der schwache Bass. Besonders am MP3-Player fällt das extrem auf. Aufgrund seiner Impedanz von 250 Ohm schafft er an mobilen Geräten einfach keine ordentliche Lautstärke. Ansonsten scheiden sich die Geister, was die Qualität angeht. Klassikfreunde sind von den Höhen und Mitten begeistert und mit dem Klang absolut zufrieden. Bei basslastiger Mucke fehlt aber einfach der nötige Bums auf dem Ohr.

Bose Quiet Comfort 3

Bose Quiet Comfort 3 - Kopfhörer Vergleichstest
Klein, leicht, handlich: Der Quiet Comfort 3 von Bose ist der leichteste und kleinste Kopfhörer in unserem Vergleichstest. Er besitzt zudem eine Funktion, die Umgebungsgeräusche reduziert. Damit spricht er Vielreisende an, die hohe Ansprüche an die Klangqualität stellen. Aufgrund des Noise-Reduction-Features benötigt er allerdings einen Akku. Im Lieferumfang sind zwei Stück enthalten sowie ein Ladegerät mit einer Vielzahl von Adaptern für aller Herren Länder. Dennoch, sind beide Akkus leer und keine Steckdosen in Reichweite, heißt es „aus die Maus“.

Beim Sound kommt der Bose überdurchschnittlich gut an, gerade bei denen, die auf Mucke mit ordentlich Bass stehen. Allerdings scheint der Kopfhörer einiges am Klang zu manipulieren. Er wirkt einfach etwas undifferenzierter. Das hängt möglicherweise mit dem kompakten Design zusammen – dennoch, aus erstaunlich wenig Platz holt der Quiet Comfort extrem viel Sound heraus.

Monster Dr. Dre Beats Studio

Monster Dr. Dre Beats Studio - Kopfhörer Vergleichstest
Zum ersten Mal gibt Dr. Dre für ein Produkt seinen Namen her. Und stellt hohe Ansprüche: Laut Monster gab es über 100 Prototypen, bis der Hip-Hop-Gigant zufrieden war. Wie der Bose Quiet Comfort auch kommt der Beats Studio mit einer Funktion zur Geräuschminimierung. Dafür benötigt auch er eine eigene Stromversorgung. Im Gegensatz zum Bose-Modell allerdings setzt er auf zwei AAA-Batterien. Geht am Flughafen der Saft aus, so hilft der Kiosk aus – wenn auch zu horrenden Preisen. Er kommt mit zwei verschiedenen, 1,3 Meter langen Kabeln. Eines davon besitzt ein integriertes Mikrofon, so dass sich der Kopfhörer auch als Headset einsetzen lässt. Außerdem ist ein Adapter für den Anschluss an Flugzeug-Audiosysteme enthalten.

Bei keinem anderen Modell sind sich die Tester so einig wie beim Dr. Dre Beats Studio: durch die Bank gute Noten, sowohl an tragbaren Geräten als auch am SACD-Player von Marantz. Der Bass ist schlicht und ergreifend fantastisch, und wer auf satte Beats steht, wird dieses Modell nicht mehr hergeben wollen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Krasse Klangschalen: High-End-Kopfhörer im Vergleichstest

  • Am 22. Januar 2013 um 22:04 von paul bronca

    ich bin seit 17 jahren dj. beats „studio“ & „pro“ sind beide nicht annähernd ihr geld wert. „studio“ hat ein sehr lautes grundrauschen, dass ihr auch gehört haben müsst!! aktive geräuschunterdrückung, die selbst ein deutliches rauschen erzeugt, ist für mich die krönung!

    der „pro“ drückt ca. 45 min. derartig unangenehm auf die ohrmuscheln, das ist das schlechteste was ich je erlebt hab.(habe ganz normale ohren behaupte ich mal) für mich die am meisten zu unrecht gehypte marke > dr.dre beats

  • Am 5. September 2015 um 21:49 von Georg

    Hier ist wirklich viel halbwissen drinn, Erstmal ob ein Kopfhörer laut oder Leise ist hängt nicht nur von der Impedanz ab sondern auch von der Effizienz (dB pro mW) diese ist beim DT 990 sehr hoch und beim AKG K701 niedrig bei der Impedanz genau umgekehrt. Man sollte gute Kopfhörer nicht mit unterdurchschnittlichem Equipment vergleichen, sowohl Abspielgeräte wie die Testmusik selbst. Die Testpersonen haben den Extrabass als absolut positives aufgenommen da wo der Kopfhörer schon extra verzerrt wurde um das zu erreichen *hust Beats hust* den selben Effekt hat auch ein ordentlicher Equalizer, jedoch kann software einen Kopfhörer nicht detaillierter machen oder räumlicher also hätten sich die tester mehr mit den einzelnen Modellen auseinander setzten sollen. Zum schluss noch der Beyer DT 990 kostet 150€ und ist damit „der kleinste im Preis“

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