Neues iPhone 3G S im Test: schneller, besser, cooler

von Daniel Schraeder, Donald Bell, Kent German, Mike Sixt und Stefan Möllenhoff am , 14:40 Uhr

Pro
  • verlängerte Akkulaufzeit
  • GPS jetzt mit Kompass
  • Kamera mit Autofokus und Videofunktion
  • Turn-by-Turn-Navigation
  • innovative Sprachsteuerung
  • schnellere Reaktionen
  • endlich MMS und Copy & Paste
Con
  • kein austauschbarer Akku
  • keine Speichererweiterung mittels MicroSD-Karten
  • keine Flash-Unterstützung
  • keine Foto-LED
  • kein Multitasking
  • Sprachqualität nur durchschnittlich
  • teuer
Hersteller: Apple Listenpreis: 250 Euro mit günstigstem 2-Jahresvertrag bei T-Mobile
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 8,5 von 10 Punkte
Fazit:

Das iPhone 3G S ist zwar keine Revolution wie die beiden Vorgängermodelle, aber die Neuerungen sind angebracht und bringen das Apple-Smartphone wieder auf die Höhe der Zeit. Es ist schneller, bietet eine längere Akkulaufzeit, und die neuen Ausstattungsmerkmale können überzeugen. Leider hat sich die Sprachqualität nicht verbessert.

Das iPhone 3G S ist inzwischen die dritte Generation des Apple-Handys und ab morgen auch in Deutschland zu haben – wie bisher exklusiv bei T-Mobile. Der Hersteller verspricht schnellere Reaktionen, eine bessere Ausstattung und einen Akku, der endlich länger halten soll. Wir haben das neue iPhone bereits ausführlich getestet.

Drei Jahre nach dem Auftauchen der ersten Gerüchte rund um ein Smartphone [1] von Apple [2] schafft es das iPhone immer noch, für Furore zu sorgen: Der Marktanteil der Neueinsteiger im Handysektor wächst und wächst und nur wenige Technik-Produkte werden so heiß ersehnt, wie dieses. Selbst Massenmedien bemühen sich um Exklusivvereinbarungen mit Apple, um Testberichte so früh wie möglich veröffentlichen zu können.

Inzwischen haben wir ein iPhone der dritten Generation erhalten. In den T-Mobile-Stores wird es ab morgen zu haben sein. Es soll zügiger reagieren, schnelleres Surfen ermöglichen, sein Akku soll länger halten, es hat mehr Speicher und eine bessere Ausstattung. Sagt Apple – es ist also an der Zeit, herauszufinden, ob das auch stimmt.

In vielen Punkten hält das neue iPhone 3G S seine Versprechen. Der Akku hält länger als bei seinem Vorgänger, dem der Saft bei starker Nutzung schon nach weniger als einem Tag ausgeht. Die Software läuft merklich schneller und Programme starten flotter.

Kaufen oder nicht kaufen? Das hängt davon ab, wie viel man dafür zahlen muss. Wer noch kein iPhone hat und immer noch auf das neueste Modell wartet, sollte jetzt zuschlagen. Das gleiche gilt auch für Nutzer der ersten iPhone-Generation, die nie den Absprung vom langsamen Edge auf die UMTS-Ausführung samt GPS geschafft haben. Deutlich schwerer fällt die Entscheidung, wenn man bereits ein iPhone 3G besitzt. Wer noch keine Vertragsverlängerung durchführen kann, sollte einfach die neue Software-Version 3.0 auf seinem Apple-Smartphone installieren – denn alles andere wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll, zumal sich die Änderungen bei der Hardware in Grenzen halten. Ein digitaler Kompass und eine Kamera mit einem Megapixel mehr rechtfertigen zumindest keine Investition in Höhe mehrerer hundert Euro.

Design und Interface

Das iPhone 3G S sieht exakt so aus wie sein Vorgänger. Es verfügt über das gleiche Gehäuse mit den gleichen Tasten an den gleichen Stellen – Unterschiede gibt es nur in Details, die lediglich Apple-Fans bemerken dürften. So ist das neue Smartphone in beiden Ausführungen – mit 16 oder 32 GByte Speicher – in schwarz und weiß erhältlich. Außerdem ist das Display nun von einer oleophoben, also fettabweisenden, Schutzschicht überzogen, die es weniger anfällig für Fingerabdrücke macht. Die Abmessungen des Gehäuses sind völlig identisch – lediglich beim Gewicht hat das 3G S zugelegt: Es bringt etwa 1,5 Gramm mehr auf die Waage als der Vorgänger. Ein Unterschied, den man nur im Labor feststellt.

Das Hauptmenü sieht auch noch so aus, wie wir es kennen. Allerdings nervt eine Sache zunehmend, seit es den App Store gibt: So einfach und intuitiv es auch ist, es wird schnell unübersichtlich. Wer viele Programme installiert, erreicht schnell vier oder noch mehr Menüseiten. Das Blättern durch die ganzen Icons ist anstrengend, und wer einen Ordnungsfimmel hat, muss die Icons beim händischen Sortieren gefühlt minutenlang von Bildschirm zu Bildschirm verschieben. Es gibt keine Möglichkeit, Programme zu gruppieren oder Ordner anzulegen – etwa einen für Social Networks, einen für Nachrichten und einen für Kommunikation und Internet. Das würde nicht nur das Hauptmenü aufräumen: Man würde auch Programme schneller finden. Und wo wir schon mal dabei sind – wie wäre es, wenn wir ein paar vorinstallierte Programme löschen könnten, die wir ohnehin nie nutzen oder durch andere ersetzt haben?

