Krasse Klangschalen: High-End-Kopfhörer im Vergleichstest

Sennheiser HD 650

Sennheiser HD 650 - Kopfhörer Vergleichstest

Dezent – so lässt sich das Aussehen des HD 650 am ehesten beschreiben. Er gehört, was Gewicht und Abmessungen angeht zwar zu den fünf „Großen“, verzichtet aber auf ein protiges Auftreten à la Sony und Ultrasone. Bei Leuten, die nicht ständig Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchten, hat der Sennheisen einen Stein im Brett. Die dezente Optik bringt allerdings Opfer mit sich, was den Komfort angeht – kein Kopfhörer wird im Schnitt als so unbequem empfunden.

Beim Klang scheiden sich die Geister – während ein Tester mit dem HD 650 überhaupt nichts anfangen kann, sind die drei anderen mit dem Sound zufrieden. Er klingt sehr differenziert, gerade bei Jazz, Rock und Klassik. Für den MP3-Player ist der 300-Ohm-Kopfhörer allerdings schlicht und ergreifend zu leise.

Sony MDR-SA5000

Sony MDR-SA5000 - Kopfhörer Vergleichstest

Der Sony MDR-SA5000 sieht aus wie von einem anderen Stern. Ein futuristisches Gebilde schlingt sich geradezu um den Kopf des Trägers. So filigran das Modell auf den ersten Blick auch wirkt, in den Händen fühlt es sich außergewöhnlich solide und hochwertig an. Ebenso gut sitzt er auch auf dem Schädel: Stabil, schön, bequem. In unserem Vergleichstest ist er der teuerste – und schneidet am schlechtesten ab. Mit einer relativ niedrigen Impedanz von 70 Ohm ringt er MP3-Playern immerhin deutlich mehr Klang ab als die hochohmigere Konkurrenz. Doch die Qualität an portablen Geräten ist katastrophal. Am Marantz liefert er besseren Sound und erlangt gemischte Bewertungen: Von überdurchschnittlich bis unterirdisch ist alles dabei. Dennoch, es gibt bessere Alternativen für weniger Geld.

Ultrasone PRO 900

Ultrasone PRO 900 - Kopfhörer Vergleichstest

High-End für den portablen Player. Der Ultrasone PRO 900 liefert trotz seines Studio-Kopfhörer-Looks auch an tragbaren Geräten ordentlich Klang. Dafür ist die geringe Impedanz von 40 Ohm verantwortlich. Im Lieferumfang befindet sich ein 3,5-Millimeter-Adapter. Mit ihm zusammen ist der Stecker allerdings derart groß, dass ein neuer iPod Shuffle am Ende des Kabels beinahe wie ein schlechter Witz wirkt. Er gehört zu den geschlossenen Kopfhörern: In der S-Bahn macht man sich damit eher Freunde als mit den offenen Ausführungen – außer die Mitfahrer haben den gleichen Musikgeschmack.

Der Ultrasone kommt zwar allgemein gut an, was die Soundqualität angeht, doch der Mehrheit klingt er einfach etwas zu indifferenziert. Er wirkt dumpf und übersteuert bei den Bässen. Am MP3-Player erhält er bessere Noten als am Marantz-Player.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Krasse Klangschalen: High-End-Kopfhörer im Vergleichstest

  • Am 22. Januar 2013 um 22:04 von paul bronca

    ich bin seit 17 jahren dj. beats „studio“ & „pro“ sind beide nicht annähernd ihr geld wert. „studio“ hat ein sehr lautes grundrauschen, dass ihr auch gehört haben müsst!! aktive geräuschunterdrückung, die selbst ein deutliches rauschen erzeugt, ist für mich die krönung!

    der „pro“ drückt ca. 45 min. derartig unangenehm auf die ohrmuscheln, das ist das schlechteste was ich je erlebt hab.(habe ganz normale ohren behaupte ich mal) für mich die am meisten zu unrecht gehypte marke > dr.dre beats

  • Am 5. September 2015 um 21:49 von Georg

    Hier ist wirklich viel halbwissen drinn, Erstmal ob ein Kopfhörer laut oder Leise ist hängt nicht nur von der Impedanz ab sondern auch von der Effizienz (dB pro mW) diese ist beim DT 990 sehr hoch und beim AKG K701 niedrig bei der Impedanz genau umgekehrt. Man sollte gute Kopfhörer nicht mit unterdurchschnittlichem Equipment vergleichen, sowohl Abspielgeräte wie die Testmusik selbst. Die Testpersonen haben den Extrabass als absolut positives aufgenommen da wo der Kopfhörer schon extra verzerrt wurde um das zu erreichen *hust Beats hust* den selben Effekt hat auch ein ordentlicher Equalizer, jedoch kann software einen Kopfhörer nicht detaillierter machen oder räumlicher also hätten sich die tester mehr mit den einzelnen Modellen auseinander setzten sollen. Zum schluss noch der Beyer DT 990 kostet 150€ und ist damit „der kleinste im Preis“

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