Leistung

Es gibt nur zwei Gründe, einen derart teuren Blu-ray-Player zu kaufen: bessere Video- oder bessere Tonqualität. Unser derzeitiger Lieblings-Player, die Playstation 3, bietet für deutlich weniger Geld ebenfalls eine ausgezeichnete Bildqualität. Allerdings ist sie, was die Musikwiedergabe angeht, kein ideales Gerät. Es fragt sich also, ob der BDP-S5000ES in beiden Disziplinen überzeugt.

Unser Testfilm „10.000 B.C.“ sieht auf dem BDP-S5000ES einfach überwältigend aus. Die Kantendarstellung ist scharf, die Farben sind überzeugend, und der Kontrast ist ausgezeichnet. Zudem kommt der Player gut mit schnellen Bewegungen zurecht. Eine Artefaktbildung stellen wir nicht fest. Auch beim Abspielen unserer „King Kong“-DVD kommt es nicht zu einer Streifenbildung. „Matrix“ auf DVD macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Der Player stellt die Farben der grünen Matrix-Welt fein abgestuft dar.

Auch in unserem synthetischen Bildtest schneidet der Sony gut ab. Lediglich beim Moskito-Rauschtest könnte er etwas besser sein. Diese Tendenz zeigt sich auch bei der Blu-ray von „Mission Impossible 3“. In einigen Szenen führt Super Bit Mapping lediglich zu mehr Bildrauschen anstatt zu erhöhten Details. Wir sind generell keine großen Freunde von HD-Bildverbesserungsfunktionen wie HD Reality Enhancer. Wie auch die 100-Hz-Features erzeugen solche Verfahren oft mehr Probleme als sie beheben. Dennoch, beim Sony beseitigt die Funktion alles in allem mehr Störungen als sie generiert.

Beim Klang von HD-Audio-Dekodern gibt es unserer Meinung nach hörbare Unterschiede. Je besser der Digital-Analog-Wandler (DAC), desto höher ist die Qualität. Ein Dolby-TrueHD-Audio- enthält deutlich mehr Informationen als ein gewöhnlicher Dolby-Digital-Stream. Dementsprechend benötigt ein guter DAC für HD-Tonformate eine höhere Leistung. In unserem Test vergleichen wir den Dekoder des BDP-S5000ES mit dem des Sony-Receivers STR-DA5400ES für rund 1400 Euro. Bei Spiderman 3 schlägt sich der Blu-ray-Player beim integrieren der hinteren Kanäle in das Klangfeld besser. Dafür bietet der Receiver einen kräftigeren und druckvolleren Sound. Die finale Explosion, die den grünen Kobold zu Fall bringt, hört sich so beispielsweise deutlich eindringlicher an. Jeder muss selbst entscheiden, was ihm besser gefällt. Wir mögen den subtilen Klang des Players lieber.

Als wir den STR-DA5400ES getestet haben, hat er uns durch seine Fähigkeiten als Hi-Fi-Stereoverstärker beeindruckt. Als wir dann feststellen, dass sich der Blu-ray-Player auf diesem Gebiet sogar noch besser schlägt, kippen wir fast aus den Schuhen. Für unseren Test legen wir „Red Right Hand“ von „Nick Cave“ ein. Die Bass-Spur treibt uns an, und die Stereo-Verteilung ist noch klarer als beim Receiver. Der Sound klingt atmosphärischer und symphonischer. Er passt perfekt zum Material.

Auch in unserem Geschwindigkeitstest muss sich der BDP-S5000ES beweisen. Besonders bei multimediaintensiven Blu-rays benötigen einige Player fast zwei Minuten bis zur Wiedergabe. Wir testen den Sony sowohl im schnellen als auch im normalen Modus. Allerdings stellen wir kaum einen Unterschied zwischen beiden Modi fest. Für die Disk von „8 Blickwinkel“ mit vielen Java-Anwendungen benötigt der Player im schnellen Modus 1 Minute und 13 Sekunden. Das ist recht ordentlich. Im normalen Modus sind es 1 Minute und 26 Sekunden. Damit schlägt der Sony den langsamen Pioneer BDP-LX71 selbst im langsameren Modus noch um satte 30 Sekunden.

Bei unserem Test fällt uns auf, dass der Player Probleme mit Disks hat, die Fingerabdrücke aufweisen. Nach dem Abwischen der Blu-ray funktioniert das Abspielen wieder. Allerdings wird der BDP-S5000ES mit leicht zerkratzten Scheiben – etwa von der Videothek – große Schwierigkeiten haben.

Fazit

Alles in allem ist der Sony BDP-S5000ES ein wirklich gutes Gerät. Er sieht elegant aus, die Bedienung ist einfach und die Bildqualität lässt kaum Wünsche offen. Zwar unterstützt das Modell beispielsweise kein Netzwerkstreaming, dafür begeistert es durch andere Features. So blendet der Player das Bild etwa beim Drücken der Stop-Taste in das Home-Menü über, anstatt einfach ein Standbild oder einen schwarzen Screen zu zeigen. Zudem funktionieren Updates über den Ethernet-Anschluss, wodurch Sony die fehlenden Features noch nachrüsten kann.

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