Ausstattung

Da das neue iPhone die meisten Ausstattungsmerkmale mit seinem direkten Vorgänger teilt, konzentrieren wir uns hier auf die Unterschiede. Wer noch einmal einen Blick auf Ausstattungsmerkmale wie die Uhr, den Youtube-Client oder die Unterstützung von E-Mails werfen möchte, findet alle wichtigen Fakten in unserem Test zum iPhone 3G [5].

iPhone 3G S
Das iPhone 3G S hat das gleiche Design wie sein Vorgänger, das iPhone 3G.

Kamera

Bis jetzt ist die iPhone-Kamera gut – aber lange nicht perfekt. Schnappschüsse sind möglich, aber es gibt keine erweiterten Funktionen und Einstellungen wie Weißabgleich, einen digitalen Zoom oder einen Selbstauslöser – geschweige denn Dinge wie einen Blitz oder eine Foto-LED, eine Lächel- oder Blinzelerkennung oder einen Panorama-Modus. Solche Merkmale bietet heute schon jedes Mittelklassehandy und Kompaktkameras sowieso.

iPhone 3G S
Auch die neueste Version des iPhones verfügt weder über eine Foto-LED noch über einen echten Blitz. Wenigstens löst die Kamera jetzt höher auf.

Immerhin nimmt das neue Handy Bilder nun mit einer Auflösung von 3 Megapixeln auf und bietet einen Autofokus. Wer mit der Linse auf eine Person oder einen Gegenstand zielt, bekommt eine kleine Box auf dem Display eingeblendet – den entsprechenden Bildbereich stellt das Handy scharf. Wer einen anderen Bereich oder eine andere Person fokussieren möchte, tippt einfach auf eine beliebige Stelle im Bildausschnitt. Die Software kümmert sich um den Rest und stellt Weißabgleich, Farben, Kontrast und Belichtungszeit entsprechend ein.

Diese neue Funktion nennt sich Tap to Focus – also „Tippen zum Scharfstellen“. Das klappt ganz gut und geht auch über einfaches Scharfstellen hinaus: Wer etwa in einem Bildausschnitt auf den hellsten Bereich tippt, erhält generell ein helleres Foto. Tippt man hingegen auf eine dunkle Stelle, erscheinen dunklere Bildbereiche heller und besser. Unabhängig davon fehlt auch dem neuen Apple-Handy ein Blitz – Wunder darf man in dunklen Umgebungen also nicht erwarten.

Außerdem gibt es eine neue Makroeinstellung. Im direkten Unterschied zum Vorgängermodell wirken Nahaufnahmen ein bisschen besser, in der Praxis fällt das aber kaum auf.

iPhone 3G S
Ein mit dem neuen iPhone 3G S aufgenommenes Bild innerhalb eines Gebäudes zeigt die nur durchschnittliche Qualität.

Unterm Strich wirken die vom neuen iPhone geschossenen Fotos etwas besser als die Aufnahmen, die wir mit dem 3G geknipst haben. Vor allem im Freien und bei natürlichem Licht angefertigte Bilder sind weniger verrauscht, und Farben sehen realistischer aus. Bei bewölktem Himmel erscheinen die Ergebnisse nicht so überbelichtet. Fotos in dunklen Umgebungen gelingen etwas heller und haben keinen starken Orangestich mehr. In geschlossenen Räumen bemerken wir keinen Unterschied.

Videoaufnahmen

Endlich nimmt die Kamera des Apple-Handys nicht mehr nur Standbilder, sondern auch Videoclips auf. Applaus gibt es auch dafür nicht – denn andere Handys können das schon seit Jahren. Immerhin holt Apple nun etwas wieder auf: Es gibt nämlich eine einfache Videoschnittfunktion direkt auf dem Smartphone.

iPhone 3G S
Der Videorekorder ist leicht zu bedienen. Selbst das Bearbeiten von Clips ist hier möglich.

Das Aufnehmen selbst klappt so einfach wie das Schießen von Fotos. Auch die Tap-to-Focus-Funktion gibt es hier. Die Auflösung beträgt 640 mal 480 Pixel, also VGA – aber immerhin nimmt die Kamera 30 Bilder pro Sekunde auf. Das erlaubt flüssige Videos, die weniger künstlich wirken als die Ergebnisse vieler anderer Handykameras. Wer einen Clip aufgenommen hat, verschickt ihn per E-Mail oder lädt ihn direkt vom Handy aus auf Youtube hoch.

Die Videoschnittfunktion ist iPhone-typisch einfach zu bedienen. Wer einen vorher aufgezeichneten Clip lädt, bekommt ihn Bild für Bild im oberen Bereich des Displays angezeigt. Mit dem Finger ist das Scrollen möglich. Wer Teile des Videos ausschneiden möchte, markiert die entsprechenden Bereiche durch Halten mit dem Finger und tippt auf den entsprechenden Knopf im Menü.

