Wenn einem Kontakt mehrere Telefonnummern zugeordnet sind, etwa Home, Mobil und Büro, kann der Sprecher die gewünschte Rufnummer ebenfalls per Stimme aktivieren. Sagt er nur einen Namen, zeigt das Handy die zur Verfügung stehenden Optionen auf dem Display. Ähnlich verhält sich die Software auch, wenn sie einen Namen nicht eindeutig zuordnen kann. Wer also „Tim“ sagt, aber mehrere Personen mit dem Namen „Tim“ gespeichert hat, bekommt ebenfalls eine Abfrage auf dem Display eingeblendet. Selbst das Nennen eines Firmennamens zusätzlich zum Vor- oder Nachnamen funktioniert – vorausgesetzt, er ist in den Kontaktdaten gespeichert.

Die Spracherkennung arbeitet aber nicht nur mit der Telefonfunktion zusammen, sondern auch mit dem iPod. So ist beispielsweise das Nennen eines Interpreten oder eines Albumtitels möglich. Sogar das Aufrufen einer bestimmten Playliste funktioniert. Ist die Wiedergabe bereits aktiv, reagiert das Handy auch auf Sprachbefehle wie Weiter, Pause oder Zurück. Selbst das zufällige Springen zu einem Song ist möglich. Unterm Strich funktioniert das sehr gut. Probleme hat das neue iPhone hier höchstens mal mit dem einen oder anderen Band- beziehungsweise Künstlernamen.

Wer gerade einen coolen Song hört und sich nicht an dessen Namen erinnert, fragt sein iPhone einfach „Welches Lied ist das?“ – die gesprochene Antwort kommt sofort. Auf die gleiche Art und Weise lassen sich auch Lieder anfordern, die dem aktuell gespielten ähnlich sind – vorausgesetzt, die Genius-Funktion ist aktiviert. Das ist abgefahren – kein anderes Smartphone und kein anderer Mediaplayer beherrschen im Moment etwas Vergleichbares.

Allerdings können wir uns nur schwer vorstellen, dass jemand diese Funktion außerhalb seines Autos verwendet. Darüber hinaus ist sie einfach noch nicht perfekt. So nennt sich die Sängerin Pink beispielsweise P!NK, das iPhone macht P-N-K daraus. Dementsprechend klappt auch das Anfordern von Songs nicht, wenn man „Pink“ sagt.

Kompass

Der neue Kompass ist direkt auf den Homescreen des iPhone 3G S abgelegt. Das wie üblich hübsch aussehende Programm imitiert einen „analogen“ Kompass, der die Richtung und die aktuelle Position anzeigt. Der elektronische Sensor im Inneren des Handys ist allerdings sehr empfindlich und reagiert – wie sein analoges Pendant – auf Störquellen wie Lautsprecher oder andere Magnetfelder.

iPhone 3G S
Der neue Kompass zeigt die aktuelle Position und die Richtung. Er ist auch in der Lage, die Kartenausrichtung von Google Maps an die aktuelle Gehrichtung anzupassen.

Viel wichtiger als die simple Kompassanwendung ist die Integration in Google Maps. Wie gehabt zeigt das Programm die über GPS ermittelte Position an. Neu ist allerdings, dass die Karte auf Wunsch neu ausgerichtet wird – vorne entspricht dann oben. Das ist besonders praktisch, wenn man zu Fuß unterwegs ist, um sich etwa nach dem Aussteigen aus der U-Bahn zu orientieren.

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