Tragbare Lautsprecher: sechs mobile Soundsysteme im Vergleichstest

Tommyca Fast Forward: Hi-Fi-Fahrradbegleiter

Tommyca Fast Forward

Abwechselnd lassen wir uns von Logitech und JBL den Rest des Arbeitstags klanglich versüßen, bis es endlich heißt: Feierabend. Jetzt geht’s erstmal mit dem Fahrrad an die Münchner Isarauen zum Grillen. Mit Sound Strampeln macht mehr Spaß – dafür haben wir das Tommyca Fast Forward dabei. Die Halterung lässt sich unkompliziert am Lenker befestigen. Inbus-Schlüssel vorausgesetzt – der fehlt nämlich im Lieferumfang. Zurück ins Büro, vom Kollegen einen Schraubenzieher geborgt, und zwei Minuten später sitzt System bombenfest auf dem Drahtesel.

Das Fast Forward ist in unserem Test das einzige portable Soundsystem mit Display – und mit integriertem Speicher. Zwei GByte bieten rund 400 MP3s Platz. Damit dürften auch ausgedehnte Fahrradtouren kein Problem darstellen. Alternativ lässt sich das Tommyca von einem MP3-Player oder einem Handy versorgen. Dafür sitzt an der Unterseite eine Klinkenbuchse. Die schützende Gummiabdeckung ist leider nicht am telefonhörerförmigen Gehäuse befestigt und geht – wohl oder übel – früher oder später verloren. Kopfhörer- sowie USB-Anschluss und ein integriertes UKW-Radio bietet das Fast Forward ebenfalls.

Leider enttäuschen sowohl Display als auch Bedienelemente. Die Tasten sind etwas wirr und unübersichtlich auf dem Gehäuse angeordnet und erfordern einiges an Druck, bis sie ansprechen. Der 1,8 Zoll große Bildschirm löst zwar 320 mal 240 Pixel auf, lässt sich im direkten Sonnenlicht allerdings nicht gut ablesen. Nachts oder in der Dämmerung stellt das kein Problem mehr dar. Praktisch: Für nächtliche Radtouren bringt das Fast Forward vier LEDs mit, die Licht ins Dunkel bringen.


Dank solider Halterung übersteht das Tommyca Fast Forward auch heftige Downhill-Fahrten.

Die Schwäche bei der Bedienung macht das Tommyca beim Sound wieder wett. Zwei Boxen zielen direkt auf den Fahrradfahrer und beschallen ihn mit ausgewogenem Klang. Der Bass wirkt, wie bei den kompakten Konkurrenten auch, etwas zu schwachbrüstig. Höhen und Mitten kommen sehr ausgewogen, aber nicht zu langweilig herüber.

Wer das System auf dem Lenker sitzen hat, bekommt durch die Ausrichtung logischerweise mehr Musik ab als seine Mitradler. Während die Halterung einen extrem soliden Eindruck macht und auch wahnwitzigen Downhill-Abfahrten standhalten dürfte, geht der Ton bei starkem Fahrtwind etwas unter.

Wir meinen: Für musiksüchtige Fahrradfahrer ist das Fast Forward genau das Richtige. Es krallt sich dank solider Fixierung am Lenker fest und bringt 2 GByte Speicher mit. Damit entfällt lästiger Kabelsalat. Leider kann das Tommyca, was die Bedienung angeht, nicht überzeugen. Dafür entschädigt allerdings der für ein System dieser Größe sehr ordentliche Klang. Noch ein Wermutstropfen: Mit einem Kaufpreis von 150 Euro ist das Fast Forward nicht gerade ein Schnäppchen. Bei einem 1800 Euro teuren Cube AMS Pro K18 spielen die paar Kröten allerdings auch keine Rolle mehr.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Tragbare Lautsprecher: sechs mobile Soundsysteme im Vergleichstest

  • Am 8. September 2009 um 15:12 von andi

    Harman Kardon Go + Play
    Hallo,
    ich besitze seit fast 2 Jahren das Go+Play. Wie im Test beschrieben ist es recht schwer, klanglich aber überwältigend. Jenachdem, wo man das Gerät im Raum platziert ist der Bass stärker oder schwächer. Ich stelle es gerne etwas erhöht in der Nähe einer Ecke auf. Bass, Mitten und Höhen sind für ein Gerät dieser Preiskategorie erstaunlich direkt und abgestimmt.

    Für den mobilen Betrieb mit Batterie ist das System nur bedingt geeignet. Um die Laufzeit zu verlängern wird automatisch der Bass reduziert. Ausserdem benötigt man 8 Monozellen. Zudem ist der Kasten doch recht schwer und globig.

    Noch ein Nachteil ist der unfexible Griff, der im Weg ist, wenn man ins Display des Ipod schauen will. Meinen Classic kann ich in dem System nicht hochklappen.

    Ich nutze das System in der Wohnung. Balkon, Badezimmer, Schlafzimmer, Küche… dafür ist das Teil eine Wucht und ich bereue den Kauf keinesfalls.

  • Am 10. April 2011 um 13:25 von Sabrina Kern

    JBL On Tour XTB
    Hallo!
    Ich wollte das JBL On Tour XTB kaufen, allerdings kostet das günstigste das ich gefunden habe 100€, ihr habt aber 55 geschrieben?!

    • Am 30. Mai 2011 um 17:57 von Chriz12

      AW: JBL On Tour XTB
      Das stimmt Amazon sogar 120€ würde es auch für 55 bis 70€ kaufen aber ganz bestimmt nicht für 120€ …gibt es da villt ein paar unterschiedliche "Versionen"? hoffe auf Antwort
      lg Chros

      • Am 8. November 2011 um 10:19 von derPablo

        AW: AW: JBL On Tour XTB
        Es gibt verschiedene Versionen des JBL On Tour. Die hier vorgestellte Version ist mit Bluetooth®. Die anderen, so wie auch meine, haben bis auf die neueste Version für das iPad kein Bluetooth® und lassen sich nur über ein 3.5mm Klinkenkabel bedienen. Ein USB-Anschluss ist vorhanden, aber nur für die Aufladung eines iPod zu gebrauchen.
        Ich hoffe ich konnte damit helfen.

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