Obwohl uns diese Funktion wirklich gut gefällt, gibt es in einigen Punkten Anlass zur Kritik. So überschreibt die bearbeitete Version das Original, anstatt als neues Video gespeichert zu werden. Außerdem ist das Schneiden nur linear möglich – man kann also nicht etwa in der Mitte eines Videos einen Ausschnitt entfernen und Anfang und Ende zusammenfügen.

Eine neue, praktische Funktion ist nun sowohl im Video- als auch im Fotomodus vorhanden: Nach dem Aufnehmen von Stand- oder Bewegtbildern erscheint ein kleines Vorschaubild im Sucher. Wer also das eben geschossene Foto sofort ansehen möchte, tippt einfach auf das Bild neben dem Auslöser im unteren Bereich der Anzeige.

Sprachsteuerung

Endlich verfügt auch das iPhone über eine Sprachsteuerung. Auch das wurde Zeit, allein im Hinblick auf die geltende Rechtslage – denn selbst mit Headset ist das Telefonieren im Auto nur gestattet, wenn man zum Wählen und Annehmen eingehender Anrufe das Mobiltelefon nicht in die Hand nehmen muss. Immerhin geht diese neue Funktion deutlich über die Mindestanforderungen, Anrufe tätigen zu können, hinaus. Zum Aktivieren drückt man den Home-Button unterhalb der Anzeige so lang, bis das entsprechende Fenster erscheint.

iPhone 3G S
Die Sprachsteuerung ermöglicht das Wählen von Rufnummern sowie das Steuern des iPod-Musikplayers.

Die Sprachwahl beim neuen iPhone funktioniert so wie bei allen anderen Handys auch: Man nennt den Namen des Kontakts – fertig. Das Smartphone bestätigt daraufhin den Befehl akustisch und zeigt Namen und Rufnummer auf dem Display an. Sollte es dabei einen Fehler machen, tippt man auf die Rückgängig-Taste. Die Funktion ist übrigens sprecherunabhängig. Das iPhone will also nicht erst trainiert werden.

In unseren Tests funktioniert die Sprachwahl hervorragend. Namen versteht das Gerät in nahezu allen Fällen auf Anhieb. Nur gelegentlich wählt es einen ähnlich klingenden Kontakt aus. Noch besser arbeitet die Stimmerkennung, wenn man Ziffern einspricht. Laut sprechen muss der Nutzer übrigens nicht: Selbst Hintergrundlärm filtert das iPhone 3G S erstaunlich gut.

Wenn einem Kontakt mehrere Telefonnummern zugeordnet sind, etwa Home, Mobil und Büro, kann der Sprecher die gewünschte Rufnummer ebenfalls per Stimme aktivieren. Sagt er nur einen Namen, zeigt das Handy die zur Verfügung stehenden Optionen auf dem Display. Ähnlich verhält sich die Software auch, wenn sie einen Namen nicht eindeutig zuordnen kann. Wer also „Tim“ sagt, aber mehrere Personen mit dem Namen „Tim“ gespeichert hat, bekommt ebenfalls eine Abfrage auf dem Display eingeblendet. Selbst das Nennen eines Firmennamens zusätzlich zum Vor- oder Nachnamen funktioniert – vorausgesetzt, er ist in den Kontaktdaten gespeichert.

Die Spracherkennung arbeitet aber nicht nur mit der Telefonfunktion zusammen, sondern auch mit dem iPod. So ist beispielsweise das Nennen eines Interpreten oder eines Albumtitels möglich. Sogar das Aufrufen einer bestimmten Playliste funktioniert. Ist die Wiedergabe bereits aktiv, reagiert das Handy auch auf Sprachbefehle wie Weiter, Pause oder Zurück. Selbst das zufällige Springen zu einem Song ist möglich. Unterm Strich funktioniert das sehr gut. Probleme hat das neue iPhone hier höchstens mal mit dem einen oder anderen Band- beziehungsweise Künstlernamen.

Wer gerade einen coolen Song hört und sich nicht an dessen Namen erinnert, fragt sein iPhone einfach „Welches Lied ist das?“ – die gesprochene Antwort kommt sofort. Auf die gleiche Art und Weise lassen sich auch Lieder anfordern, die dem aktuell gespielten ähnlich sind – vorausgesetzt, die Genius-Funktion ist aktiviert. Das ist abgefahren – kein anderes Smartphone und kein anderer Mediaplayer beherrschen im Moment etwas Vergleichbares.

Allerdings können wir uns nur schwer vorstellen, dass jemand diese Funktion außerhalb seines Autos verwendet. Darüber hinaus ist sie einfach noch nicht perfekt. So nennt sich die Sängerin Pink beispielsweise P!NK, das iPhone macht P-N-K daraus. Dementsprechend klappt auch das Anfordern von Songs nicht, wenn man „Pink“ sagt.

Kompass

Der neue Kompass ist direkt auf den Homescreen des iPhone 3G S abgelegt. Das wie üblich hübsch aussehende Programm imitiert einen „analogen“ Kompass, der die Richtung und die aktuelle Position anzeigt. Der elektronische Sensor im Inneren des Handys ist allerdings sehr empfindlich und reagiert – wie sein analoges Pendant – auf Störquellen wie Lautsprecher oder andere Magnetfelder.

iPhone 3G S
Der neue Kompass zeigt die aktuelle Position und die Richtung. Er ist auch in der Lage, die Kartenausrichtung von Google [7] Maps an die aktuelle Gehrichtung anzupassen.

