Im Inneren arbeitet das bekannte Symbian-S60-Betriebssystem mit Feature Pack 2 – dementsprechend ist die Optik von Menüicons, Wartesymbolen und so weiter nun an das Look & Feel der OVI-Oberfläche angepasst. Die Uhrzeit ist nun im unteren Bereich des Displays permanent sichtbar. Weiter Unterschiede im Vergleich zum Vorgänger sind uns zumindest beim ersten Test nicht aufgefallen.

Es gibt nun 250 MByte integrierten Speicher (E71: 110 MByte) und einen Speicherkartenslot für MicroSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 16 GByte. Für die Verbindung ins Internet steht HSDPA mit bis zu 10,2 MBit/s zur Verfügung (E71: bis 3,6 MBit/s), außerdem gibt es den Upload-Turbo HSUPA. Darüber hinaus hat es Nokia geschafft, die Akkulaufzeit weiter zu verlängern – trotz des mit 600 MHz nun deutlich schnelleren Prozessors. Die CPU des Vorgängers arbeitet mit 396 MHz.

Am Akku an sich hat sich übrigens nichts getan – der Energiespeicher beider Modelle nimmt 1500 mAh auf. Dennoch verspricht der Hersteller beim neuen Modell bis zu 13 Stunden lange Dauertelefonate – das sind 2,5 Stunden länger, als das E71 durchhalten soll. Ob diese Aussagen stimmen, überprüfen wir, sobald uns ein Testgerät vorliegt.

Schwächen

Viel schlechtes zu sagen gibt es über das Symbian-Betriebssystem nicht. Es hat sich bewährt und funktioniert seit Jahren tadellos – das ist sein Problem. Im Vergleich zu den coolen Android- oder iPhone-Oberflächen wirkt es einfach altbacken. Das ist zwar kein großer Haken, aber wenn Nokia hier nicht bald reagiert, werden die Finnen von der Konkurrenz gnadenlos abgehängt.

Darüber hinaus hat der finnische Hersteller bei der Videofunktion seiner Handys noch einiges nachzuholen. So zeichnet auch die Kamera des E72 nur 15 Bilder pro Sekunde in VGA-Auflösung auf. Bei einem mehr auf Business denn auf Multmedia ausgerichteten Smartphone mag das vielleicht noch in Ordnung gehen – aber so schwer kann es ja auch nicht sein, doppelt so viele Bilder pro Sekunde aufzuzeichnen. Immerhin ist das im Vergleich zum Vorgänger dennoch eine Weiterentwicklung – das zeichnete in QVGA-Auflösung 15 Bilder pro Sekunde auf.

Vorläufiges Fazit

Die wichtigste Frage ist wohl: Ist es sinnvoll, vom E71 auf das E72 aufzusteigen? Zwei Gründe sprechen dafür – die nun oben angebrachte Klinkenbuchse und die neue 5-Megapixel-Kamera. Im Detail konnten wir die spannenden Punkte zwar noch nicht testen, aber auf den ersten Blick wirkt das neue Modell deutlich reifer. Wir sind sehr gespannt auf ein Testgerät, das wir im nächsten Quartal erwarten.

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