Oberhalb der Tastatur finden sich ein paar Tasten zur Regelung der Lautstärke, zum Stummschalten und zum Booten eines Mini-Betriebssystems. Wer nur kurz etwas Musik hören, im Internet surfen oder ein paar Fotos betrachten möchte, muss so nicht warten, bis XP hochgefahren ist. Noch schneller geht es allerdings, das Netbook nur in den Standby-Modus zu versetzen, anstatt es komplett herunterzufahren.

Außerdem gibt es noch ein paar Software-Schmankerl, darunter eine Gesichtserkennung für den Login, die die integrierte Webcam nutzt, sowie eine Backup- und Wiederherstellungslösung.

Das 12,1 Zoll große Display ist glänzend beschichtet und löst 1280 mal 800 Pixel auf – das ist Standard für diese Größe. Vor allem beim Surfen im Netz machen sich die im Vergleich zu kleineren Netbooks zusätzlichen Pixel positiv bemerkbar – nerviges horizontales Scrollen entfällt ganz. Zwar müssen Käufer mit den größeren Abmessungen des Gehäuses leben, doch wer mobil arbeiten muss, nimmt das gern in Kauf. Die Produktivität ist schlicht viel höher.

Besonders praktisch ist auch der ExpressCard-Erweiterungsslot. Wer hier eine UMTS-Karte einsteckt, hat wirklich überall einen Internetzugang. Schade: Es gibt weder schnelles WLAN nach 802.11n noch Bluetooth.

Vorhersagbare Leistung

Ein Blick in die technischen Daten des S12 und erfahrene Netbook-Tester wissen sofort, in welcher Liga das Gerät spielt: In der Standardliga. Mit seinem N270-Prozessor mit 1,6 GHz, dem GMA-950-Chipsatz und einem Gigabyte RAM ist das Mini-Notebook genau so ausgestattet wie die meisten seiner Konkurrenten mit kleinerem Display. Damit ist auch klar, wofür sich das Gerät eignet. Office-Anwendungen laufen problemlos, Skype ist möglich und Surfen im Web ebenfalls – aber bitte nicht alles gleichzeitig.

Im direkten Leistungsvergleich mit den flachen Notebooks von Acer und MSI, die nicht auf der Atom-Architektur aufsetzen, hat das S12 keine Chance.

Der mitgelieferte 6-Zellen-Akku hält bei ununterbrochener Video-Wiedergabe 4 Stunden und 37 Minuten durch. Das ist kein schlechter Wert, aber der Eee PC 1005HA von Asus schafft bei gleichen Bedingungen fast 7 Stunden. Wer nur im Web surft oder im Word tippt, dürfte bei beiden Geräten deutlich längere Laufzeiten erreichen.

Fazit

Das IdeaPad S12 von Lenovo sieht aus wie ein Notebook, hat aber die Leistung eines Netbooks. Ein stärkerer Prozessor wäre toll, doch wenn es nur als bessere Schreibmaschine und zum Websurfen dient, erfüllt es seinen Zweck – und ist im Vergleich zu einem echten Notebook angenehm günstig.

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