Subwoofer aufstellen: Diese Tricks sorgen für perfekten Klang

Schritt fünf: die beste Position für die Bassbox

Selbst der beste Subwoofer der Welt liefert keinen überzeugenden Bass, wenn er ungünstig positioniert ist. Es fällt leider sehr schwer, die Akustik eines Raums objektiv zu bestimmen. Wirkliche Regeln für den besten Standort gibt es daher nicht.

In den Ecken des Zimmers liefern Subwoofer allerdings grundsätzlich mehr Bass. Doch dafür leidet dann häufig der Klang darunter, und die tiefen und hohen Töne wirken nicht ganz stimmig. Oftmals befindet sich die ideale Position in der Nähe des vorderen rechten oder linken Lautsprechers. Besonders bei kleinen Satelliten sollte der Abstand nicht zu groß ausfallen. Zwischen Zuhörern und Tieftöner sollten sich keine massiven Gegenstände befinden.

Tipp: Auch wenn es die Nachbarn anders sehen – das Ziel ist es, einen möglichst kraftvollen, voluminösen Bass zu erreichen, ohne die Satelliten zu übertönen. Mit der richtigen Einstellung fällt es nicht auf, dass ein Subwoofer anstelle der Satelliten für das flaue Gefühl in der Magengegend sorgt.

Lust auf mehr? Natürlich könnten Heimkinofans jetzt den Subwoofer in jede mögliche Position des Raums stellen und anschließend von der Couch aus probehören. Wir haben eine bessere Idee. Dafür muss das Sofa temporär der Bassbox weichen. Genau – der Subwoofer kommt dorthin, wo später einmal die Kinogäste sitzen.

Jetzt ist noch ein Lied erforderlich, das eine Vielzahl von verschiedenen Basstönen bietet. Wir setzen dafür auf das Album Temptation von Holly Cole. Sofern es das Wiedergabegerät unterstützt, sorgt eine 10- bis 20-sekündige Schleife für am besten vergleichbare Ergebnisse.

Anschließend heißt es: auf alle Viere. Beim Krabbeln rund um den Subwoofer werden unsere Leser eine Vielzahl verschiedener klanglicher Ausprägungen erleben. An manchen Stellen ist der Bass extrem schwach, an anderen hingegen übermäßig dröhnend. An der idealen Position klingen alle Bassnoten gleich laut. Genau hier befindet sich – sofern ästhetisch akzeptabel – der perfekte Platz für den Subwoofer.

Tipp: Die meisten Bassboxen besitzen keine magnetische Schirmung. Stehen sie sehr nahe an einem Röhrenfernseher oder -monitor, so verzerren sie das Bild und können das Gerät auf Dauer beschädigen. In diesem Fall muss sich entweder das Display oder der Subwoofer einen neuen Platz suchen.

Klingt der Bass jetzt immer noch unsauber, hilft es häufig, den Subwoofer näher ans Sofa zu bewegen. Damit lässt sich allerdings kein so gewaltiges Volumen wie mit einer Positionierung in Wandnähe erzeugen. In manchen Zimmern ist es sehr einfach, den optimalen Platz zu finden, andere „Problemräume“ hingegen scheinen sich regelrecht gegen einen ordentlich Klang zu wehren.

Letzter Schritt: Zurück zu Schritt zwei

Jetzt wo die ideale Position für den Sub ermittelt ist, müssen Heimkinoenthusiasten die Schritte zwei und drei wiederholen, um Tiefbandfilter und Lautstärke erneut zu verifizieren. Anschließend steht dem optimalen Heimkinogenuss mit garantiertem flauen Gefühl im Magen nichts mehr im Wege.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Subwoofer aufstellen: Diese Tricks sorgen für perfekten Klang

  • Am 5. Dezember 2010 um 07:38 von Stern

    Aufstellungshilfe Subwoofer
    Ich finde Ihre Aufstellungshilfe zu Subwoofer sehr gut verfasst, Die Hinweise sind richtig, helfen sowohl bei Aufstellung von High End Geräten als auch der "Geiz ist geil Klasse". Aber nur gut aufgestellt gibt ein guter Subwoofer Sinn.
    Danke für Ihre Veröffentlichung.
    mit besten Grüßen aus Wien
    w.Stern

  • Am 8. Dezember 2010 um 21:59 von Tobias Claren

    Automatische Einmessprogramme?
    Braucht es bei den modernen Automatikprogrammen mit Einmessmikrofon (z.B. bei TX-SR576) eigentlich noch irgendeine Handarbeit?
    Dann wäre ja nur noch die Position wichtig.

    Den Aktivsubwoofer auf höchste Einstellung bei Crossover Frequency und Subwoofer Level und dann Audissey 2EQ mit Mikro einmessen lassen.

    Die "Polarität" steht auf Minus. Einen Fehler hat das Einmessprogramm dabei nicht gemeldet. Zumnidest bei den Satelliten meldet er falsche Verkabelung sofort. Geschieht dies auch beim SW? Gibt es da eine Vorgabe? Wenn man am dedizierten SW-AUsgang (eine Cinch-Buchse) anschließt, sollte es ja nur eine richtige Polarität geben.

    Regelt der Receiver dann über das Einmessprogramm die Übergabefrequenz und die Lautstärke an den Aktivsuwoofer (daher beides auf Maximum)?
    Es ist ein ELAC mit maximaler Stromaufnahme von 150W. Angeschlossen über ein Mono-Cinch in den rechten Line-In.
    Ich kann ja nur in einen Kanal einleiten, welcher sollte dann wohl egal sein. Line-out gibt es auch noch zwei, aber der wird ja nicht gebraucht. Alles Cinch.

  • Am 5. Dezember 2013 um 18:36 von Olle

    Die Tipps hier sind wirklich klasse. Einmessprogramme können zwar einiges korrigieren aber wirklich gut fährt man einfach nur mit einer optimierten Aufstellung der Subwoofer. So wird es z.B. durch die Korrektur per Einmesssystem zu Problemen kommen, sobald man die eingemessene Position auch nur um einige cm verlässt. Da fehlen dann ganz schnell gewaltige Bereiche, die das Einmesssystem glatt gebügelt hat.
    Schaut doch mal in Sachen Subwoofer hier vorbei: http://www.xtzsound.de/de/produkte/ubersicht/subwoofer.htm

  • Am 23. Juli 2016 um 12:27 von Ralle

    Meiner Meinung nach kommt es für den perfekten Klang garnicht so arg auf die Ausrichtung auf, sonder viel mehr auf die Einstellung. Man muss die Lautstärke, Die Phasenlage und die Frequenz perfekt miteinander abstimmen, dann sollte der Klang perfekt sein. Einen Artikel der das genauer erläutert findet ihr hier: http://swoofers.de/subwoofer-einstellen/ Nicht desto trotz ein wirklich schöner Artikel der sicherlich auch hilfreich sein kann 😉

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