Auf dem Modusrädchen steht ein spezieller Anfängermodus zur Verfügung, der Einsteigern die wichtigsten Features der Kamera erklärt. Darüber hinaus gibt es die üblichen Punkte wie Wiedergabe, Vollautomatik, Szenenprogramme und die PASM-Modi. Dazu gesellt sich eine erweiterte Automatik, die die Einstellungen weicher Hintergrund und Bewegung einfrieren bietet. Hinter den Anfängerfreundlichen Optionen verbergen sich allerdings auch nur Blenden- und Belichtungspriorität.

Viele DSLR-Hersteller versuchen ihren Modellen die abschreckende Komplexität zu nehmen. Sony hat beispielsweise sein neues Einsteiger-Trio A230, A330 und A380 ebenfalls deutlich vereinfacht. Es stellt sich bloß die Frage, ob das nicht viele Einsteiger in die Welt der Spiegelreflexkameras davon abhält, sich eingehend mit den Einstellungen zu beschäftigen.

Leistung

Um zu starten und das erste Bild zu schießen, benötigt die D3000 lediglich eine Viertelsekunde. Damit ist sie zwar einen Tick langsamer als die D5000, für ein Einsteigermodell aber dennoch sehr flott. Die Auslöseverzögerung ist ebenfalls exzellent.

Im Serienbildmodus vergehen zwischen zwei Aufnahmen 0,35 Sekunden. Die Bildrate lässt erst nach dem neunten JPEG-Foto mit höchster Qualität in Folge nach.

Das gegenüber den Modellen D40 und D60 überarbeitete Autofokussystem reagiert zügig und liefert meistens die gewünschten Ergebnisse. Die Fokuspunkte sind gut im Sucher zu erkennen, ohne das Motiv selbst zu verdecken. Laut Hersteller reicht eine Akkuladung für 550 Fotos – damit schneidet die D3000 besser ab als ihre Kollegen, die einen Live-View-Modus bieten.

Bildqualität

Die D3000 legt bei der Bildqualität eine grundsolide Leistung hin – so lange ausreichend Licht vorhanden ist und keine hohen ISO-Empfindlichkeiten vonnöten sind. Dynamikbereich und automatischer Weißabgleich arbeiten ausgezeichnet. Farben sehen sehr lebendig aus, ohne übersättigt zu wirken.

Wer auf das aufwändige Bearbeiten von RAW-Fotos verzichten möchte, freut sich über die ausgezeichneten JPEG-Bilder, die die D3000 mit der höchsten Qualitätseinstellung schießt. Bei RAW-Aufnahmen haben wir ebenfalls nichts zu bemängeln. Die mitgelieferte Software dient zum Betrachten und Umwandeln der NEF-Dateien. Für komplexere Funktionen führt allerdings kein Weg am Kauf des Programms Capture NX herum.

Der Miniatur-Modus der Nikon D3000

Die Miniatur-Funktion der Nikon D3000 lässt Landschaften winzig klein wirken. Derartige Effekte lassen sich sonst nur mit tausende Euro teuren Tilt-und-Shift-Objektiven erzielen (zum Vergrößern auf das Bild klicken, 2 MByte – Originalfoto).

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