Viel wichtiger als die simple Kompassanwendung ist die Integration in Google Maps. Wie gehabt zeigt das Programm die über GPS ermittelte Position an. Neu ist allerdings, dass die Karte auf Wunsch neu ausgerichtet wird – vorne entspricht dann oben. Das ist besonders praktisch, wenn man zu Fuß unterwegs ist, um sich etwa nach dem Aussteigen aus der U-Bahn zu orientieren.

Barrierefreiheit

Das neue iPhone hat nun erstmals Funktionen, die körperlich behinderte Menschen unterstützen können. Wer beispielsweise nur eingeschränkt sieht, lässt sich auf Wunsch den Inhalt von Fenstern oder die Beschriftung von Menüpunkten vorlesen. Auf Wunsch nennt das Smartphone auch die aktuelle Uhrzeit oder den Status und die Ausrichtung der Anzeige (ge- oder entsperrt, Hoch- oder Querformat) sowie tiefergehende Informationen wie Akkuladestand oder WLAN- und Handynetzverbindung. Beim Tippen nennt es jeden aktivierten Buchstaben und schlägt Korrekturen akustisch vor. Selbst das Vorlesen von SMS-Nachrichten, E-Mails oder ganzen Webseiten funktioniert.


Wer Probleme hat, die schwarze Schrift auf weißem Hintergrund zu lesen, invertiert die Farben einfach im Menü.

VoiceOver erleichtert es Sehbehinderten, das iPhone zu bedienen. Allerdings ändert sich dann die Steuerung des Interfaces deutlich. Programme öffnen Anwender beispielsweise nun per Doppelklick. Tippt der User einfach auf ein Symbol, so liest das Smartphone dessen Beschriftung zunächst nur vor. Für die Sprachausgabe stehen 21 verschiedene Sprachen zur Verfügung; die Sprechgeschwindigkeit ist konfigurierbar. VoiceOver funktioniert mit allen navtiven Programmen – Third-Party-Software unterstützt das Feature nicht immer.

Wer Probleme hat, die kleinen Icons auf dem Display zu erkennen, kann die Zoomfunktion überall aktivieren. So lassen sich durch ein Spreitzen von zwei Fingern auch Home-, Unlock- und Spotlight-Screen beliebig vergrößern. Das Lupenfeature funktioniert sowohl in mitgelieferten als auch in Third-Party-Anwendungen. Bislang funktionierte das lediglich bei Fotos, E-Mails und Browserfenster. VoiceOver und Überall-Zoom arbeiten übrigens nicht gleichzeitig.

Der Kontrast des Displays lässt sich umdrehen – so stellt das iPhone weiße Schrift auf schwarzem Untergrund dar. Der Homescreen hat dann ebenfalls einen weißen Hintergrund. Seltsam: Neben Icons sind auch Fotos in der Gallery dann invertiert.

Was gibt es noch neues?

Das iPhone 3G S unterstützt Nike + iPod. Damit kommuniziert das Smartphone mit einem Sensor, den Nike in etlichen seiner Laufschuhe verbaut. Damit lässt sich das Handy als Schrittzähler einsetzen und behält während Trainigssessions sowohl die zurückgelegte Strecke als auch die Geschwindigkeit im Auge. Wer die Anwendung in den Einstellungen aktiviert, bekommt ein entsprechendes Icon auf dem Homescreen angezeigt.

Am Headset hat Apple ebenfalls geschraubt. Am Kabel hängen nun Tasten für die Voice-Control-Funktion. Außerdem gibt es Bedienelemente zum Annehmen von Anrufen, zur Lautstärkeregelung und zur Steuerung der Video- und Musikwiedergabe.

iPhone OS 3.0

Auf dem iPhone 3G S ist die neue Firmware ab Werk installiert. Apple verspricht über 100 neue Funktionen, darunter auch längst überfällige Features wie MMS-Unterstützung, Stereo-Bluetooth, Diktiergerät-Anwendung sowie Kopieren, Ausschneiden und Einfügen. Eine vollständige Liste hat der Hersteller aus Cupertino bislang nicht veröffentlicht. Seit dem 17. Juni ist die Software für alle älteren iPhone- und iPod-Touch-Modelle erhältlich [8].

MMS

Wir haben uns lange darüber beklagt, dass ausgerechnet das Multimedia-Wunder keine Multimedia-Nachrichten verschickt. Endlich sendet das Smartphone nicht mehr nur schnöden Text, sondern auch Fotos. Daneben lassen sich Freunde und Verwandte außerdem auch mit Videos, Musikstücken und Google-Maps-Positionen beglücken. Auf gut Deutsch: Das iPhone hat etwas dazugelernt, das fast jedes Handy der letzten zwei Jahre beherrscht.


So sieht das MMS-Feature in der Beta-Version von iPhone OS 3.0 aus.

Das Zusammenstellen von MMS geht erfrischend einfach von der Hand. In der Nachrichtenanwendung befindet sich jetzt ein kleines Kamera-Icon neben dem Eingabefeld. Bei Betätigung stellt es den Anwender vor die Frage, ob er ein Bild aus dem Album einfügen oder ein neues Foto aufnehmen möchte. Wer sich für „neue Aufnahme“ entscheidet, erhält nach dem Knipsen die Option für einen weiteren Versuch, sollte das Foto nicht gut genug sein. Ganz gleich wie man sich entscheidet, das Bild erscheint im Textfeld.

