Ausstattung

Für mobilen Filmgenuss stellen OLED-Displays das Non-Plus-Ultra dar. Das hat uns auch schon Cowon mit dem S9 gezeigt. Leider unterstützt der X-1050 lediglich MPEG-, AVC- und WMV-Videos. Ebenso verhält es sich mit Fotos – sie sehen auf dem Bildschirm atemberaubend aus. Schade, dass der Sony lediglich JPEG-Bildchen anzeigt. Die Cowon-Player beispielsweise bieten hier eine größere Flexibilität.

Beim Touchscreen-Interface hat sich die X-Serie offensichtlich eine Scheibe bei der Konkurrenz abgeschnitten. Es reagiert zügig, Scrollen funktioniert flüssig, und Inhalte prallen wie bei der Apple-Konkurrenz am Ende von Listen an einer virtuellen Wand ab. Sony hat dem neuen Walkman sogar eine Art Cover-Flow-Modus verpasst.

Alle aktuellen Sony-Player lassen sich problemlos per Drag and drop mit Musik, Videos und Fotos betanken. Mit der Vorserien-Firmware ist es leider nicht möglich, mit dem X-1050 Musik zu hören, während er an einem USB-Port hängt. Außerdem vergisst das Gerät den aktuell abgespielten Film oder Titel, sobald man es an den PC stöpselt – das konnten sogar bereits die ersten Modelle der A-Serie besser.

Wer sich an seiner eigenen Musik schnell satthört, freut sich über das integrierte UKW-Radio. Wie beim iPhone scrollen Anwender mit einem Drehrädchen in 0,05-MHz-Schritten durch das Frequenzband.

Internet-Funktionen

Der iPod Touch funkt mit WLAN durch die Gegend. Ganz klar: Dieses Feature darf dem X-1050 nicht fehlen. Leider ist das Verbinden zu einem Netzwerk umständlicher als nötig. Ein 26-stelliges Zugangspasswort mit der kleinen Onscreen-Tastatur einzutippen, macht herzlich wenig Spaß. Außerdem loggt sich das Gerät in bereits konfigurierte Netzwerke nicht automatisch ein, und die manuelle Kontaktaufnahme nimmt gut und gerne eine Minute in Anspruch.

Der Download von Podcasts funktioniert dank Sonys RSS-Links kinderleicht. Allerdings gibt es im Test stellenweise Probleme mit der Wiedergabe – nicht alle heruntergeladenen Sendungen sind zu dem Player kompatibel.

Der Webbrowser ist schlicht eine Katastrophe. Er arbeitet lediglich mit speziell für Mobiltelefone designten Sites einwandfrei zusammen. Mit einer Auflösung von 432 mal 240 Pixeln eignet sich das Display nur für spartanisch aufgebaute Seiten. Komplexere Homepages, etwa die von CNET Australien, funktionieren erst gar nicht – hier liefert der X-1050 einen „Lack-of-resource“-Fehler. Selbst Wikipedia verstümmelt der Sony-Player. Ach ja: vor jeder URL muss „http://“ stehen. Das URL-Präfix auf der kleinen Bildschirmtastatur jedes Mal eintippen zu müssen, nervt gewaltig.

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