Der Nachtmodus der Sony-Kamera macht außerdem einen intelligenteren Eindruck als die Pendants der Rivalen. Er hellt das Bild nur auf, wenn es tatsächlich erforderlich ist. Die Aufnahmen wirken dann ein ganzes Stück besser ausgeleuchtet, weisen aber nicht allzu viel Bildrauschen auf. Auch mit durch niedrige Verschlusszeiten ausgelösten Artefakten hat die Handycam nicht zu kämpfen. Im direkten Vergleich zu den Canon-Modellen liefert die XR500 schönere Ergebnisse im Halbdunkel. Die Nachtvideos der Sony rauschen zwar etwas stärker, glänzen aber durch bessere Farben und mehr Schärfe. Allerdings kommt der automatische Weißabgleich beider Camcorder-Hersteller mit Zwielicht nicht zurecht.

Auch der Bildschirm liegt über dem Durchschnitt. Er ist ordentlich groß und lässt sich sogar bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen. Dank der hohen Pixelzahl funktioniert das manuelle Fokussieren ebenfalls zuverlässig. Der elektronische Sucher macht allerdings einen etwas kleinen und körnigen Eindruck. Immerhin: Auch wenn die Auflösung nicht optimal ist, sehen Farben auf dem Mini-Display dennoch sehr ordentlich aus.

Neben der Video- macht auch die Audioqualität einen guten Eindruck. Das 5.1-Mikrofon ist empfindlich, könnte aber einen Windfilter vertragen. Standbilder sehen akzeptabel aus, kommen aber trotz 12 Megapixeln bei weitem nicht an die Fotos von aktuellen Kompaktkameras heran. Die native Auflösung des Bildsensors beträgt lediglich sechs Millionen Bildpunkte. Durch die Interpolation entstehen gelegentlich hässliche Artefakte auf den Schnappschüssen.

Die einzige wirkliche Schwäche bei der Leistung zeigt die Sony Handycam im Punkt Akkulaufzeit. Nach ungefähr einer Stunde geht dem Camcorder der Saft aus.

Fazit

Beide Sony-Prosumer-Modelle – sowohl der XR500 als auch der XR520 – leiden unter einem wirren Touchscreen-Interface und dem hohen Preis. Bei einem rund 1000 Euro teuren Camcorder wünschen wir uns außerdem mehr manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Dennoch, in puncto Bildqualität haben die beiden 500er derzeit eindeutig die Nase vorne. Allerdings hält der Markt für 300 Euro weniger bereits Videokameras bereit, die den meisten Hobbykameramännern ebenfalls genügen sollten. Ein gutes Beispiel ist die Sony Handycam HDR-CX11E.

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