Zusätzlich zur Bravia Engine 3 verfügt der Bravia über Sonys Motionflow-100Hz-System, das die Bildrate verdoppelt und interpolierte Zwischenbilder berechnet. Das reduziert Ruckeln sowie die durch die relativ langsame LCD-Technologie bedingten Bewegungsunschärfen.

Desweiteren finden ein oder zwei weitere interessante Bildverarbeitungssysteme in den etwas komplizierten Onscreen-Menüs des Bravia. Sonys Live Colour Creation sorgt beispielsweise für mehr Farbsättigung und realistischere Bilder. Die Funktion 24p True Cinema sichert die ruckelfreie Wiedergabe von Blu-ray-Kinofilmen.

Bei den Anschlüssen ist der Hersteller großzügig. Er verpasst seinem Fernseher vier HDMI-Ports. Außerdem findet sich ein USB-Anschluss für die Wiedergabe von Musik, Fotos und Videos von Speichermedien. Für die Verbindung mit dem Netzwerk verbaut Sony eine Ethernet-Schittstelle, über die der KDL-46W5500 mittels DLNA Streams von PCs empfängt und auf den Online-Dienst AppliCast zugreift.

Allerdings hat AppliCast derzeit ein Problem: Verglichen mit anderen Konkurrenzsystemen bietet es weit weniger Inhalte. Die einzig interessanten Funktionen sind ein Onscreen-Taschenrechner und eine kleine Auswahl an herunterladbaren Bildern, die sich im Low-Power-Modus des TV-Geräts als Screensaver nutzen lassen.

Leistung

Dafür trumpft der KDL-46W5500 bei der Bildqualität auf. Er verfügt über herausragende Schwarzwerte. Sie sind besser als bei allen anderen von uns getesteten LCD-Modellen ohne LED-Hintergrundbeleuchtung. Dadurch ist der für die Technologie typische graue Nebel über dem Bild sehr schwach. Auch bei der Farbdarstellung schlägt sich der Bravia gut. Farben sehen intensiv aus. Allerdings könnten sie für unseren Geschmack noch einen Tick realistischer wirken.

Sony-Modelle stellen HD-Bilder schon seit langem ultrascharf dar. Auch beim KDL-46W5500 ist das der Fall. Das 46-Zoll-Display des Bravia bringt alle Feinheiten und Details von guten Blu-ray-Discs gestochen scharf auf seinen Schirm.

Zudem ist es erleichternd, dass der KDL-46W5500 nicht wie das kürzlich getestete Einsteigermodell KDL-37S5500 unter einer starken Bewegungsunschärfe leidet. Die 100-Hz-Bildverarbeitung hält das Bild auch bei extrem schnellen Objekten gestochen scharf.

Beim Hochskalieren von DVB-T-Fernsehen oder DVDs hilft dem Sony seine Bravia Engine 3. Der Fernseher erzeugt aus dem SD-Material detaillierte und vergleichseweise artefaktfreie 1080p-Bilder.

Allerdings ist die Bildqualität dennoch nicht ganz perfekt. Bei wirklich dunklen Szenen stellen Zuseher eine leichte Inhomogenität der Hintergrundbeleuchtung fest. Zudem erzeugt der 100-Hz-Modus zwischendurch ein leichtes Flackern an den Bildrändern. Allerdings fallen beide Probleme in der Praxis kaum auf, wodurch das Bild alles in allem wirklich ausgezeichnet ist.

Der Sound des KDL-46W5500 ist nicht ganz so exzellent wie sein Bild. Allerdings reicht er trotzdem aus, um auch Action-Szenen klar und verzerrungsfrei wiederzugeben. Dialoge klingen natürlich und sind gut verständlich. Einen Detailverlust bei der Wiedergabe von hohen Tönen stellen wir nicht fest. Lediglich der Bass könnte – wie bei nahezu allen Flatscreens – kraftvoller sein.

Fazit

Sonys Fernseher-Serien Z5500 und X4500 bieten zweifelsohne eine sehr gute Leistung. Allerdings sind besonders die Modelle der Baureihe X4500 erschütternd teuer. So ist es äußerst erfreulich, dass auch der vergleichsweise preiswerte Bravia KDL-46W5500 ein ausgezeichnetes Bild bietet. Zudem hat er haufenweise nützliche Features an Bord. Das einzige störende ist Sonys AppliCast-System, das einfach über viel zu wenig Inhalte verfügt. Allerdings hat der Hersteller hier die Möglichkeit, in den kommenden Monaten für Besserung zu sorgen.

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