Ausschneiden, Kopieren, Einfügen

Cut, Copy & Paste ist lange überfällig. Jetzt endlich gibt es die Funktion: Sie ist kinderleicht zu bedienen und funktioniert in allen Anwendungen. Entwickler haben auf das Feature ebenfalls Zugriff und implementieren es unproblematisch in ihre Software.


Ausschneiden, Kopieren und Einfügen von Text funktioniert problemlos.

Tippt man zweimal auf ein Textstück, so erscheint der Cut-Copy-Paste-Dialog. Die Auswahl lässt sich durch Verschieben der blauen Punkte beliebig verändern. Nach dem Kopieren oder Ausschneiden lässt sich der Text an andere Stelle wieder einbringen, indem der Anwender doppelt tippt und Einfügen wählt – leichter geht’s nicht.

Wer einen Fehler macht, schüttelt das iPhone einfach kurz, um die letzte Aktion rückgängig zu machen. Einige Anwendungen wie Notizen und E-Mail unterstützen auch Markieren durch einen langen Druck. Hier bietet ein Dialog die beiden Optionen Auswählen und Alles auswählen. Erstere wählt nur das berührte Wort, während letztere den gesamten Textblock markiert.

Im Safari funktioniert das Feature etwas anders, denn das doppelte Tippen dient im Browser auch zum Zoomen. Hier gibt es die Möglichkeit, ein Textstück durch einen langen Druck auszuwählen. Je nach aktueller Vergrößerung wählt das iPhone entweder ein einzelnes Wort, oder immer einen ganzen Absatz aus.

Querformat-Keyboard

Die Onscreen-Tastatur gibt es jetzt nicht mehr nur im Safari, sondern in auch in E-Mail-, Nachrichten- und Notizen-Anwendung im Querformat. Auch wenn die Freude über das neue Keyboard groß ist, dauert es doch ein paar Tage, sich daran zu gewöhnen. Das soll keine Kritik sein – es fühlt sich lediglich anfangs etwas seltsam an, mit zwei Fingern auf dem iPhone zu tippen.


Die Querformat-Tastatur erleichtert das Schreiben von Nachrichten und Notizen.

Posteingang, Kontakte und Textnachrichten zeigt das iPhone jetzt ebenfalls im Querformat an. Den Kalender gibt es allerdings nach wie vor nur im Hochformat.

Spotlight

Auf viel genutzten iPhones bildet sich schnell ein ordentlicher Verhau, der das Wiederfinden von E-Mails und Nachrichten nicht ganz einfach macht. Die Spotlight-Suche von iPhone OS 3.0 ermöglicht das Aufstöbern von Inhalten. Um dieses Feature zu nutzen, wischt der Anwender in der ersten Menüseite den Finger einfach von rechts nach links. Es erscheint ein Keyboard mit einem Eingabefeld darüber. Schon während der Eingabe zeigt das Smartphone eine Reihe von Suchergebnissen nach verschiedenen Fundorten sortiert an. Das iPhone durchstöbert Kalendereinträge, Musikdatenbank, Notizen, Anwendungen, Kontakte und Posteingänge. Außerdem lassen sich auch E-Mails, die auf den Servern von IMAP4- und Exchange-Accounts gespeichert sind, durchsuchen. Dieses Feature funktioniert nur im Hochformat.


Die Spotlight-Suche bringt Ordnung ins iPhone-Chaos.

Tethering

Das iPhone 3G S unterstützt nun Tethering, es lässt sich also als Modem für das Notebook [10] einsetzen. Bis dato verbietet T-Mobile die Nutzung des Features allerdings. Möglicherweise wird sich das zum Erscheinen des Smartphones noch ändern.

Textnachrichten

Das Löschen und Weiterleiten einzelner Nachrichten funktioniert nun genauso wie in der E-Mail-Anwendung. Ein Druck auf den Edit-Button zeigt eine Reihe kleiner Punkte neben den Nachrichten. So lassen sich einzelne Messages markieren, bevor der Anwender sich entschließt, sie weiterzuleiten oder zu löschen. Danke Apple – allerdings hätten wir uns das Feature schon beim ersten iPhone gewünscht.

Stereo-Bluetooth

Das iPhone OS 3.0 bringt nun endlich ein A2DP-Profil mit. Wir haben die Funktion mit dem Bluetooth-Headset HBS-250 von LG [11] getestet. Das Verbinden funktioniert einfach und einwandfrei. Der Musik-Player zeigt neben den altbekannten Schaltflächen ein Bluetooth-Icon an. Durch Antippen leitet das Smartphone den Klang an das Headset weiter. Ein Weiterer Druck gibt den Ton wieder über die iPhone-Lautsprecher aus. Mit dem Update unterstützt das Handy auch Peer-to-Peer-Verbindungen über Bluetooth. Davon profitieren beispielsweise Spiele.

Turn-by-Turn-Navigation

Mit der neuen Firmware wird das iPhone zum vollwertigen Navi [12]. Es kündigt während der Autofahrt jede Abbiegung per Sprachausgabe an. Allerdings kommt iPhone OS 3.0 nicht mit einer Navigationsapplikation. Stattdessen verlässt sich Apple auf Drittanbieter. Unter anderem haben TomTom und Navigon entsprechende Programme angekündigt.

