Design

Seit Apple das iPhone auf den Markt gebracht hat, sehen typische Smartphones aus wie mehr oder weniger gute Kopien des Apple-Handys. Beim Palm Pre ist das nicht so – am ehesten lässt er sich vielleicht noch mit dem HTC Touch vergleichen. Er ist eher rundlich und erinnert damit etwas an einen Kieselstein. Die eher weiche, schwarze Oberfläche mit abgerundeten Ecken trägt ihren Teil dazu bei. Ansonsten versucht Palm wie Apple, die Anzahl der nötigen Steuerelemente und Tasten auf das Notwendigste zu reduzieren.

Die Vorderseite verfügt über einen einzigen Knopf – er bringt den Nutzer zurück zur Deck-of-Cards-Ansicht. Etwas verwirrend ist, dass die eine Taste aussieht wie eine Mischung aus Trackball und Joystick. Der eine oder andere wird also versuchen, Webseiten mit dem Knopf zu verschieben oder mit ihm durch die Menüs zu navigieren. Das klappt aber nicht, schließlich ist es nur ein einfacher Druckknopf.

Auf der Oberseite des Pres sitzen Einschalter, 3,5-mm-Klinkenbuchse sowie ein Stummschalter für den Klingelton. Wie üblich findet sich am linken Gehäuserand ein Wippschalter zur Regulierung der Lautstärke; rechts sitzt die Micro-USB-Buchse. Auf der Rückseite liegen Kamera mit zugehörigem LED-Blitz sowie Lautsprecher und austauschbarer Akku.

HTC Magic, Palm Pre & Apple iPhone 3G
Palm Pre zwischen HTC Magic und Apple iPhone: Er ist kleiner, rundlicher und etwas dicker.

Zusammengeschoben misst der Pre 9,9 mal 5,8 Zentimeter und ist 1,5 Zentimeter dick. Er bringt 135 Gramm auf die Waage. Damit liegt er gut in der Hand und ist hosentaschenfreundlicher als das vergleichsweise lange iPhone – obwohl er vier Millimeter dicker ist.

Manch einer macht sich Gedanken über die Haltbarkeit des Pres, dessen Gehäuse aus Plastik gefertigt ist – denn ein teures Smartphone sollte auf jeden Fall die zwei Jahre durchhalten, die man sich vertraglich bindet. Länger wäre natürlich noch besser. Aber – ohne es getestet zu haben – wir können hier beruhigen. Natürlich haben wir den Pre weder benutzt, um einen Nagel in die Wand zu schlagen noch haben wir ihn aus dem sechsten Stock georfen, aber er fühlt sich angenehm solide und stabil an. Und vor allem wirkt er nicht billig oder gar wie ein Spielzeug. Zu bemängeln haben wir hier höchstens die üblichen Punkte: Das Smartphone zieht schmierige Fingerabdrücke an wie ein Magnet, und die Mechanik des Sliders wirkt ein wenig klapperig. Unabhängig davon gleiten die beiden Gehäusehälften sanft auseinander, und an den Endpunkten rastet die Mechanik vertrauenserweckend ein.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Im Test: Palm Pre – innovatives WebOS, aber kein iPhone-Killer

  • Am 29. September 2009 um 15:00 von conrad corell

    palm pre präsentation???
    weiß einer mehr zur präsentation des pre durch o2?
    in berlin gibts gerede von einer geheimen vorabpräsentation im zuge eines "mistery events" mit besonderen angeboten.
    hat jemand davon gehört und kann mir weiterhelfen?
    vielen dank vorweg…

  • Am 8. Oktober 2009 um 11:38 von Daniel Schraeder

    Re: palm pre präsentation???
    Hallo Conrad,

    O2 hat inzwischen bestätigt, dass es eine Launch-Party geben wird. In sechs Städten (Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hannover, Köln und München) finden am 12. Oktober Veranstaltungen für "ausgewählte Kunden, Palm-begeisterte und Prominente", so die O2-Pressemitteilung, statt.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 19. Oktober 2009 um 11:44 von Tobias

    Herr
    Es gibt ein app für eine OnScreen Tastatur 😉

  • Am 22. Oktober 2009 um 10:58 von Alex Hager

    Flash funktioniert doch!
    Die Nachteile finde ich etwas unbegründet.

    Und folgendem Video wird gezeigt, dass und auch wie gut Adobe Flash Player auf dem Palm Pre funktioniert!

    Siehe hier:
    http://video.golem.de/handy/2467/adobe-zeigt-palm-webos-auf-dem-palm-pre.html

  • Am 22. Oktober 2009 um 11:09 von Daniel Schraeder

    Re: Flash funktioniert doch!
    Hallo Alex,

    der Artikel stammt vom Juni – zu diesem Zeitpunkt gab es beim Palm Pre noch keine Flash-Unterstützung. Die Funktion wurde per Firmware-Update nachgereicht.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

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