Spielemesse E3: Controller-Revolutionen bei Nintendo, Microsoft und Sony

Natürlich hätten wir etliche Features lieber in einer Demonstration auf der Bühne als in einem Trailer gesehen, der zwar mächtig Eindruck macht, aber eben dadurch an Glaubwürdigkeit einbüßt. Wir hatten die Gelegenheit, uns das System hinter geschlossenen Türen genauer anzusehen. Wenige Minuten nach Beginn der Vorführung im kleinen Kreis waren auch die skeptischsten Gesichter verschwunden. Das System aus Farb- und Infrarotkamera erkennt neue Spieler zuverlässig, weist ihnen automatisch erstaunlich treffende Avatare zu und ordnet dank 3D-Mikrofon sogar Sprachkommandos bestimmten Personen zu. Auch wenn es vor dem Bildschirm heiß hergeht – Project Natal behält die einzelnen Personen stets im Auge. Sobald beispielsweise ein Körperteil verdeckt wird, interpoliert das System die Position der nicht mehr sichtbaren Gliedmaßen anhand eines detaillierten Modells des menschlichen Skeletts.

Neuer Microsoft-Marketplace

Jetzt geht’s wieder zurück auf den Boden – weg von der fantastischen Zukunftsmusik, die bestimmt noch einen etwas weiteren Weg in die Wohnzimmer vor sich hat. Microsoft führt einen neuen Marketplace ein, der es Zockern ermöglicht, Spiele auf der Konsole per Kreditkarte zu kaufen und direkt herunterzuladen. Der Service startet mit mehr als 30 Titeln, darunter Mass Effect, BioShock, Assassin’s Creed, Lego Star Wars: The Complete Saga und Sonic the Hedgehog. Jede Woche sollen weitere Games folgen. Der Konzern aus Redmond hat bislang lediglich einen Preis verraten, nämlich den für das Lego-Spiel: 19,99 US-Dollar.

Der Vorteil für die Zocker besteht darin, dass sich die Spiele beliebig oft herunterladen lassen. Geht also eine Xbox 360 über den Jordan, loggt sich der ehrliche Käufer einfach mit seinem Account beim nächsten Modell ein, und hat kurze Zeit später wieder seine Games am Start. Ist der Speicherplatz auf der Konsole voll, so lassen sich auch etliche Spiele von der Platte fegen, ohne, dass der Kaufpreis vergeudet ist.

Jetzt gibt’s noch etwas für die weibliche Zockergemeinde und totale Videospielfreaks: Im neuen Avatar Marketplace kann jeder seine Spielfiguren mit individueller Kleidung und speziellen Gadgets ausstatten. Hier stehen Accessoires aus diversen Spielen, etwa Halo, Fable II, Gears of War 2 oder Splinter Cell zur Auswahl. Je nach Exklusivität kosten die schmückenden Zusätze zwischen einem und vier US-Dollar beziehungsweise 80 und 320 Microsoft-Punkten.

Shopping-Fieber: Auf dem Marketplace bekommen die Charaktere ein neues Outfit verpasst.

Highlights von Sony

Es sollte eine große Überraschung werden, doch das war sie aufgrund einer Panne am ersten E3-Tag nicht: Sony Consumer Electronics CEO Kaz Hirai beginnt die Ankündigung der neuen Playstation Portable mit den Worten: „Für dieses Gerät haben wir gleich mehrere Namen: Das am schlechtesten gehütete Geheimnis der E3 – und PSP go.“

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