Die kurze Vorführung von TomTom auf der WWDC machte einen vielversprechenden Eindruck. Die Oberfläche der Software ist übersichtlich, und die gesprochenen Anweisungen sind sehr verständlich. TomTom wird außerdem eine Autohalterung anbieten, die das iPhone an der Windschutzscheibe befestigt und gleichzeitig auflädt.

Einen Preis für die Navigationssoftware gab TomTom noch nicht bekannt. Nachdem GPS-Kartenmaterial allerdings nicht gerade günstig ist, sind wir gespannt, wieviel die Anwendung iPhone-User kosten wird.

Der Demonstration auf der WWDC nach zu urteilen, sollen Navigation und Telefonie gleichzeitig funktionieren. Außerdem können iPhone-Besitzer laut TomTom zusätzlich auf dem Smartphone gespeicherte Musik über ihr Autoradio hören, während es sie zum Ziel leitet. Im Gegensatz zum Palm Pre [13] unterstützt das Apple-Handy allerdings immer noch kein Multitasking. Wir sind gespannt, wie die beiden Konzerne alles unter einen Hut bringen.

iTunes Store

Nicht nur das Smartphone selbst, sondern auch der iTunes Store verändert sich mit dem Update. Anwender können sich auf dem Marktplatz jetzt auch Filme kaufen und ausleihen, Serien sowie Hörbücher herunterladen und auf iTunes U [14] zugreifen. In iTunes U – „U“ wie „Universität“ – bietet Apple eine Reihe von kostenlosen Vorlesungen, Sprachkursen und Hörbüchern an. iTunes-Geschenkgutscheine gelten jetzt auch für den App-Store und nicht nur für das Musikangebot.


Das iPhone 3G S wird mit der neuen Firmware zur Videothek.

Neu ist auch, dass man innerhalb einer Applikation Zukäufe tätigen kann. Zum Beispiel ließe sich das Abonnement eines Magazins erneuern oder bei Spielen einzelne Level hinzukaufen. Das ist ein nettes Gimmick, vorausgesetzt, die Entwickler springen auf diesen Zug auf. Da sie aber eine neue Möglichkeit bekommen, dem Verbraucher das Geld aus der Tasche zu locken, ist das wahrscheinlich.

Apple verspricht, dass kostenlose Anwendungen auch kostenlos bleiben, um Lockvogelangebote zu vermeiden. Doch während es bisher so war, dass man bei einer Freeware nie Geld für ein Update ausgeben musste, besteht jetzt die Gefahr, dass es nun zwei Versionen eines Tools im App Store geben wird. Die Freeware soll das Interesse an der Anwendung wecken und wer angebissen hat, muss zahlen, um die volle Funktionalität zu bekommen. Das ist auch nicht besser als eine App kostenlos anzubieten und später für ein Update Geld zu verlangen.

Das iPhone finden

Wer dazu neigt, Dinge zu verlieren, bekommt mit dem neuen Betriebssystem 3.0 ein praktische Hilfe. Wer sein neues iPhone verliert, kann es über den PC orten. Außerdem ist es möglich, dem potentiellen Finder eine Nachricht mit der Bitte um Rückruf zukommen zu lassen. Es lässt sich auch ein Ton aktivieren, um die Aufmerksamkeit von Passanten zu erwecken – selbst wenn das Telefon auf lautlos eingestellt ist. Ist das iPhone allerdings ausgeschaltet, tut sich gar nichts.

Das alles hört sich sehr gut an, aber es gibt ein paar Vorbehalte. Die Funktion „Find My iPhone“ ist nur für registrierte MobileMe-Nutzer verfügbar. Außerdem braucht man einen ehrlichen Finder, der sich meldet, wenn er die Nachricht auf dem Gerät sieht. Wer nicht das Glück hat, dass sein Telefon von einer Verantwortungsvollen Person gefunden wird, kann vom PC aus immerhin alle Daten auf dem Handy löschen. Diese Funktion ist gibt es zwar bei Unternehmenssoftware schon länger, aber für den Privatgebrauch ist sie einzigartig – das bietet noch kein Mitbewerber.

Diktierfunktion

Eigentlich hätten wir dieses Feature schon im ersten Apple-Handy erwartet. Aber besser, es kommt spät als nie. Das Icon für die Sprachaufnahmefunktion liegt auf dem Home-Bildschirm. Die Nutzeroberfläche der Anwendung ist klar strukturiert und einfach zu bedienen. Um eine Aufnahme zu starten oder zu stoppen, muss nur der Aufnahmeknopf berührt werden. Die Diktierfunktion arbeitet auch, wenn andere Anwendungen laufen – wie etwa der Browser. Die fertig aufgenommene Nachricht lässt sich per Mail verschicken oder wie ein Video bearbeiten.

Aktienkurse

In der Aktien-Applikation gibt es jetzt Ticker-Nachrichten für die jeweiligen Unternehmen. Das ist ein nettes Feature für jemanden, der diese App regelmäßig nutzt. Außerdem zeigt das Programm die Kursdiagramme jetzt auch im Querformat und präsentiert den Kurswert an jedem Punkt der Diagramme.

