Das dominierende Element auf der Oberseite ist das 3,2 Zoll große Touchscreen-Display. Es löst mit 320 mal 480 Pixeln so viel auf wie die Anzeigen der anderen Android-Smartphones G1, Magic und Galaxy. Allerdings basiert es auf der Flüssigkristalltechnik (LCD) – die moderne OLED-Technik mit brillanter Farbwiedergabe und perfekten Blickwinkeln hat derzeit nur Samsung bei seinem I7500 (Galaxy) zu bieten. Schlecht ist das Display dennoch nicht – aber eben nicht so brillant wie die OLED-Anzeige.

Aus manchen Blickwinkeln fällt auf, dass das eigentliche Display ein gutes Stück unter der Glasscheibe sitzt. Wer von oben auf die Anzeige blickt, bemerkt das nicht, beim Blick von der Seite irritiert das allerdings etwas. Doch das sollte keinen potentiellen Hero-Käufer abhalten. Störender hingegen ist bei starkem Licht die Beschichtung des Displays: Sie spiegelt nicht nur stark, sondern verzerrt auch noch.

Unterhalb der Anzeige befinden sich die sechs üblichen Android-Tasten samt des HTC-typischen Trackballs. Vier der Knöpfe sind in einer Reihe unterhalb des LCDs angeordnet, zwei weitere befinden sich unten rechts. So wirken die Bedienelemente deutlich aufgeräumter als beispielsweise beim HTC Magic. Beim ersten Ausprobieren scheinen die Suche und die Zurückfunktion allerdings vertauscht zu sein, denn der Daumen erreicht die innenliegende Taste deutlich besser – die Suche dürfte allerdings weniger häufig zum Einsatz kommen.

Mit seinen Abmessungen von 11,2 mal 5,6 Zentimetern bei einer maximalen Bauhöhe von 1,4 Zentimetern ist das Hero ein gutes Stück kleiner als das iPhone, das allerdings auch einen größeren Bildschirm bietet (3,5 statt 3,2 Zoll). Die optisch umstrittene, abgeknickte Unterseite verjüngt sich unten merklich. Immerhin sorgt sie dafür, dass das Handy wirklich gut in der Hand liegt und sich problemlos mit dem Daumen bedienen lässt. Allerdings ist es nicht möglich, das Smartphone flach mit dem Display nach unten beispielsweise auf die Quick-Boarding-Barcodescanner am Flughafen zu legen – das Erfassen der Ticketdaten dauert deutlich länger als beispielsweise beim iPhone. Dafür ist die Form aber ergonomischer, und das Hero fühlt sich beim Telefonieren an wie ein klassischer Telefonhörer am Kopf. Die meisten potentiellen Käufer dürften auch häufiger Sprechen als Fliegen, somit ist dieser Nachteil zu vernachlässigen.

Eine Revolution bei HTC-Handys stellt die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse dar. Somit ist nun kein Adapter mehr nötig, wenn man einen hochwertigen Standard-Kopfhörer anstelle des mitgelieferten Headsets anschließen möchte.

Ausstattung

Es ist ja inzwischen schon fast langweilig geworden in dieser Kategorie, denn großartige Unterschiede gibt es derzeit zwischen Highend-Smartphones nicht. So ist auch das Hero wie seine Android-Brüder oder beispielsweise das iPhone, das i8910 von Samsung oder das LG Arena mit allem ausgestattet, was die Technik hergibt. Fürs quasi weltweite Telefonieren steht Quad-Band-GSM zur Verfügung. Die Verbindung ins Internet baut UMTS samt Datenturbo HSDPA auf, und fürs kostenlose Surfen im Büro, zu Hause oder in der nächsten Kaffeebar gibt es WLAN nach 802.11b und g.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Im Test: Android-Smartphone HTC Hero (T-Mobile G2 Touch) mit Sense-Oberfläche

  • Am 29. Juni 2009 um 11:24 von Günter Frickel

    Gut? Mag sein, aber…
    …solange die Android-Smartphones allesamt so hässlich sind, kommen die mir nicht in die Tüte. Das Samsung hat zu viele Knöpfe und die HTC-Geräte sind unten abgeknickt. Was soll denn das – das ist doch nicht schön?!

  • Am 19. Juli 2009 um 23:41 von gnarf

    Sooo schlecht sieht er doch nicht aus
    Hallo,

    okay, das Design wirkt nicht ganz vollendet. Aber so schlimm ist es nun auch wieder nicht, und wenn der Hero technisch überzeugt, nehme ich das gern in Kauf. Und er überzeugt. Besser als das iPhone würde ich sagen, gut, hier und da vielleicht noch nicht auf der Höhe. Aber beim iPhone fehlen ja allein schon die Widgets. Beim Homescreen hat HTC die Zeichen der Zeit erkannt.

    Zumal es ja von Haus aus Twitter, Facebook, Flickr und so weiter gibt. Man richtet es mit ein beim ersten Einschalten, wie Google und Xchange, und kann es auf Anhieb nutzen. Das ist cool!

  • Am 21. Juli 2009 um 16:11 von life_is_pleach

    Gutes Design
    also ich finde das Design besser als das des iPhone und Co. Endlich mal etwas anderes als dieses MID Design. Gerade der Knick macht das optisch sehr gelungene Design meiner Meinung nach aus.

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