Elf Full-HD-Beamer unter 2000 Euro: großes Heimkino zum kleinen Preis

Kontrast und Helligkeit

Für ein gutes Bild ist ein hoher Kontrast von entscheidender Bedeutung. Allerdings ist auf die Herstellerangaben wenig Verlass. In der Regel erreichen die Projektoren in der Realität deutlich geringere Werte als angegeben. Hinzu kommen Tricks, die nur bei der Messung eine Rolle spielen. Beispielsweise regeln viele Geräte bei dunklen Szenen die Helligkeit der Lampe herunter, um hohe Werte zu erreichen. Besteht eine Szene dann aber aus dunklen und hellen Elementen, bringt dieser dynamische Kontrast nichts. Von einem angegebenen Wert von 10.000:1 bleibt dann an der Bildwand häufig nur noch einer von 200:1 übrig. Besonders hohe LCD-Kontraste sind nicht sehr ernst zu nehmen.


Der Sanyo-Beamer PLV-Z3000 erreicht seinen angegebenen Kontrast von 65.000:1 nur durch Tricks wie ein Abdunkeln der Lampe bei düsteren Szenen.

Wer beim Fernsehen mit dem Beamer nicht gleich den ganzen Raum abdunkeln möchte, sollte auf eine gute Bildhelligkeit achten. Sie wird in ANSI-Lumen angegeben und sollte nicht unter 1000 ANSI-Lumen liegen. Wer auch bei Tageslicht noch ein gutes Bild wünscht, sollte ein Gerät mit einer Mindesthelligkeit von 1500 ANSI-Lumen bevorzugen. Allerdings gehen hohe Helligkeiten auf die Lebensdauer der Lampe.

Projektionsabstand, Bildgröße und Lensshift

Nach dem Kauf gibt es schon beim Aufstellen des Projektors einiges zu beachten. Bei größerem Abstand zur Bildwand ist auch das Bild größer. Wer die maximale Bilddiagonale der verglichenen Geräte von 300 Zoll nutzen möchte, benötigt einen Projektionsabstand von bis zu 18,4 Metern. Kaum jemand hat ein so großes Wohnzimmer. Wer also ein riesiges Bild wünscht, sollte auf einen möglichst kleinen maximalen Projektionsabstand achten. Es gibt aber noch ein Problem: je größer das Bild, desto geringer die Helligkeit. Für das Fernsehen bei nicht abgedunkeltem Raum ist ein kleineres Bild und somit ein großer maximaler Projektionsabstand von Vorteil.


Lensshift hilft beim richtigen Positionieren des Bildes. Allerdings ist nur optisches Lensshift verlustfrei.

Hängt der Beamer dann endlich an der Wand oder unter der Decke, geht es an das Justieren des Bildes. Um die Position einzustellen, bieten die verglichenen Modelle eine Funktion namens Lensshift. Sie verschiebt das Bild horizontal und vertikal auf der Leinwand. Dabei gibt es zwei Varianten, eine optische und eine digitale. Die optische Version ist der digitalen überlegen. Anstatt das Bild nur mittels Panel und dem damit verbundenen Qualitätsverlust zu positionieren, bewegt sich die Optik selbst. Dadurch kommt es nicht zu Verlusten, und zudem ist ein größerer Weg möglich. Für die Bildgröße und -schärfe haben die meisten Geräte vorne an der Linse manuelle Regler. Mitsubishi motorisiert die Einstellung, sodass sie bequem per Fernbedienung funktioniert. Allerdings ist das eigentlich ein unnötiges Feature. Schließlich hängen Beamerbesitzer ihre Geräte meist nur einmal unter die Decke. Danach ist ein Umstellen von Schärfe und Bildgröße unnötig.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Elf Full-HD-Beamer unter 2000 Euro: großes Heimkino zum kleinen Preis

  • Am 11. November 2009 um 19:00 von ZeMi

    Infocus X10
    Hey wo habt ihr denn ein Angebot für den Infocus x10 unter 1499 € gefunden ?

  • Am 11. November 2009 um 19:44 von Daniel Schraeder

    Re: Infocus X10
    Hallo,

    verschiedene Preisvergleichsdienste, z. B. Evendi, listen den X10 für 1499 Euro.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

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