Leistung

Die meisten Blu-ray-Player bieten bei HD-Material annähernd die gleiche Bildqualität. Allerdings sind, besonders bei Einsteigergeräten, leichte Unterschiede im Bild zu erkennen. Für den Test schließen wir den BDP-S360 via HDMI an den Sony-Fernseher KDL-52XBR7 an und betreiben den Player mit 1080p-Auflösung sowie mit deaktiviertem 24p-Modus.

Als erstes testen wir das Gerät mit der HQV-Testdisc. Beim Videoauflösungstest schlägt sich der Player gut. Er stellt das Bild fehlerfrei und in voller Auflösung dar. Eine Treppchenbildung, die bei günstigen Playern öfter auftritt, ist nicht zu sehen. Der Videotest verläuft ebenfalls gut. Allerdings ist zeitweise ein leichter Moiréeffekt zu erkennen.

Als nächstes muss sich der BDP-S360 bei der Filmwiedergabe beweisen. Wir legen „Mission Impossible III“ ein und springen an den Anfang von Kapitel acht. Dort ist häufig bei den Treppen ein Moiréeffekt zu sehen. Der Sony-Player zeigt dieses Problem nicht. Nun kommt „Ghost Rider“ in das Blu-ray-Laufwerk. Auch hier sieht das Bild gut aus. Auch bei der schwierigen Szene am Ende von Kapitel 6 zeigt der Player den Grill des Wohnmobils fehlerfrei an. Beim videobasierten Film „Tony Bennett: American Classic“ hat der Sony allerdings leichte Schwierigkeiten. Zeitweise tritt ein leichter Treppeneffekt auf.

Für unseren Geschwindigkeitstest legen wir „Mission Impossible III“ ein. Wir setzen aufgrund der schnellen Menüs des BDP-S360 große Hoffnungen in den Player. Allerdings enttäuscht uns der Sony. Mit einer Ladezeit von 23 Sekunden bei eingeschaltetem Gerät ist er der langsamste der Neuerscheinungen dieses Jahres. Samsungs BD-P1600, LGs BD370 und Samsungs BD-P3600 laden den Film in weniger als 16 Sekunden und Panasonics DMP-BD60 braucht 21 Sekunden. Für Discs mit Java-Menüs braucht der BDP-S360 sogar noch deutlich länger. „Spider-Man 3“ startet nach 1 Minute und 28 Sekunden und bei „Fluch der Karibik“ beginnt die Wiedergabe sogar erst nach 1 Minute und 56 Sekunden. Die Player von Samsung und LG sind hier rund 30 Sekunden schneller.

Da viele Heimkinobesitzer eine beachtliche Sammlung an DVDs haben, muss der BDP-S360 auch die Wiedergabe von Material mit Standard-Definition-Auflösung meistern. Unsere Test-DVD beginnt mit einem Auflösungstest. Der Sony-Player stellt jeden Pixel des Testbildes dar. Allerdings ist das Bild etwas instabil. Im nächsten Test kommt es zu einer relativ starken Treppchenbildung an sich bewegenden Linien. Dafür meistert der Player den 2:3-Pulldown-Test mit Bravour und ohne Anzeichen von Moiréeffekten.

Nun geht es an den Film-DVD-Test. Wir starten mit „Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg“. In der schwierigen Eröffnungs-Sequenz besteht der Player. Sie sieht zwar nicht so gut aus wie mit dem Panasonic DMP-BD60 – bei erste Schwarzweiß-Foto kommt es zu einer leichten Treppchenbildung – dennoch stellt der Sony es besser dar als LGs BD370. Nun legen wir „Star Trek: Der Aufstand“ ein. Die Eröffnungsszene sieht Fehlerfrei aus. Die geschwungene Außenhülle des Schiffs hat klare Linien und das Geländer der Brücke ist Treppchenfrei.

Fazit

Der Sony BDP-S360 überzeugt durch eine gute HD-Bildqualität. Auch die DVD-Wiedergabe meistert der Player weitestgehend ordentlich. Zudem dekodiert er die HD-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio Essential. Allerdings hat das Gerät einige gravierende Schwächen. Zum Einen lädt es Blu-ray-Discs sehr langsam. Außerdem verfügt es zwar über einen Ethernetanschluss, die Wiedergabe von Interet-Videostreams funktioniert aber nicht. Hinzu kommen zwei Designfehler: In den USB-Port passen nur bestimmte Speichersticks und auf der Fernbedienung fehlt der Eject-Knopf.

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