Leistung

Wie die meisten Fernseher kommt die beste Bildqualität beim 42LH5000 erst nach dem Kalibrieren zum Vorschein. Dabei helfen zwei professionelle ISF-Modi (Imaging Science Foundation: Standard zur Farbkalibrierung). Im Vergleich zu vielen anderen Geräten wie denen von Samsung ist die Schärfe in den Grundeinstellungen nicht übermäßig hochgeregelt. Dadurch ist das Bild von Anfang an ordentlich – vorausgesetzt, Anwender schalten alle unnötigen Bildverarbeitungsfunktionen inklusive TruMotion ab.

100-Hz-LCD-Fernseher gibt es seit rund zwei Jahren. Heute sind die Hersteller bei Wiederholraten von 200 Hz angekommen. Allerdings funktioniert die Technologie immer noch bei keinem Hersteller perfekt – am wenigsten bei LG. Im Gegensatz zu Sonys Z5500-Serie wirkt die Bildverarbeitung beim 42LH5000 äußerst rudimentär. Bei hoher Einstellung treten Lichthöfe und Artefakte auf. Wer den Modus auf schwach stellt, sieht ein starkes Ruckeln und Flackern. Daraufhin haben wir alle Modi mit verschiedenem Filmmaterial durchprobiert. Allerdings hat auch das nichts geholfen. Daher sollten Anwender den 200-Hz-Modus komplett deaktivieren.

Dafür funktionieren die anderen Bildverarbeitungs-Features sehr gut. Der 42LG5000 schlägt sich bei unseren synthetischen Benchmarks ausgesprochen gut und besteht jeden Test der HQV-Blu-ray. Auch bei der Blu-ray von Mission Impossible III machen sich die Funktionen bemerkbar. Der Fernseher stellt die Szene mit der Brücke ohne sichtbare Moire-Effekte beim Geländer dar. Zudem ist bei der Darstellung des etwas körnigen Ausgangsmaterials kein zusätzliches Rauschen auszumachen.

Der dynamische Kontrastwert des LG ist im Vergleich zu anderen Screens, wie dem des Samsung UE40B7000, relativ gering. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass diese Angaben ohnehin nicht sonderlich glaubwürdig sind. Um die echten Schwarzwerte zu ermitteln, lohnt sich der Weg zum nächstgelegenen Elektronikmarkt. Der 42LH5000 gibt düstere Filme wie die Blu-ray von Batman Begins trotz seines eher geringen dynamischen Kontrastes mit vielen Details in dunklen Bereichen wieder. Auch die King-Kong-DVD zeigt, dass der Kontrast und die Schwarzwerte des Fernsehers gut sind. Farbverfälschungen wie Schwarze Bereiche mit Grünstich treten ebenfalls nicht auf.

Durch sein IPS-Panel sollte der LG eigentlich hohe maximale Blickwinkel bieten, die an die eines Plasma-TVs wie des Panasonic TX-32LXD80 heranreichen. In der Praxis ist das aber nicht der Fall: Bei größeren Winkeln behält das Bild zwar seinen Kontrast, die Schwarzwerte gehen aber verloren. Dafür tritt nur eine sehr geringe Wolkenbildung durch durchscheinende Hintergrundbeleuchtung auf.

LG hat viel Geld investiert, um die Tonqualität seiner Fernseher zu optimieren. Das Wichtigste bei einem TV-Gerät ist die saubere Wiedergabe von menschlichen Stimmen. Hier schlägt sich der 42LH5000 sehr gut. Dialoge sind klar und deutlich zu verstehen. Auch bei Effekten wie denen von Mission Impossible III punktet der LG. Natürlich ist er mit seinen unsichtbar verbauten Lautsprechern nicht in der Lage, mit einem Heinmkinosystem mitzuhalten. Dennoch ist der Klang gut und es kommt nur sehr selten zu einem leichten Übersteuern der Bässe. Auch bei der Musikwiedergabe von USB-Speichermedien klingt der Fernseher gut.

Fazit

Mit dem LG 42LH5000 bekommen Käufer schon für rund 850 Euro einen ordentlichen HD-Fernseher. Das Gerät überzeugt besonders durch seinen guten Klang und sein auch ohne Kalibrierung brauchbares Bild. Allerdings sollten Anwender die Finger vom 200-Hz-Modus lassen. Anstatt das Bild zu verbessern und für flüssigere Bewegungen zu sorgen, verschandelt er Filme mit hässlichen Artefakten. Außerdem feiern Besitzer des Fernsehers besser keine großen Filmparties. Andernfalls sehen diejenigen, die weiter außen auf dem Sofa sitzen, dank der geringen Blickwinkel nur die Hälfte.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu LG 42LH5000: guter TV, schlechter 200-Hz-Modus

  • Am 6. August 2009 um 09:40 von Tom

    Einstellungen
    Welche Einstellungen wurden für den Test gewählt?

  • Am 24. Januar 2010 um 08:31 von crycfos

    Mein Test
    Kann nur bestätigen: Hab den Fernseher und der 200Hz ist fürn Arsc*, wenn man
    bedenkt wieviel Geld man dafür investiert hat. Und die diese 200Hz so Werben um Kunden in die Falle zu locken. Niewieder LG! Lieber Samsung, Philips oder Sharp besser kaufen aber nicht LG. Fingerweg!!! Das ist betrug hoch 2

  • Am 25. Januar 2010 um 15:33 von Pascal Poschenrieder

    Re: Einstellungen
    Hallo Tom,

    leider liegen uns die Einstellungen nicht mehr vor.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Pascal Poschenrieder, CNET.de

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