Outdoor-GPS: So funktioniert die Navigation in Wald & Bergen

Stumme Lotsen

Eine Routenführung im Stil „In 300 Metern nach rechts abbiegen“ gibt es nicht – aber das macht im Gelände ja auch keinen Sinn. Stattdessen zeigen die Displays der Outdoor-Begleiter die aktuelle Position und die vorher festgelegten Routenpunkte. Allerdings plant Garmin noch in diesem Jahr ein Modell auf den Markt zu bringen, das „echte“ Turn-by-Turn-Navigation im Gelände ermöglichen soll. Außerdem hat der italienische Anbieter Giove mit dem myNav 600 ein vergleichbares GPS-Gerät angekündigt. Dabei eignen sich die myNav-Modelle laut Anbieter nicht nur für die Outdoor-Navigation im Gelände, sondern ebenso für die Navigation auf der Straße. Im Lieferumfang des myNav 600 befinden sich neben DACH-Karten (Deutschland, Österreich und Schweiz) auch topografische HD-Detailkarten für eine von sechs verfügbaren deutschen Regionen.

Preiswerter Einstieg

Ein vorhandenes Kfz-Navigationsgerät und eine passende Software bieten einen günstigen Einstieg in die Outdoor-Navigation. Diese Kombination hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Die Auto-Lotsen sind nicht für den Outdoor-Einsatz gebaut. Wenn es regnet oder schneit, dringt Wasser ein – das freut die teure Hardware. Abhilfe schafft ein wasserdichter Beutel, der wiederum die Bedienung erschwert oder unmöglich macht. Wer seinen zarten Kfz-Lotsen nicht dem rauen Alltag einer Bergtour aussetzen möchte, der sollte zur GPS-gestützen Outdoor-Navigation auf einen robusten Spezialisten setzten. Beispielsweise auf ein Modell der Triton-Reihe, die Magellan ab 150 Euro anbietet. Die Geräte sind stabil und wasserdicht nach IPX-7 und lassen sich bequem über einen Touchscreen bedienen. Das Flaggschiff der Reihe, das Triton 2000 (600 Euro), ist mit einem 2,7-Zoll-Display ausgestattet und verfügt über einen 64 MByte großen Speicher, der sich dank SD-Karten-Slot um 4 GByte erweitern lässt. Der Speicher nimmt unter anderem Fotos der integrierten 2-Megapixel-Kamera oder Sprachaufzeichnungen auf. Diese Daten sind mit einer Route verknüpft – wer möchte, kann sie an andere Triton-Besitzer weiterreichen. Die Routenplanung erfolgt bei diesem Modell am Gerät oder am PC. Damit unterwegs nicht der Saft ausgeht, soll das Outdoor-Navigationssystem von Magellan mit zwei AA-Batterien bis zu 10 Stunden durchhalten.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Outdoor-GPS: So funktioniert die Navigation in Wald & Bergen

  • Am 23. Mai 2009 um 08:00 von Trostel

    Outdoor GPS
    Der Artikel ist sehr interessant. Leider enthält er keine Aussgane darüber, wie man Karten am Computer selbst kalibiriert und auf ein Smartfon überträgt. Mit ist bekannt, daß man jede beliebige Karte so nutzen kann; leider kenne ich keine Details, beispielsweise mit welchen Geräten und konkreten Programmen das funktioniert.

    Uwe Trostel

  • Am 26. Mai 2009 um 10:59 von Kai Schwarz

    Outdoor GPS
    Wer z.B. eingescannte Karten nutzen möchte, dem helfen beim Kalibrieren am PC Programme wie Fugawi oder OziExplorer. Beispiel: Fugawi Global Navigator 4.5 unterstützt unter anderem die Dateiformate bmp, jpg und tif und Smartphones mit Windows Mobile.

  • Am 19. Mai 2011 um 09:25 von spezi

    iphone GPS App für MTB
    seit einem Monat verwende ich die GPS App für iphone von upmove. Das ist wirklich eine tolle Sache, meine Outdoor GPS Geräte will ich jetzt nicht mehr verwenden.

    Super sind vorallem folgende Punkte:
    umfangreiches Kartenmaterial (offline) für Deutschland, Österreich und Teile Nord Italien auch Wanderkarten.
    Einfache Navigation
    Aufzeichnen mit einfacher Methotik auch zusätzliche Qualitätskriterien, wie Fahrbahnbeschaffenheit, etc zu erfassen.

    Optimale Schnittstelle zum Touren-Portal von upmove. Keine zusätzliche Software, Kabel etc. notwendig.

    der Slogan ist: genial einfach, einfach genial.  Dem kann ich nur zustimmen

    http://itunes.apple.com/us/app/upmove-gps-for-mountainbike/id412172064?mt=8

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