DSLR-Sensorreinigung: So schießt die Spiegelreflex saubere Fotos

Endlich, 14 Stunden Flug sind geschafft, eine Nacht in der kakerlakenüberfluteten Jugendherberge durchstanden, und 24 Stunden chaotische Busfahrt überlebt. Die Schönheit der chilenischen Atacamawüste entschädigt für alle Strapazen. Möglichst unverfälscht soll die digitale Spiegelreflexkamera die Eindrücke der Rucksacktour auf digitalen Film bannen. Doch bereits in den ersten Tagen machen die harten Bedingungen der Kamera zu schaffen. Zunehmend mehr schwarze Punkte besiedeln die Fotos, und es wird klar: In zwei Wochen sehen die Aufnahmen aus, als hätte man erst mit der Schrotflinte darauf geschossen und sie anschließend auf schwarzes Papier geklebt.

Digitale Spiegelreflexkameras sind dank austauschbaren Optiken äußerst flexibel. Doch bei jedem Wechsel der Linse ist das Innere der Kamera den Umwelteinflüssen schutzlos ausgeliefert. Sand, Staub, Feuchtigkeit, Haare und Fussel machen sich ungehindert auf dem Sensor breit und sorgen für hässliche Spuren auf den Fotos. Im Vergleich zu den Anschaffungskosten einer aktuellen DSLR ist eine professionelle Reinigung mit rund 30 bis 60 Euro nicht sonderlich teuer. In einem 2500-Einwohner-Kaff inmitten der chilenischen Wüste gibt es allerdings noch weniger Foto-Service-Geschäfte als Freibäder – und bevorzugterweise landet genau dort ein Eimer Sand auf den Sensor. Mit ein bisschen Know-How, Geschick und dem richtigen Zubehör lässt sich der Sensor auch problemlos selbst putzen. Wir zeigen, wie’s geht.


Sind die richtigen Werkzeuge vorhanden, steht der Sensorreinigung nichts mehr im Wege.

Wir vertrauen bei den Werkzeugen für die Sensorreinigung auf das Angebot von Cameraclean.co.uk. Der Online-Shop hat seinen Sitz zwar in Großbritannien, verschickt aber auch nach Deutschland und akzeptiert PayPal-Zahlungen. Das große Angebot des Händlers und die mit knapp vier Euro niedrigen Versandkosten überzeugen.

Für unsere Canon EOS 30D bestellen wir bestellen wir das Intro Cleaning Kit with Type 2 Sensor Swabs mit der Eclipse-Reinigungslösung für knapp 40 Euro. Das Paket enthält genug Material für sechs Putzvorgänge. Eine Liste, welche Werkzeuge für welche DSLR notwendig sind, findet sich hier.

Woran erkenne ich einen verschmutzen Bildsensor?

Vor dem Loslegen gilt es zu Überprüfen, ob eine Sensorreinigung überhaupt notwendig ist. Dazu schließen wir bei der Kamera die Blende soweit wie möglich, sprich, wählen eine hohe Blendenzahl. Bei einer größeren Tiefenschärfe kommen Verunreinigungen auf dem Chip deutlicher zum Vorschein. Dann fotografieren wir eine weiße Fläche. Das Erhöhen des Kontrasts in einem Bildbearbeitungsprogramm hilft ebenfalls bei der Erkennung.


Tauchen auf der Aufnahme solche schwarzen Punkte auf, ist es an der Zeit für eine Sensorreinigung.

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