Weitere Neuerungen

Der Wert der übrigen Neuzugänge durch OS 3.0 variiert von nützlich bis belanglos. So gibt es jetzt Push-Mittleilungen, mehr Einstellmöglichkeiten bei der Kindersicherung und eine Shake-to-Shuffle-Funktion für den iPod-Player, die per Schüttelbewegung zum nächsten Lied springt. Außerdem lassen sich Einladungen zu Meetings oder Kontakte weiterleiten. Die Synchronisation von Notizen funktioniert jetzt für PC und Mac. Eingaben in Formularen speichert das Handy nun und bei WLAN gibt es eine Auto-Login-Funktion. Ferner bietet Apple zusätzliche Hintergründe zur Auswahl. Besonders praktisch: Im Safari-Browser ist das Kopieren von Links, das Öffnen in einem neuen Fenster und das Speichern von Bildern möglich.

Was fehlt noch?

Glücklicherweise wird die Liste mit wünschenswerten Features mit jeder neuen Version des iPhones kürzer. Multitasking gibt es aber immer noch nicht. Manch einer bezweifelt vielleicht auch den Nutzen von mehreren gleichzeitig laufenden Applikationen, aber wer einmal gesehen hat, wie elegant der Palm Pre das Multitasking handhabt, wird feststellen, dass Apple da dringend nachziehen muss. Es ist schon frustrierend, wenn man bei einem Smartphone, das so viel kann, eine Anwendung schließen und ins Hauptmenü zurückgehen muss, um eine andere zu öffnen.

Wie schon erwähnt, lässt sich die Optik der Nutzeroberfläche nicht verändern. Obwohl es sehr gut ist, sich nicht durch etliche Menüs und Unterpunkte quälen zu müssen, wäre es sehr schön, wenn es mehr Möglichkeiten zur Individualisierung gäbe. Das gleiche gilt für Überspielen von Dateien per Drag & Drop. Obwohl der Nutzer über das USB-Kabel Zugriff auf die Ordner der Kamera bekommt, lassen sich Bilder und Videos nur vom iPhone auf den PC kopieren. Wer Bilder, Videos und andere Dateien vom PC auf das iPhone übertragen will, muss dafür auf iTunes zurückgreifen. Und auch dann gibt iTunes vor, welche Dateien wohin verschoben werden können. Viele Telefone, darunter einfachen Handys und Highend-Smartphones, geben sich über USB als Massenspeicher aus. Es wird Zeit, dass Apple das auch einführt.

Noch ein Manko: Der Safari-Browser unterstützt immer noch kein Flash. Immerhin: Apple kennt diese Schwachstelle und wir haben Hoffnung, dass sie geschlossen wird. Aber in der Zwischenzeit hätte man doch zumindest Flash Lite integrieren können, um ein perfektes Web-Erlebnis zu garantieren. Apple hat sich lange gerühmt, mit dem iPhone das Internet mobil zu machen, aber überlässt das Feld der Browser mit Flash-Unterstützung nun der Konkurrenz.

Ob folgende Features jemals den Weg auf das iPhone finden werden, bleibt zweifelhaft. Erwähnen sollte man sie dennoch. So wäre ein Radio oder ein integrierter UKW-Transmitter wünschenswert. Aber selbst simple Dinge wie die Möglichkeit, Nachrichten als ungelesen markieren zu können, wäre eine schöne Sache. Dass man den Akku nicht selbst wechseln kann, ist noch so ein Unding. Welches Mobiltelefon soll man eigentlich verwenden, wenn das iPhone zum Akku-Tausch eingeschickt werden muss? Und nicht zu vergessen: Dieser Service kostet Geld!

Sprachqualität

Der Test des Quad-Band-fähigen (GSM 850/900/1800/1900) iPhone 3G S findet in San Francisco statt. Die Sprachqualität unterscheidet sich nicht merklich vom Vorgänger iPhone 3G. Wenn die Verbindung einmal steht, ist die Qualität hervorragend. Stimmen klingen natürlich, und es ist nur wenig Echo zu hören. Manchmal sind allerdings Windgeräusche zu vernehmen. Für Telefonate in der Disco ist das iPhone 3G S nicht geeignet: Die Lautstärke könnte etwas höher sein.

Die Gesprächspartner stellen beim iPhone 3G S keinen Unterschied zum Vorgänger fest. Gelegentlich treten Hintergrundgeräusche auf. Die Nutzung sprachgeführter automatischer Hotlines stellt mit dem Gerät kein Problem dar.

Das Freisprechen funktioniert gut, aber nicht ausgezeichnet. Der externe Lautsprecher klingt eher weich, die Stimmen wirken aber nicht verzerrt – außer bei höchster Lautstärke. Die ist bei geringem Umgebungslärm allerdings auch nicht erforderlich. Die Verbindung zu dem Bluetooth-Headset BlueAnt Q1 klappt ohne Schwierigkeiten. Die Qualität ist zufriedenstellend.

Bei der Signalstärke ist leider keine Veränderung zum Vorgänger festzustellen. Der Handover zwischen EDGE und 3G bleibt wackelig. Das iPhone versucht nach wie vor, immer eine Verbindung zum 3G-Netz herzustellen – auch wenn das Signal sehr schwach ist. Wie beim iPhone 3G verbessert sich der Empfang, wenn man das 3G-Modul abschaltet. Mit der Zeit nervt das aber.

