Kino für die Hosentasche: Mini-Beamer im Vergleich

Natürlich verbessert sich die Qualität bei geringerem Projektionsabstand – und somit bei kleinerer Bildgröße. Die minimale Bildgröße der Beamer im Vergleich liegt bei 12,7 Zentimetern. Das ist kaum größer als ein Handydisplay. Der Screen des iPhone misst beispielsweise auch schon 8,9 Zentimeter. Maximal schaffen sie 1,5 Meter Diagonale. Allerdings ist dazu ein Projektionsabstand von 2,6 Metern notwendig. Dadurch nimmt die Helligkeit so stark ab, dass das Bild nur noch bei einer Nachtfahrt im Schlafabteil sichtbar ist.

Quellen

Da der Beamer Handyvideos anzeigen soll, muss er sich auch mit dem Mobiltelefon verbinden. Alle Geräte im Vergleich bringen hierfür einen Composite-Video-Eingang mit. Die meisten Smartphones mit Videoplayer verfügen über diesen Ausgang. Allerdings ist ein spezielles Kabel notwendig. Ist es nicht im Lieferumfang des Handys enthalten, muss es nachgekauft werden. Derartige Kabel kosten zwischen 10 und 30 Euro. Einige der Mini-Projektoren verfügen zudem über einen VGA-Anschluss. So ist auch das Verbinden mit dem Notebook möglich.


Samsungs MBP200 hat ein Display an Bord, mit dem Anwender auf seinen integrierten Mediaplayer zugreifen.

Einige der Beamer bringen das Videomaterial sogar selbst mit. Sie verfügen über integrierten Speicher oder einen Speicherkartenslot. Ein eingebauter Mediaplayer spielt die dort lagernden Multimediadateien dann direkt ab. Allerdings ist die Formatunterstützung bei den meisten Mini-Beamern sehr begrenzt: Sie zeigen lediglich JPEG-Fotos an, spielen MP3-Musik und beherrschen einige wenige Videoformate. Zwar legen die Hersteller eine Software zum Umwandeln vorhandener Filme bei, das ist aber umständlich und kostet Zeit. Lediglich Käufer des Samsung-Modells können sich das lästige Umwandeln sparen. Der MBP200 gibt fast jedes Format wieder. Er öffnet sogar Office-Dokumente und PDF-Dateien. So eignet er sich auch für mobile Präsentationen. Zur Auswahl der Dateien integriert der Hersteller ein LC-Display in seinem Gerät. Allerdings ist der MBP200 dafür mit einem Preis von 350 Euro auch der teuerste im Vergleich.

Sound

Da selbst der beste Horrorfilm ohne Ton nicht einmal das größte Weichei erschreckt, verbauen viele Hersteller Lautsprecher in ihre Hosentaschenbeamer. Die sind aber mit einer Gesamtleistung von maximal 1 Watt bei allen Geräten zu schwach, um für Gruselstimmung zu sorgen. Dennoch, für Dialoge genügt die Leistung – vorausgesetzt, es ist sonst ruhig. Für lärmende Umgebung bringt das Samsung-Gerät einen Kopfhörerausgang mit. Käufer anderer Modelle benötigen hierfür einen zusätzlichen Adapter.

Strom

Um Videos mobil und kabellos an die Wand zu werfen, besitzen alle Mini-Beamer einen integrierten Akku. Allerdings hat die Mobilität Grenzen: Selbst das Modell mit der längsten vom Hersteller angegebenen Laufzeit macht bereits nach zwei Stunden schlapp. In der Praxis dürfte der Stromspeicher bei hellen Bildern sogar noch deutlich schneller leer sein. Wer also einen ganzen Spielfilm am Stück genießen möchte, braucht kein Gerät zu kaufen, bei dem die Herstellerangabge schon bei unter einer Stunde liegt. Und selbst bei einer angegebenen Laufzeit von 2 Stunden könnte es bei einem Spielfilm knapp werden. Deshalb sind die Mini-Beamer eher etwas für Serien.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Kino für die Hosentasche: Mini-Beamer im Vergleich

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *