Sechs Beamer für unter 350 Euro: So günstig war Heimkino noch nie

Die DLP-Technik nutzt kleine Spiegel und ein Farbrad zur Bilderzeugung. Die Lampe durchstrahlt ein sich schnell drehendes Rad mit Segmenten in den Grundfarben. Anschließend gelangt das Licht auf ein Panel mit winzigen Spiegeln. Jeder Spiegel repräsentiert ein Pixel und ist neigbar. Er refektiert das Licht je nach Neigung verschieden stark durch die Linse auf die Leinwand. So erzeugen DLP-Beamer schnell hintereinander Bilder in den Grundfarben. Die Farbmischung erfolgt durch die Trägheit des menschlichen Auges. Allerdings besitzen einige Betrachter flinkere Augen als andere. Sie erkennen die Zusammensetzung als Regenbogeneffekt und als Farbsäume an kontrastreichen Übergängen. Auch Bewegungsunschärfe ist ein typisches DLP-Problem.


Der Acer X1130 ist mit DLP-Chip und Farbrad ausgestattet.

Dennoch sind beide Technologien derart ausgereift, dass sich nur sehr empfindliche Zuseher an ihren Schwächen stören. Für den normalen Gebrauch „als Fernseher“ sind beide gut geeignet.

Helligkeit und Kontrast

Lange Zeit hatten Projektoren den Ruf, nur in abgedunkelten Räumen ein ordentliches Bild zu liefern. Das ist nicht mehr der Fall. Die Helligkeiten der verglichenen Beamer liegen zwischen 2000 und 2300 ANSI-Lumen. Damit schlagen sie sogar die meisten HD-Projektoren. Der Grund: Viele der Modelle sind für den Geschäftseinsatz gedacht und dadurch sehr hell. Dennoch eigenen sie sich auch zum Ansehen von Filmen – vorausgesetzt, Zuseher nehmen geringe Abstriche bei der Bildqualität in Kauf. Dafür funktioniert das Fernsehen auch bei Tageslicht. Für die DVD-Wiedergabe bei gedimmter Beleuchtung empfiehlt es sich allerdings, die Helligkeit der Beamer etwas herabzuregeln.


Optomas DS309i soll einen Kontrast von 2300:1 erreichen. Allerdings handelt es sich hier um einen dynamischen Kontrast, wodurch die Angabe mit Vorsicht zu genießen ist.

Ein guter Kontrast ist entscheidend für ein farbenprächtiges und realistisches Bild. Leider ist der Kontrastwert in den letzten Jahren sehr stark zum Marketingbegriff verkommen. In der Realität erreichen Beamer mit einem angegebenen Kontast von 2000:1 eher Werte von 200:1. Die hohen Angaben kommen nur durch ein Herabregeln der Lampenhelligkeit bei komplett schwarzen Bildern zustande. Wer also im Datenblatt einen unrealistisch hohen Wert entdeckt, sollte sich nicht auf diesen verlassen. Die geringste Angabe von 300:1 des Sony-Modells im Vergleich ist sogar eher positiv zu werten. Hierbei handelt es sich nämlich um einen echten Kontrastwert.

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