In schlecht ausgebauten Gebieten gibt es keine Unterschiede zum iPhone 3G. Empfangsstärke und Häufigkeit der Verbindungsabbrüche liegen auf demselben Niveau des Vorgängers.

Nach den Tests der FCC beträgt der SAR-Wert bei Gesprächen am Ohr 0,79 Watt. Damit stellt das iPhone 3G einen Negativrekord auf.

Audio- und Videoqualität

Auch bei der Video- und Audioqualität gibt es keine wahrnehmbaren Unterschiede zum Vorgänger. Erfreulicherweise findet die Stagnation aber auf hohem Niveau statt: Der Klang ist sauber und satt. Das Gerät unterstützt eine Reihe von Formaten und Bitraten, angefangen von einfachem MP3 und AAC bis hin zu Formaten wie AIFF, WAV und Apple Lossless, die CD-Qualität bieten. Das Abspielen von Videos ist immer noch flüssig und die Darstellung hell.

Das iPhone 3G S ist das erste iPhone, das Videos nicht nur abspielen, sondern auch aufnehmen kann. Apple aktualisiert die mobile Version des iTunes Music Store und bietet hier jetzt auch Filme, TV-Sendungen und Musikvideos an. Vor dem OS-3.0-Update gab es nur Musik und Podcasts.

Die Musikqualität mit dem LG HBS-250 Stereo Bluetooth Headset ist zufriedenstellend und eine große Verbesserung gegenüber dem integrierten Lautsprecher. Die mitgelieferten Kabel-Kopfhörer übertrifft es in puncto Klang ebenfalls.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit bleibt eine der größten Schwächen des iPhone. Bei starker Nutzung des Geräts hält der Stromspeicher nicht länger als einen Tag. Auf dem Papier sehen die Werte der neuesten Generation etwas besser aus: Apple gibt 9 Stunden Akkulaufzeit bei WLAN-Nutzung an, 10 Stunden bei der Videowiedergabe, 30 Stunden beim Abspielen von Audiodateien sowie 12 Stunden 2G- und 5 Stunden 3G-Sprechzeit. Eine Neuerung ist, dass man auf dem Homescreen oben links eine Akkustandsanzeige mit Prozentangabe sieht.

In ersten Tests hält der Akku des iPhone 3G S etwas länger als der des Vorgängers. Das zeigt sich insbesondere bei hoher Beanspruchung. Genaue Ergebnisse werden aber erst unsere Labortests liefern, die derzeit durchgeführt werden.

Fazit

Das neue iPhone ist der nächste Schritt in die richtige Richtung. Es stellt nicht die Revolution dar, die die ersten zwei Apple-Handys vollbringen konnten – stattdessen bringen Kompass, 3-Megapixel-Kamera mit Autofokus, Copy & Paste und Spracherkennung das Smartphone auf den Stand der Technik. Perfekt ist es aber dennoch nicht. Kein anderer Hersteller würde sich erlauben, den Akku fest zu verbauen und keinen MicroSD-Speicherkartenslot vorzusehen. Doch mit seinen Ausstattungsmerkmalen, der umfangreichen Softwareauswahl im App Store und der immer noch revolutionär intuitiven Benutzeroberfläche ist das iPhone 3G S eines der besten Smartphones, die es bislang gibt.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41005474/neues-iphone-3g-s-im-test-schneller-besser-cooler/

URLs in this post:

[1] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[2] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[3] Neues iPhone 3G S mit 3-Megapixel-Kamera, Kompass & Videofunktion: https://www.cnet.de/41005085/neues-iphone-3g-s-mit-3-megapixel-kamera-kompass-videofunktion/?pid=1#sid=41005474

[4] Neues iPhone 3G S: Videoschnitt, Kompass, MMS und Copy & Paste: https://www.cnet.de/41005463/neues-iphone-3g-s-videoschnitt-kompass-mms-und-copy-paste/?pid=1#sid=41005474

[5] iPhone 3G: https://www.cnet.de/tests/handy/39193346/endlich+da+und+schon+getestet+iphone+3g.htm

[6] Beispielfotos der 3-Megapixel-Kamera vom neuen Apple iPhone 3G S: https://www.cnet.de/41005485/beispielfotos-der-3-megapixel-kamera-vom-neuen-apple-iphone-3g-s/?pid=1#sid=41005474

[7] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/

[8] Software für alle älteren iPhone- und iPod-Touch-Modelle erhältlich: http://cgi.cnet.de/alpha/artikel/handys/200906/ab-jetzt-zu-haben-neue-firmware-fur-iphone-und-ipod-touch.htm

[9] Apple iPhone 3G S: Screenshots von OS 3.0: https://www.cnet.de/41005083/apple-iphone-3g-s-screenshots-von-os-3-0/?pid=1#sid=41005474

[10] Notebook: http://www.cnet.de/themen/notebook/

[11] LG: http://www.cnet.de/unternehmen/lg/

[12] vollwertigen Navi: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/specials/41002403/page/3/in+300+metern+links+abbiegen+handys+mit+echtem+navigationssystem.htm

[13] Palm Pre: https://www.cnet.de/tests/handy/41004971/testbericht/im+test+palm+pre+innovatives+webos_+aber+kein+iphone_killer.htm

[14] iTunes U: http://www.apple.com/de/itunes/whatson/itunesu.html