Fotos im RAW-Format: Das digitale Negativ rettet verkorkste Aufnahmen

So schießt die Kamera im RAW-Format

Natürlich muss nicht nur der PC, sondern auch die Kamera selbst für RAW-Fotos gewappnet sein. In den Einstellungen zu Bildqualität und -größe des Fotoapparats gibt es – sofern unterstützt – einen Auswahlpunkt RAW. Viele aktuelle Spiegelreflexkameras bieten auch die Möglichkeit, gleichzeitig in RAW und JPEG zu schießen. Wer seine Bilder schnell und einfach verwenden möchte, erspart sich die aufwändige Bearbeitung. Sollte allerdings ein absolutes Starfoto mit den falschen Einstellungen im Kasten gelandet sein, so steht immer noch das digitale Negativ zur Verfügung.


In diesem Modus knipst die Canon EOS 500D sowohl RAW- als auch JPEG-Fotos.

Im Folgenden möchten wir anhand einiger Beispiele zeigen, was RAW-Entwickler aus scheinbar misslungenen Fotos noch herauszuholen in der Lage sind. Unsere DSLR war so eingestellt, dass sie gleichzeitig RAW- und JPEG-Fotos mit höchster Qualität aufnimmt. Bei den Vergleichsbildern sind in der ersten Zeile immer die ursprünglichen JPEG- (links) und RAW-Fotos (rechts) zu sehen. Darunter folgen die bearbeiteten Versionen, links das aus der JPEG- und rechts das aus der RAW-Aufnahme generierte Bild.

Bilder korrigieren: Unterbelichtung

Die Katze liegt gerade besonders putzig da. Schnell, ein Foto muss her. Nachdem sich die vierbeinigen Freunde auch durch gutes Zureden nicht zum Liegenbleiben überreden lassen, bleibt keine Zeit für großartige Einstellungen. Kamera anschalten, draufhalten, alles muss passen.


Bei den unbearbeiteten Originalfotos ist kaum ein Unterschied zu erkennen – das RAW-Bild wirkt sogar noch etwas dunkler.

RAW- gegen JPEG-Bilder

Allerdings bietet das RAW-Foto deutlich mehr Möglichkeiten zur Optimierung (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Wie die Fotos zeigen, ist der Unterschied zwischen den urspünglichen JPEG- und RAW-Dateien nicht sonderlich groß. Beim Bearbeiten kommt allerdings der größere Farbraum, den die digitalen Negative bieten, deutlich zum Tragen. Am oberen und unteren Ende des Dynamikbereichs gelangt das JPEG-Format schnell an seine Grenzen. Versuchen wir, die Belichtung auf die Katze zu optimieren, so gehen beispielsweise beim Teppich im Hintergrund und am Finger deutlich Informationen verloren. Im bearbeiteten RAW-Bild wirkt die Katze immer noch besser ausgeleuchtet. Hand sowie Hintergrund bleiben weitgehend erhalten.

Bei Adobe Photoshop Elements drehen wir primär an der Helligkeit und der Belichtung. Die weiteren Parameter bleiben – von kleinen Korrekturen abgesehen – unberührt.

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